Tagesarchiv für 19. November 2008

aRTikel

Willi macht den Currywursttest

Mittwoch, den 19. November 2008
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Probiert: Zwölfmal in Oranienburg gekostet / Imbiss am S-Bahnsteig liegt vorn

MAZ Oranienburg, 19.11.2008

Wo gibt es in Oranienburg die beste Currywurst? Die MAZ hat zwölfmal probiert. Robert Tiesler überprüfte Geschmack, Aussehen und Preis der gekauften Speise.

1. Platz: S-Bahnsteig
auf dem Bahnhof Oranienburg
Preis: 1,25 Euro
Das kleine Stübchen am S-Bahnsteig wird bei „Willi“ zum zweiten Mal Testsieger. Die Currywurst ist saftig, die lecker-würzige Ketchupsoße wird mit Currypulver aufgepeppt. Wer mehr Hunger hat, kann auch eine XL-Version der Currywurst bestellen.
Note: 1

2. Platz: Kaufland-Imbiss
Oranienpark
Preis: 1,20 Euro
Dorthin geht der Preis für die leckerste Soße: ein süßlicher Currygeschmack. Die Haut der Wurst ist knusprig, aber nicht verbrannt. Der Kunde kann sich aussuchen, ob er die Wurst gern mit oder ohne Darm hätte.
Note: 1 –

3. Platz: Bistro
auf dem Gewerbehof Lehnitz-/Ecke Saarlandstraße
Preis: 1,20 Euro
Das neue namenlose Bistro gegenüber dem Aldi-Eingang bietet mal was ganz anderes. Eine Currywurst im Brötchen. Erinnert ein wenig an die Ketwurst. Entspricht nicht ganz den Currywurst-Regeln, dennoch bekommt der Käufer eine rundum leckere Wurst in einer leicht würzigen Soße.
Note: 1 –

4. Platz: Spatzennest
Stralsunder/Ecke Lindenstraße
Preis: 1,60 Euro
Ein wenig teurer als im Schnitt, dafür gibt’s aber eine leckere Rohkostbeilage. Die Wurst ist innen schön locker und ansatzweise saftig, fast schon ein bisschen zu weich.
Note: 2 +

5. Platz: Backshop Leonie
Schulstraße
Preis: 1,70 Euro
Am Stand vor dem Bäcker wird die Bratwurst auf dem Elektrogrill zubereitet und dann zerschnitten. Simpel, aber lecker. Die Kruste ist leicht kross, was dem ganzen einen guten Geschmack gibt. Auch der Curryketchup aus der Flasche überzeugt. Punktabzug gibt es für den Preis.
Note: 2

6. Platz: Imbiss auf dem Kaufland-Parkplatz
Preis: 1,50 Euro
An dem namenlosen Imbissstand ist die Soße tatsächlich auch eine Soße und nicht irgendein Ketchup. Leider schmeckt sie ein wenig zu sehr nach Pulver. Trotzdem rettet das die Currywurst aus dem normalen Testeinerlei.
Note: 2

7. Platz: Imbiss am Maxnat
Berliner/Ecke Walther-Bothe-Straße
Preis: 1,30 Euro
Der Empfang war herzlich: „Geh doch zu Hause du alte Scheiße“ quäkte es lautstark aus dem Radio. Das ist doch mal Kundenbindung! Am Tisch vor dem Imbisswagen hat eine Gruppe junger Männer den Jägermeister-Flaschenkreis einmal vollendet. Die Fritteuse scheint irgendwie unterm Tisch versteckt zu sein, weil sich die Verkäuferin mehrmals bücken musste. Abgesehen vom leicht fettigen Geschmack war die Currywurst aber in Ordnung. Die Soße ist würzig, mit Pulver verfeinert.
Note: 2 –

8. Platz: Carollis
Breite Straße
Preis: 1,40 Euro
Die Currywurst badet gemeinsam mit den Pommes frites eines anderen Kunden im Frittierfett. Die Haut bildet danach eine dicke Schicht, die sich jedoch vom fast schon zu trockenen Inneren der Wurst ablöst. Soße und Pulver schmecken recht scharf.
Note: 2 –

9. Platz: Hottis Snackpoint
Louise-Henriette-Steg
Preis: 1,30 Euro
Die Currywurst ertrinkt fast in der Ketchupflut. Weniger ist manchmal mehr. Durch den kalten Ketchup ist auch die Wurst selbst nicht mehr sehr warm. Sie hätte wohl insgesamt noch ein wenig mehr Hitze vertragen können. Im Fleisch fand sich in klitzekleiner Plastikrest.
Note: 3 +

10. Platz: Oranienburger Citysnack
Bernauer Straße
Preis: 1,20 Euro
Nun ja, seht selbst: Sah irgendwie nicht ganz so schön aus auf dem Teller. Die Bratwurst mit Ketchup und Currypulver war nicht zerschnitten. Die Sache mit dem Rohkost ist eine sehr gute Idee, er sieht jedoch nicht mehr ganz so frisch aus und schmeckt auch ziemlich trocken.Die Wurst war gröber und würziger als bei allen anderen Testobjekten.
Note: 3 –

11. Platz: Oranienburger Broilerecke
Lehnitz-/Ecke Saarlandstraße
Preis: 1,50 Euro
Es kleben vier Rauchverbotsaufkleber im Laden. Einer der Verkäufer hat sie trotzdem übersehen. Die Wurst schmeckt seltsam breiig, weicht im Mund total auf. Der Ketchup ist viel zu cremig. Kein Geschmackserlebnis.
Note: 4 +

12. Platz: Havelbistro
Havelstraße 32
Preis: 1,30 Euro
Der Laden war leer, der Verkäufer qualmte mit seiner Zigarette sein Geschäft zu. Die Currywurst war dort eine viel zu lange frittierte Wiener, die verkocht und verbrannt schmeckte. Dazu gab es zu wenig Ketchup. Ein Flop.
Note: 4 –

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ORA aktuell

Volleyball: Wieder Spielabbruch durch den OHC

Mittwoch, den 19. November 2008
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Der Zoff zwischen den Volleyballern des VSV Oranienburg und OHC-Handballern geht weiter. Nach dem jüngsten öffentlich gewordenen Vorfall im Winter, kam es nun erneut zu einem Spielabbruch.
Das Duell in der 2. Frauenkreisklasse im Volleyball zwischen dem VSV V und dem VSV III stand kurz vor dem Ende, als ein Spielleiter des OHC, vermutlich erneut Norbert Rohde, um kurz vor 20 Uhr das Netz abnahm. Dann beorderte er seine Mannschaft, sich warm zu laufen. Das lässt Wolf-Dieter Alte in seinem Spielbericht verlauten.
Ein anschließendes Gespräch zwischen den Chefs des VSV und OHC brachte noch keine nennenswerte Ergebnisse.

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RTelenovela

Entschuldigung, dürfen wir hier feiern?

Mittwoch, den 19. November 2008
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Bald nun ist Weihnachtszeit! Jetzt, wo ja demnächst (angeblich) der erste Schnee fallen soll, wird es also auch höchste Zeit, sich um die alljährliche Weihnachtsfeier zu kümmern.
2007 feierte ich in diesem Rahmen mein zweistündiges Volleyball-Comeback, 2008 wird Tischtennis in Velten auf dem Programm stehen. Wird auch wieder so ein persönliches Sport-Highlight werden.
Danach gehen wir Essen. Ich sah mich heute Abend um, wo das stattfinden könnte. Unser favorisiertes Lokal war gegen 22.15 Uhr schon ziemlich düster. Nur ein Raum war überhaupt noch beleuchtet. Das war wahrscheinlich das Personal, das sich (teilweise rauchend) die Zeit vertrieb.
Eine Frau stand auf, ich sagte, was ich wollte. Weihnachtsfeier für rund 20 Leute.
Und dann ein Flashback: Die Frau roch wie meine Oma. Leicht nach Zigaretten mit einem bestimmten Parfümgeruch gemischt.
Sie schlug ihr Büchlein auf, notierte sich alles. Auf seltsam ungelenke Weise. Ich habe schon eine miese Schritt, aber bei ihr konnte ich nicht mal meine eigene Telefonnummer lesen. Sie wirkte merkwürdig verunsichert, als ob ihr eine 20-Leute-Reservierung komplett unheimlich sei.
Ich meinte, wir würden gern a la Card essen. Sie antwortete, dass sie eher ein Weihnachtsmenü anbieten würde. Vorsuppe, Gänsekeule, Eis als Nachtisch. Das klingt teuer. Und ist eindeutig zu schwer für ein abendliches Beisammensein. Wir vereinbarten, nochmal zu telefonieren.
Nein, das war mir nich geheuer. Da habe ich irgendwie das Gefühl, dass das nix wird. Die Frau hat ja schon die Ankündigung einer Weihnachtsfeier nervös gemacht.
So machte ich mich wieder auf den Weg – zu einer anderen Pizzeria. Da lief das alles simpel. Der mann hinterm Tresen schrieb sich alles auf. A la card, natürlich. Alles klar. Wir sehen uns.

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RT im Kino

Willkommen bei den Sch’tis

Mittwoch, den 19. November 2008

“Willkommen bei den Sch’tis” ist ein in vielerlei Hinsicht bemerkenswerter Film. Er gilt schon jetzt als der erfolgreichste Kinofilm aller Zeiten in Frankreich, wo er nach Jahrzehnten Louis de Funes vom Thron stieß. Und wer den Film sieht, wird auch wissen, warum die Komödie in unserem Nachbarland ein rieseiger Hit war. Die Mischung aus Heimatliebe, augenzwinkender Klischees und herzenswarmer Humor muss einfach ankommen. Trotz des abgedrehten Wortwitzes ist es in der deutschen Synchronisation weitestgehend gelungen, den Witz rüberzuretten.
Philippe (Kad Merad) hat es sich selbst eingebrockt. Nun wird der Postbeamte nicht an die Côte d’Azur versetzt, sondern in den Norden. In den Norden! Nördlich von Calais! Das ist offenbar in Frankreich das Grauen. Es lässt sich von hier aus nur erahnen. Philippes Frau Julie (Zoe Felix) maccht sich große Sorgen. Dort ist es kalt, alle saufen. Und so weiter. Doch in Bergues ist irgendwie alles nicht ganz so wie erwartet. Nun ja, mal abgeschehen von scheltschamen Dialekt, von der Sspache, mit der Philippe schuerscht nist klarkommt.
Eine herrliche Komödie über das Anderssein, über Integration, Freundschaft und Liebe.

8/10

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