Tagesarchiv für 22. November 2008

ORA aktuell

700 demonstrierten für mehr Erzieher

Samstag, den 22. November 2008

Rund 700 Leute haben sich gestern auf dem Schlossplatz versammelt, um für mehr Erzieher in den Kindertagesstätten zu demonstrieren. Oranienburg ist das Zentrum der Proteste. Die Landesregierung soll zum Handeln gezwingen werden. In keinem Bundeland ist das zahlenmäßige Verhältnis von Kindern zu Erziehern so schlecht wie in Brandenburg.

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RTelenovela

Nächtlicher Pflanzenschneenoteinsatz

Samstag, den 22. November 2008
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Meine Fahrt nach Meitze in die Wedemark stand kurzzeitig auf der Kippe. Als ich am Vormittag in der Berliner Masurenallee in mein Auto stieg, goss es wie aus Kübeln. Ich war noch nicht mal auf der Avus, um aus Berlin rauszufahren, schon ging der Niederschlag in fetten Schneeregen über. Es wurde zusehens Winter.
Bei Potsdam wurde der Regen weniger, der Schnee immer mehr, noch auf der A115 verlangsamte sich der Verkehr. Am Dreieck Potsdam waren die Wälder schon weiß. Der Verkehrsfunk im Radio meldete bereits Glätte auf der A2 bei Ziesar. Na toll, da musste ich lang.
Bis zum Dreieck Werder hatte ich nun also Zeit, mich zu entscheiden: Bleibe ich auf dem Berliner Ring, um nach Hause zu fahren oder fahre ich auf die A2 Richtung Hannover.
Schneetreiben. Mehr als Tempo 80 war nicht drin.
Kurz vor Werder noch mal der Verkehrsservice: Von Glätte war nichts mehr zu hören. Also entschied ich mich: Ab auf die A2!
Doch das Schneetreiben wurde dichter. Ab Ziesar empfahl es sich nicht mehr, die dritte Fahrspur zu benutzen, sie war mit einer Schneematschschicht bedeckt.
Krach! Mit großem Getöse donnerte ein Matschhaufen auf meiner Frontscheibe. Jemand überholte mich doch auf Fahrspur 3, und ich bekam den Matsch ab. Hätte böse ins Auge gehen können. Wenn aus der nassen Fahrbahn nun auch noch eine Eisschicht werden sollte – dann gute Nacht!
Doch die Lage entspannte sich mehr und mehr. Weniger Schnee, kaum Matsch, die Wiesen wurden wieder grün. Hinter der Elbe, in Niedersachen schließlich: gar nichts mehr. Kein Winter. Bei Braunschweig schien dann sogar die Sonne. Das angekündigte Wetter fiel in Niedersachen wohl aus. So erreichte ich Meitze ungehindert.
Der Schnee kam hier verspätet an. Erst am Abend fielen die weißen Flocken vom Himmel und bedeckten die Wiesen und Blumen. Die Temperatur pegelte sich bei 0 Grad ein und führte nach 23 Uhr schließlich noch zum Alarm: die Pflanzen im Garten!!
Die schönen Grünpflanzen waren nun weiß, bedeckt mit gefrorenem Schnee. So kam es also noch zu einem Noteinsatz. Mit Sack- und Schubkarre wurden die Blümchen unter ein großes Schleppdach gefahren. Nun gut, ob sie den ersten Schneeschock überwunden haben, wird sich noch zeigen müssen.

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RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Inforadio in Berlin

Samstag, den 22. November 2008
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FR 21.11.2008 | Berlin, Haus des Rundfunks

7.58 Uhr. Im Inforadio des rbb läuft ein Kulturbeitrag. Im Studio macht sich Dietmar Ringel für seine nächste Moderation bereit. Der nächste Nachrichtenblock muss angekündigt werden.
Ich hatte für mehr als eine Stunde die Gelegenheit, live im Studio dabei zu sein und Dietmar Ringel gewissermaßen über die Schultern zu schauen.
Der Morgenmoderator steht an seinem Pult, das Headset, mit seinem Namen versehen, auf dem Kopf. Vor ihm stehen mehrere Monitore. Einer zeigt seinen nächsten Moderationstext an. Die werden sowohl von der Redaktion vorbereitet, als auch von ihm selbst geschrieben. Auf einem anderen Monitor werden die folgenden Programmpunkte, Berichte, Teaser, Werbeblöcke, angezeigt, die Ringel selbst starten muss. Auf einem dritten werden die aktuellen Wetterdaten und Verkehrsmeldungen angezeigt. Bei Gefahrenmeldungen muss mitunter sofort reagiert werden. Auf einem vierten kommen fortlaufend die Agenturmeldungen rein.
Es ist 8 Uhr, es folgen die Nachrichten, die von einer Sprecherin im Nebenstudio verlesen werden. Sie hat wohl den härtesten Job. Alle 20 Minuten ist sie auf Sendung – und das sechs Stunden lang. Ringels Schicht dauert nur drei Stunden.
Um 6 Uhr geht Dietmar Ringel auf Sendung, spätestens um 4 Uhr muss er dazu im „Haus des Rundfunks“ in der Berliner Masurenallee sein. Dann werden die Zeitungen durchgeblättert, noch einmal die Themen der Nacht studiert, Interviews und Moderationen vorbereitet.
Die Interviews in der Stunde von 8 bis 9 Uhr waren alle bereits aufgezeichnet, Ringel führte sie bereits zu früherer Stunde in der Sendung, sie werden dann wiederholt. So gut wie kein Hörer ist länger als 30 Minuten beim Inforadio dabei.
Hat Ringel seinen Beitrag gestartet, wirft er einen Blick auf den Agenturenmonitor und bereitet die nächste Moderation vor. Kurz bevor er auf Sendung geht, blinkt eine gelbe Leuchte, wenn er drauf ist, leuchtet sie rot.
Die Herbsttagung der Innenminister in Potsdam ist das ganz große Thema an diesem Morgen, es verfolgt uns die ganze Zeit – in den Nachrichten, Beiträgen und Interviews.
Um kurz vor 9 kündigt Ringel seinen Kollegen an, während der Nachrichten findet dann der fliegende Wechsel statt. Und nach einer kurzen „Stehung“, in der die Sendung ausgewertet wird, kann er ins Wochenende abdüsen. In der Woche hat er oft nur eine Pause, um am Nachmittag schon wieder die nächste Morgensendung vorzubereiten.

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