Tagesarchiv für 8. November 2008

aRTikel

Jette: Verkehrte Welt

Samstag, den 8. November 2008
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MAZ Oranienburg, 8.11.2008

Also nee, wissense nee, ich finde es ja gut, wenn die Straßen in unserem Landkreis ausgebessert werden. Warum neuerdings aber ständig Straßen erneuert werden, die es augenscheinlich noch nicht wirklich nötig haben, während andere Strecken mehr und mehr verrotten – das kann ich nicht nachvollziehen.
Die Bernauer Straße in Oranienburg wird geglättet. Nein, nicht der Teil mit dem holprigen Kopfsteinpflaster, sondern der, der schon asphaltiert war. Die Autobahnstrecke zwischen Mühlenbeck und Birkenwerder erhielt einen neuen Belag, während die immer größer werdenden Huckel zwischen Mühlenbeck und dem Dreieck Pankow sicher bald zu einem Tempolimit führen werden. Die Bundesstraße zwischen Sommerswalde und Schwante ist ebenfalls neu asphaltiert worden. In Kremmen aber ist die Strecke ein einziges Desaster.
Wer soll das verstehen? Da werden Straßen erneuert, die schon sehr glatt waren und noch lange nicht so dringend restaurierungsbedürftig schienen wie die Holperstrecken. Sicherlich, ein grundhafter Ausbau der alten Straßenabschnitte dauert sehr viel länger und ist teurer als nur mal fix den Belag zu erneuern. Dennoch: verkehrte Welt, ärgert sich eure
Jette

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28 Days Later

Samstag, den 8. November 2008
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FR 07.11.2008 | 22.35 Uhr | RTL II

London leergefegt. Was für eine gespenstische Atmosphäre. Vollkommen allein in einer Großstadt, die plötzlich ganz ruhig und still vor sich hin dümpelt. Nur einige wenige Menschen haben die Epidemie überlebt. Leider wird im Film nicht gesagt, welche Vorkehrungen die anderen neben Jim getroffen haben, dass sie nicht vom Virus betroffen waren. Für den Zuchauer ist der Film durchaus eine Herausforderung. Wer allerdings, wie an vielen Stellen beschrieben, einen Horrorfilm erwartet, in dem splattermäßig literweise Blut fließt, der wird auf jeden Fall enttäuscht sein. „28 Days Later“ ist mehr Thriller als Horror.

Pro:
Das schafft ein Film ganz selten: Bis auf wenige Ausnahmen herrscht eine spannungsgeladene Stimmung. Selbst in Szenen, in denen scheinbar nichts Dramatisches passiert, wird durch die (vorzügliche) Musik Spannung reingebracht. Davon muss man sich während des Abspanns erst einmal erholen.
Der Film ist ab 18 Jahren freigegeben (hier sicherlich – vor 23 Uhr – in einer geschnittenen Version), und tatsächlich sind starke Nerven von Nöten. Einige Szenen haben es in sich. Allein schon die infizierten Menschen sind angsteinflößend.
„28 Days Later“ war einer der besten Thriller der Jahres 2003. Über einige technische Unzulänglichkeiten, einige nicht ganz so gute schauspielerische Leistungen, kann man da schon mal hinweg sehen.
Bedrückend, schockierend, zuweilen eklig oder zum Wegsehen, manchmal auch zum Schmunzeln – dieser Film ist unbedingt zu empfehlen!

Contra:
Ich hatte ein Erlebnis der besonderen Art. Ich habe den Film ein zweites Mal im Kino gesehen. Und viel gelernt!
Diesmal herrschte im Kinosaal eine große Anti-Stimmung. Die meisten Leute fanden den Film schlecht. Auch mein Freund, mit dem ich den Film diesmal sah, fand ihn blöd. Und ich kann sie alle irgendwie verstehen.
Ich habe gelernt, dass Filmkriken absolut subjektiv sind. Der eine findet einen Film absolut super, der nächste kann den gleichen Film richtig übel finden.
Also ich hab “28 Days Later” nun nochmal gesehen, nachdem ich in diversen Foren so gelesen habe, was andere schlecht fanden an dem Film. Und wie gesagt, ich kann ihre Kritikpunkte meist sehr gut nachvollziehen. Auch ich fand ihn beim zweiten Mal lange nicht mehr so gut. Aber einfach auch deshalb, weil bei mir diesmal komplett die Spannung fehlte. ich kannte ja alles, wusste was passiert. Also konnte ich mich auch auf das konzentrieren, was wirklich gut und schlecht an dem Film ist.
Ja, es gibt wirklich richtig schlechte Szenen.
Ich glaube, es gibt kein Dazwischen. Entweder man findet den Film toll, oder eben nicht. Die Entscheidung darüber, fällt gleich am Anfang des Films. Wer sich von Anfang an auf das alles einlässt, der sieht auch über Schwächen des Films hinweg. Wer gleich an Anfang an alles lächerlich findet, der zerreißt den Film in der Luft. Und beim ersten Mal Sehen hat der Film eben nur Positives bei mir bewirkt. Also dass mich der Film eben sehr bewegt hat: “Bedrückend, schockierend, zuweilen eklig oder zum Wegsehen, manchmal auch zum Schmunzeln” hab ich in meiner Kritik geschrieben.

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Peng! Die Westernshow

Samstag, den 8. November 2008
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FR 07.11.2008 | 20.15 Uhr | Sat.1

Das Gesicht von Barbara Schöneberger, als sie in einem Pferdkostüm die Bühne der neuesten Sat.1-Showinnovation betrat, sprach Bände. Worauf hatte sie sich da nur wieder eingelassen?
Auf “Peng! Die Westernshow”, dem Kindergeburtstag mit Hugo-Egon Balder und überraschenderweise ohne Hella von Sinnen.
Nachdem vor der ersten Werbepause praktisch nichts passiert ist, passierte nach der ersten Unterbrechung auch nicht viel mehr, dass man irgendwie als spannend bezeichnen könnte. Promis, die im Pferdekostüm Seilspringen machen, Rodeo und anderes Gedöns. Wer nicht schon am Anfang angeödet weggezappt hat, hat es sicherlich im Laufe der Zeit getan.
Sat.1 und der Herr Balder beglücken uns nun öfter mit dieser Art Show. “Schlotter! Die Gruselshow”, “Holldriöh! Die Alpenshow” laufen in den nächsten Wochen, weitere 24 Titel hat sich Balder (aktueller Gewinner des Comedypreises für das Lebenswerk) sichern lassen. Und keiner klingt so, als verspreche er ein Höhepunkt der Fernsehgeschichte zu werden. Was es auch nicht muss – aber so langweilig wie die Auftaktshow auch nicht.
Und liebe Barbara: Das hast du doch nicht nötig, oder?

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