Tagesarchiv für 3. November 2008

RTZapper

hessen extra: Ypsilanti gescheitert

Montag, den 3. November 2008
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MO 03.11.2008 | 23.00 Uhr | hr-Fernsehen

Diesen Tag haben sich Journalisten und Politiker ganz anders vorgestellt. Vorberichte zur morgigen US-Wahl. Und noch Vorberichte zur morgigen Ministerpräsidentenwahl in Hessen.
Doch alles kam anders.
Pressekonferenzen, Erklärungen, Krisensitzungen, Sondersendungen: Die Regierungsbildung in Hessen ist gescheitert. Vier Mitglieder aus der SPD-Fraktion sagen Nein zu Ypsilantis Koalitionsplan. Und das nach all den Sitzungen vom Wochenende.
Nun hetzt SPD-Chef Müntefering von Sender zu Sender. Beim ZDF erklärt er sich, bei der ARD, und immer wieder diese Fassungslosigkeit.
Der hr schmeißt sein gesamtes Abendprogramm um, auf eine Analyse folgt die nächste: Kann es wirklich sein, dass die drei Fraktionsmitglieder neben Dagmar Metzger tatsächlich erst jetzt darauf gekommen sind, dass sie die Ypsilanti-Politik nicht mittragen wollen? Dass sie die Tolerierung durch die Linken nicht wünschen? Obwohl bisher in derartigen Probeabstimmungen mit Ja stimmten? Oder können wir nicht wenigstens froh sein, dass sich das Simonis-Debakel nicht wiederholte? Oder kann es auch sein, dass Andrea Ypsilanti die Warnsignale des Wochenende tatsächlich ignorierte, wie der hr in seiner Sondersendung zeigte? Denn die besagten “Abweichler” gaben beim Parteitag offenbar sehr starke Signale ab, dass etwas im Busch ist.
Auch wenn damit wieder ein spannender politischer Tag zu Ende ist: Es war kein guter für Deutschland. Die Wähler schlagen erneut die Hände über den Kopf zusammen. Neuwahlen, nur weil die Politiker offenbar unfähig sind, sich zusammenzuraufen? Wer soll das verstehen?
Eine verzwickte Lage.

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aRTikel

Lebhafter Ost-West-Disput

Montag, den 3. November 2008
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Talkshow: Die Aufforderung „Mitreden!“ nahmen die Kremmener gestern in der Theaterscheune wörtlich

MAZ Oranienburg, 3.11.2008

In der bisher lebhaftesten Ausgabe der Talkshow „Mitreden!“ in Kremmen diskutierten Gäste und Publikum über die Annäherung nach der deutschen Einheit.

KREMMEN
Als Zugezogene aus dem Bonner Raum habe sie es in Hohen Neuendorf nicht immer einfach gehabt, sagte Erotikbuchautorin Astrid Martini in der Kremmener Theaterscheune.
Der Doping im Sport sei eine gesamtdeutsche Angelegenheit und keine, die ausschließlich mit der DDR zu tun habe, so Sportreporterlegende Heinz-Florian Oertel.
Hoch her ging es gestern Mittag in der fünften Ausgabe von „Mitreden!“, der Talkshow in der ausverkauften „Tiefsten Provinz“. In einer sehr lebhaften, mitunter hochbrisanten Diskussion tauschten sich die Gäste von Inforadio-Moderator Dietmar Ringel über die Annäherung von Ost und West aus, an der sich auch das Publikum bald rege beteiligte. Es ging um Kriegsverbrecher, die in der Bundesrepublik und der DDR weiterhin wichtige Rollen in der Öffentlichkeit spielten, sowie um die Anerkennung der Lebensläufe von den Menschen, die in der DDR groß wurden. Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) erzählte aus der Zeit, als er 1990 die Nationale Volksarmee und die Bundeswehr zusammenführte.
Speedwayfahrer Marcin Sekula vom MC Wolfslake meinte, er verstehe die ganzen Ost-West-Diskussionen nicht, in seiner Heimat Polen gebe es die nicht. Ein spannendes Streitgespräch, dessen Ende unabsehbar war. Moderator Dietmar Ringel schlug deshalb eine spezielle Gesprächsrunde mit nur diesem Thema vor. Schönbohm und Oertel lud er dazu schon mal ein.
Angesichts dieses Themas gerät es fast zur Randnotiz, dass Autorin Astrid Martini in der Talkrunde aus einer ihrer Sexgeschichten vorlesen durfte, in der es zwischen einem Callboy und einer Frau durchaus zur Sache ging, was bei den Kremmenern längst nicht nur auf Gegenliebe stieß. „Es wäre mir unangenehm, wenn das jemand aus meiner Familie lesen würde“, sagte sie. So ging es offenbar auch vielen Gästen in der Theaterscheune beim Vortrag ihrer Zeilen.
Rund 135 Minuten vergingen wie im Fluge: Theaterchef Andreas Dalibor sang launige Lieder, Jörg Schönbohm bekräftige seine Ablehnung des Bombodroms in der Kyritz-Ruppiner Heide, und Fritz Mauer erläuterte, dass im Wolfslaker Speedwaysport ohne Sponsoren nichts ginge.
„Mitreden!“ war gestern auf jeden Fall spannender als so manche Fernsehtalkshow.

Talkshow-Zitate
Heinz-Florian Oertel über den Leistungssport: „Heute werden Medaillen ehrgeiziger gezählt als damals.“ Über Schönbohm: „Ein Schönbohm ist mir lieber als zehn Petkes.“ Über seinen Versuch, mit ZDF-Journalist Peter Hahne ins Gespräch zu kommen: „Ich bin nicht mal über seine Sekretärin hinweggekommen.“
Jörg Schönbohm über die vorgetragene Sexliteratur: „Das ist nicht mein Ding.“ Auf die Publikumsfrage, ob er sein Ziel geschafft habe, mit seiner Politik die Linke zu schwächen: „Nö.“ Zur Heimat: „Was Heimat ist, kann nur der wissen, der je einmal im Leben seine Heimat verloren hat.“

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RTZapper

Die Nacht der Präsidenten

Montag, den 3. November 2008
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SO 02.11.2008 | 1.20 Uhr (Mo.) | NDR fernsehen

Die Neger in ihren Vierteln. Wen haben denn die Neger gewählt?
In den 60ern war die Fernsehwelt noch ganz anders. Das Wort Neger schien ganz normal. Da geht es um radikale Negerführer, Negerviertel.
Im Rahmen der “Nacht der Präsidenten” erinnerte der NDR an die Wahlkämpfe in den USA. In den entsprechenden Berichten kommen die Neger regelmäßig vor. In den 60ern war das für USA-Korrespondent Gerd Ruge noch vollkommenm normal.
Heute würde ihn das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen dafür feuern, das Schimpfwort verwendet zu haben. Wir haben eben alle dazugelernt. Um so gewöhnungsbedürftig ist also das Vokabular in den 40 Jahre alten Sendungen der ARD.

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RTelenovela

Der mysteriöse 3.35-Uhr-Internetausfall

Montag, den 3. November 2008
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Ich kann die Uhr danach stellen. Um 3.35 Uhr geht plötzlich gar nichts mehr. Meine Internetverbindung ist gekappt. Fast jeden Tag. An meinem DSL-Kästchen leuchtet beim Internet das rote Lämpchen.
Das Ganze dauert manchmal nur eine knappe Minute. Manchmal eine Viertelstunde, selten noch länger. Dann geht wieder alles.
Ob das nur bei mir so ist, kann ich nicht sagen. Wer hier in der Gegend sitzt schon sonst noch um 3.35 Uhr am Computer?
Vielleicht sollte ich bei Vodafone mal nachfragen, was es mit diesem mysteriösen Problem auf sich hat.

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