Tagesarchiv für 16. Oktober 2008

RT im Kino

Das Fremde in mir

Donnerstag, den 16. Oktober 2008

Rebecca (Susanne Wolff) streicht sich über ihren dicken Bauch. Bald kommt ihr Baby. Ihr Mann Julian (Johann von Bülow) baut schon jetzt eine Höhle für das Kind.
Dann ist es da, aber nichts ist so, wie es laufen sollte. Julian hat wenig Zeit für Mutter und Kind. Er muss arbeiten, das Geld ranschaffen. Und sie, sie sieht das Kind an, hört, wie es schreit und – nichts. Sie fühlt nichts. Gar nichts. Lukas nervt sie. Wenn er schreit, kann sie es nicht ertragen. Völlige Kühle. Als sie eines Tages den Kleinen badet, kommt sie ins Grübeln. Tut sie es oder tut sie es nicht?
“Das Fremde in mir” macht es seinen Zuschauern streckenweise alles andere als einfach. Es tut regelrecht weh, zu sehen, wie die junge Frau nichts mit ihrem Baby anfangen kann. Die Eiseskälte in ihrem Herz. Die Hilflosigkeit. Und die Sprachlosigkeit ihres Mannes. Hauptdarstellerin Susanne Wolff spielt die junge Mutter in einer erschreckend, bedrückend realen Art und Weise. Ihr leeres Gesicht sorgt für ein Magengrummeln, für schlimme Vorahnungen.
Dennoch versucht Regisseurin Emily Atef, Wege aus der Krise zu zeigen. So ist es zwar weiterhin schwer zu verstehen, was die Gefühle der Frau auslöscht, spannende Denkansätze werden aber geliefert.

8/10

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RTelenovela

Burger King bringt Pizza zu Subway

Donnerstag, den 16. Oktober 2008
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Was ist denn da los? Mögen die Subway-Verkäufer etwa keine Sandwiches? Neulich beobachteten wir in der Oranienburger Filiale jedenfalls eine seltsame Begebenheit.
In den Subway-Laden kam eine Frau mit einer Jacke von Burger King. In der Hand hielt sie eine verpackte Tiefkühlpizza. Die überreichte sie der Subway-Frau hinter der Theke. Die könne sie sich warm machen.
Eine interessante Vermischung der Imbissketten.
Da fällt mir ein: Wann kommt eigentlich Burger King nach Oranienburg? Und KFC? Wird mal Zeit! In der Schulstraße ist jedenfalls noch ein Laden frei…

Hits: 78

RT im Kino

Neulich in Belgien

Donnerstag, den 16. Oktober 2008

Ein herrliches Kleinod aus Belgien schafft den Weg in die deutschen Kinos.
Neulich in Belgien: Matty (Barbara Sarafian) passiert ein Missgeschick. Mit ihrem Auto knallt sie beim Rückwärtsfahren auf den Lkw von Johnny (Jurgen Delnaet). Das ist nur einer der Tiefpunkte in Mattys Leben. Ihre Ehe geht gerade in die Brüche, weil ihr Mann mit einer 22-jährigen Studentin liiert ist, und mit ihren Kindern gibt es auch Stress. Und dann noch dieser Johnny, dieser aufdringliche Kerl lässt sich einfach nicht mehr abschütteln. Johnny will mehr, hat sich ganz offentlichtlich verliebt. Doch Matty möchte nicht – und überhaupt, der Typ ist 29 und sie selbst 43…
“Neulich in Belgien” feierte schon Erfolge auf mehreren Filmfestivals. Ein Film, der mit seinem mitunter schrägen Humor und komischen Typen fasziniert, mit einer Liebesgeschichte, die fein beobachtet ist und zudem einen kleinen Eindruck vom belgien Alltag zeigt.
Regisseur Christophe van Rompaey hat einen kleinen vergnüglichen Film geschaffen. Vielleicht 15 Minuten zu lang, aber ansonsten sehenswert.

7/10

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