Monatsarchiv für November 2008

RTelenovela

Forrest Gump: Erst der Song, dann der Film

Freitag, den 28. November 2008
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Ich kenne den Song auswendig: Die “Forrest Gump Suite” gehört zum Repertoire eines der Orchester der Musikschule Hennigsdorf. Ich liebe das Stück.
Den Film zum Song habe ich bisher noch nie gesehen. Nur einmal, irgendwann 1995, habe ich eher unaufmerksam die erste halbe Stunde davon gesehen. Der Rest blieb mir verborgen, ich habe danach auch nie wieder einen Versuch unternommen, mir das Tom-Hanks-Werk anzusehen.
Gestern, beim Filmabend mit Sabrina, haben wir uns nun auch “Forrest Gump” reingezogen. Und es war merkwürdig. Ich kannte die Filmmusik, summte sie innerlich mit.
Ein toller Film. Hanks als leicht zurückgebliebener Mann, der gewissermaßen durch die US-amerikanische Geschichte schliddert. Ein Meisterwerk mit viel Herz und leisem Humor.
Gut, dass ich mir nun das ganze Bild machen kann.

Hits: 78

RTZapper

Rapsoul: Erste Liebe

Freitag, den 28. November 2008
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MI 26.11.2008 | 1.24 Uhr (Do.) | VIVA

Kann man ein cooler Rapper sein, wenn man “First Time” von Robin Beck covert? Wohl kaum. Aber vielleicht wollen die Jungs von Rapsoul ja auch gar nicht cool sein.
Sie legen nun nette deutsche Texte unter die Hymne von 1988, singen auch mal den Refrain, damit man das Original-Teil auch erkennt – denn sonst verkauft sich die Single ja nicht.
Hoffentlich haben sich die Rapper von Rapsoul bisher nie über Oli.P lustig gemacht, der vor zehn Jahren Grönemeyer coverte, damit gut verdiente, aber auch viel Häme kassierte. Der Song “Erste Liebe” reiht sich jedenfalls sehr geschmeidig ein in die Reihe: “Cover, die kein Mensch braucht”.

Hits: 74

RT im Kino

East/West – Sex & Politics

Donnerstag, den 27. November 2008

Die Bilder aus Moskau schockierten: Volker Beck, der für die Grünen im Deutschen Bundestag sitzt, wurde bei den Gay Prides 2006 und 2007 von Demonstranten und Polizisten angegriffen. Viele Teilnehmer der Demonstration wurden festgenommen und abgeführt.
Nein, in Moskau ist es nicht möglich, einen friedlichen CSD zu feiern, wie man ihn aus den USA oder aus Köln oder Berlin kennt. In Russland stehen die Schwulen und Lesben unter Beschuss. Demos werden verboten, Polizisten prügeln, orthodoxe Opas und Omas argumentieren schreiend mit ihrem Gott.
Der deutsche Dokumentarfilmer Jochen Hick zeigt in seiner Dokumentation “East/West – Sex & Politics” das Verhältnis der Bürger und Politiker von Moskau mit seiner schwul/lesbischen Bevölkerung. Und da regiert der blanke Hass.
Nicht nur an diesem Beispiel wird verdeutlicht, wie schlecht es um die Demokratie in Russland steht. Und immer wieder ist es verwunderlich – und ärgerlich – dass der Welt der Rest dabei zusieht, wie dort die Meinungs- und Pressefreiheit mit Füßen getreten wird.
Hick stellt in der Doku junge Leute vor, die etwas bewegen wollen. Zeigt aber auch, dass die meisten das Ganze lieber von der Disco oder vom Strand aus verfolgen. Sei es aus Angst oder Desinteresse.
Eine interessante, spannende und teilweise niederschmetternde Dokumentation.

8/10

Hits: 68

RTelenovela

In Oranienburg knallt’s mal wieder

Donnerstag, den 27. November 2008
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Oranienburg sitzt auf dem Pulverfass, schrieb die “Bild” gestern. Irgendwie stimmt das auch, irgendwie aber auch nicht.
Morgen knallt’s mal wieder. Eine Bombe wird gesprengt. 11000 Leute müssen die Innenstadt von Oranienburg verlassen, weil auf einem Grundstück, auf dem ein Parkplatz gebaut werden soll, eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurde.
Der Fundort liegt vielleicht 500 Meter von meinem Haus entfernt, es wird ordentlich rummsen.
Trotzdem lebt es sich in Oranienburg ganz gut. Wir leben ja schließlich seit Ewigkeiten damit. Allein seit 1990 wurden weit mehr als 100 Bomben entschärft, einige gesprengt. Nur zweimal gingen Bomben von alleine hoch.
Jeden Tag fahre ich rund 80 Meter vom aktuellen Fundort vorbei, da macht man sich eigentlich keine Gedanken mehr drüber.
Aber man sollte es. Denn der Munitionsbergungsdienst warnt eindringlich, denn die Zünder der alten Bomben werden brüchiger, die ganze Aktion wird immer gefährlicher.
Morgen früh werden wir den Sperrkreis verlassen und abwarten, bis gegen 11 Uhr der große Knall zu hörenund die Erschütterung zu spüren ist. Dann geht das Leben weiter. Und das Warten auf den nächsten Bombenfund.
Wir sind Oranienburger. Wir sind das gewohnt.

Hits: 71

RT im Kino

New York für Anfänger

Donnerstag, den 27. November 2008

So sind sie, die Promi-Reporter. Treiben sich auf unzähligen Partys rum, plaudern mit den Leuten, schleimen sich ein oder machen Gut-Wetter.
Genau dahin will Sidney Young (Simon Pegg). Von einem kleinen englischen Blättchen steigt er zum großen New Yorker Hochglanzblatt “Sharps” auf. Seine unkonventionellen Methoden (und seine rotzige Kleidung) kommen allerdings erst einmal nicht so gut an bei seinen neuen Kollegen und dem neuen Chef. Nur seine Kollegin Alison (Kirsten Dunst) kommt einigermaßen mit ihm klar.
Sidney kommt zunächst nicht weit. Keine einzige Zeile darf er für das Blatt treiben. Doch als er sich dann doch anpasst, geht es für ihn bergauf.
Der Film “New York für Anfänger” beruht auf den Geschichten von Toby Young, der tatsächlich bei einem US-Blättchen arbeitete – bei der Vanity Fair. Insofern sind die Storys und Umgangsformen, die der Zuschauer hier zu sehen bekommt, ganz sicher nicht allzu weit hergeholt. Großes Gag-Potenzial also. Doch leider schöpft das Autorenteam rund um Regisseur Robert B. Weide es nicht aus. Stattdessen bekommen wir oftmals billige Witzchen, plumpe Kalauer und unangenehme Fremdschämaugenblicke serviert. Über weite Strecken will der Humor einfach nicht zünden. Da nützt es auch nichts, dass der britische Starkomiker Simon Pegg (bekannt aus “Shaun of the Dead”) engagiert wurde, um dem Film seine Note zu geben. Erst zum Ende hin treffen einige der Witze so ziemlich ins Schwarze, gibt es ein paar Lacher. Aber für einen richtig guten Film ist das zu wenig. Aber er bleibt – schon allein wegen der Insiderinfos – recht interessant.

6/10

Hits: 85

RT im Kino

Der Klang des Herzens

Mittwoch, den 26. November 2008

Die Macht der Musik. In dem Film “Der Klang des Herzens” wird sie auf eine außerordentlich eindrucksvolle Weise bewiesen. Musik, die Emotionen auslösen kann, die ein Leben verändern und begleiten kann.
Evan (Freddy Highmore) ist 11 und kennt nur ein Leben im Heim. Von den anderen wird er gehänselt, weil er angeblich hören kann, dass seine Eltern zu ihm sprechen. Er ist davon überzeugt, dass er auf sie treffen wird, irgendwann, eines Tages.
Er reißt aus, landet in New York, um dort bei einem Sozialarbeiter Hilfe zu bekommen. Doch stattdessen trifft er auf einen Jungen, der ihn mit in ein altes Theater nimmt. Dort sind viele Kinder, die von einem älteren Typen namens Wizzard (Robin Williams) traktiert werden. Doch für Evan beginnt ein neues Leben: Er entdeckt die Musik. Und ihre Macht.
Nun gut, einige Teile des Films sind der pure Kitsch und fast schon märchenhaft. Aber das ist egal. Bemerkenswert ist zudem, dass sämtlicher Kitsch, alle Gefühle in diesem Werk durch die Musik übertragen werden. Große Emotionen, die Spannung, die sich auf den Zuschauer überträgt, sind immer mit großen Melodien, Hymnen verbunden. Das ist nicht nur eine wichtige und irgendwie auch tolle Botschaft, sondern hilft auch über einige szenische Schwächen des Films hinweg.
Freddy Highmore spielt hinreißend, auch die Nebendarsteller, darunter Robin Williams und Jonathan Rhys-Meyers, runden diesen Film sehr gut ab.
“Der Klang des Herzens”: tolles Gefühlskino mit echten Wow-Momenten! Und mit der Botschaft: Musik ist überall. Alles ist Musik.

9/10

Hits: 106

RTZapper

Beckmann: Gloria Fürstin von Thurn und Taxis

Dienstag, den 25. November 2008
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MO 24.11.2008 | 22.45 Uhr | Das Erste

Fürstin zu sein war auch schon mal einfacher. Das Volk lag der Dame zu Füßen. Lauter Privilegien machten das Leben genießbar. Und heute? Verfolgt von der Klatschpresse, Paparazzi auf der Jagd nach den heißesten Privatfotos. Und dann auch noch die Abschaffung der arrangierten Ehe. So was aber auch!
Gloria Fürstin von Thurn und Taxis ist nicht glücklich darüber, dass sie sie nicht entscheiden darf, wer ihren Sohn Albert ehelichen darf. Sie bedauere dies, sagte sie bei “Beckmann”.
Aber versuchen kann man es doch mal. Also, Mädels: Fürstin sucht Schwiegertochter. Bewerbt euch bei Gloria! Ihr solltet allerdings katholisch sein, ein gutes Elternhaus im Hintergrund haben, schön, lieb und treu sein. Wenn ihr diese Voraussetzungen erfüllt, und natürlich noch ein bisschen Kohle auf dem konto habt, dann meldet euch doch bei der Fürstin!
Vielleicht klappt das dann ja doch mit der arrangierten Ehe, die sie ja so vermisst.

Hits: 86