Tagesarchiv für 9. Oktober 2008

aRTikel

Neue Optik für das „Crazy“

Donnerstag, den 9. Oktober 2008
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Freizeit: Die Diskothek in Friesack wird derzeit renoviert / Eröffnungsparty am 18. Oktober

MAZ Falkensee, 9.10.2008

Drei Wochen später als geplant feiert die Friesacker Disko bald Wiedereröffnung. Bis dahin werden die Räume an der Hamburger Straße renoviert.

FRIESACK
Derzeit wummern im „Crazy“ keine Bässe, ist keine Musik zu hören. Stattdessen wird in der Friesacker Diskothek geklebt, gehämmert, geräumt und gesäubert: Es ist Renovierungszeit. „In der Branche muss man sich ab und zu erneuern“, sagt Matthias Kroll (31), Geschäftsführer der Go-Event-Limited. „Die Jugend strebt ja immer nach etwas Neuem.“
Etwa alle zwei Jahre werde das „Crazy“ ein wenig umgestaltet. „Wir wollen die Optik der einzelnen Räume ein wenig verändern.“ Einer werde mexikanisch aussehen, ein anderer im Retrostyle. Ursprünglich sollte in Friesack schon Ende September die Wiedereröffnung gefeiert werden. „Aber den Termin konnten wir leider nicht halten“, so Matthias Kroll. Der neue Termin ist Sonnabend, 18. Oktober. Bis dahin soll alles fertig werden, dann können wieder mehrere 100 Jugendliche bis morgens um 6 Uhr feiern. „Für die ländliche Gegend hier können wir auf eine recht erfolgreiche Geschichte zurückblicken“, sagt Matthias Kroll. Die Disko wird im Dezember zwölf Jahre jung. „Und die Konkurrenz ist ja nicht weniger geworden.“ Man müsse sich eben etwas einfallen lassen, meint der Geschäftsführer, sonst gehe das alles nicht mehr. „Wir versuchen, die Leute aktiv zu beschäftigen.“ Tänzer, Karaoke, Showprogramme. Der Gast als Teil des Programms. Auch mit Preisaktionen ziehe die Disko Publikum an. „Flatratepartys haben wir aber nie angeboten“, sagt Matthias Kroll. Verbilligte Preise für Alkohol aber schon. Aber stark Angetrunkene kämen vorn an den Ordnern nicht vorbei.
Im Zwei-Jahresrhythmus finde ein Generationwechsel statt, so der Diskobetreiber. Und auch die Mentalität ändere sich: „Zwischendurch, so vor vier Jahren war es schwierig, die Leute zum Feiern zu bekommen“, sagt Matthias Kroll. „Aber das hat sich gebessert, die Leute sind wieder ungezwungener.“
Am 18. Oktober um 22 Uhr öffnet das „Crazy“ wieder. Geplant ist ein Showhighlight. Was das ist, verrät Kroll jedoch noch nicht.

www www.crazy-friesack.de

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Aus für Nauener Disko
Die „Musicarena“ in Nauen schloss im Sommer ihre Türen. Endgültig. „Da kommt auch nichts mehr“, sagt Jörg Hardorf, Geschäftsführer der Betreiberfirma „Da geht die Post ab“. Drei Jahre habe alles reibungslos funktioniert. Doch mit dem Besitzerwechsel beim „Nauener Karree“ kam auch das Aus für die Disko. Der Mietvertrag wurde nicht verlängert. „Alle waren traurig“, so Jörg Hardorf. Die „Musicarena“ habe sich in drei Jahren zu einer festen Institution entwickelt, doch dann sei Schluss gewesen.
Als Alternative bietet sich voraussichtlich ab dem kommenden Jahr das Musikzelt im Gewerbegebiet in Zeestow. „Wir wollen das Zelt im Frühjahr aufbauen“, sagt Jörg Hardorf. Der Pachtvertrag sei unterschrieben, jetzt stehe nur noch die Baugenehmigung aus. Unklar ist, ob das Zelt ganzjährig, also auch im Winter betrieben werden kann.
Die Diskothek „Crazy“ in Friesack wird von der Firma Go-Event-Limited betrieben. Der vormalige „Crazy“-Chef Michael Post gab das Geschäft vor einiger Zeit an Matthias Kroll ab. Post wolle sich mehr um seine Familie kümmern, sagte er.
Go-Event-Limited betreibt auch die Diskothek „Nightstar“ in Walsleben (Ostprignitz-Ruppin).

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aRTikel

Mobil mit 17

Donnerstag, den 9. Oktober 2008
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Vor dem 18. Geburtstag muss ein Erwachsener im Auto dabei sein, zum Beispiel Mama

MAZ Gransee, 9.10.2008

ORANIENBURG
Auch wenn sie noch nicht 18 ist – Paula Scholze geht schon jetzt in die Fahrschule. Die 17-jährige Oranienburgerin profitiert von dem neuen Gesetz, wonach bereits mit 17 Jahren die Fahrprüfung absolviert werden und schon gefahren werden kann. Bis zum 18. Geburtstag muss jedoch noch ein Erwachsener auf dem Beifahrersitz anwesend sein.
„Das ist eigentlich ganz cool“, sagt Paula Scholze. „Ich bin mit der Fahrschule schon elfmal gefahren, und es läuft auch ganz gut.“ Sogar auf die Autobahn durfte sie bereits fahren. „Mir fehlen aber noch einige Pflichtstunden.“ Nach der hoffentlich bestandenen praktischen Prüfung in einigen Wochen wird ihre Mutter mit im Auto sitzen. Anika Scholze sieht dem auch gelassen entgegen: „So lange ich daneben sitze, ist das okay. Mit 18 kann sie dann alleine fahren, dann weiß ich auch, wie sie fährt, ob sie das auch ordentlich macht. Auf jeden Fall hat sie dann schon etwas Fahrpraxis.“ Ihre Tochter sei ja außerdem ganz vernünftig, fügt die Mutter hinzu. Und Paula meint: „Ich hoffe mal, das wird nicht allzu schlimm mit ihr, aber viel ausrichten kann sie ja auch nicht. Das wird schon lustig.“
Der Oranienburger Fahrlehrer Helmut Nickel sieht die neue Regelung mit gemischten Gefühlen: „An sich ist es noch ein bisschen früh, aber man muss das differenziert sehen.“ Es gäbe vernünftige, aber auch unbelehrbare Schüler. „Wenn sie bei uns mit dem Fahrschulauto unterwegs sind, sind sie natürlich erst mal anständig“, so Nickel.
Etwa 20 Prozent von seinen Schützlingen sind noch keine 18 Jahre alt. „Allerdings stellt sich oft heraus, dass sie dann doch so lange brauchen, dass sie inzwischen 18 Jahre alt werden, wenn sie die Prüfung bestanden haben.“ Zur neuen Regelung sagt Helmut Nickel: „Auch wenn es natürlich gut für unser Geschäft ist, hätte ich das alles anders entschieden.“

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RT im Kino

House Bunny

Donnerstag, den 9. Oktober 2008

Shelley (Anna Faris) hatte ein schönes Leben. Sie war ein Playboy-Bunny. Ihr Leben drehte sich darum, ob sie “Miss November” wird oder nicht. Sie lebte in Hugh Hefners Playboy-Mansion. Doch eines Tages ist Schluss damit. Sie wird vor die Tür gesetzt. Die Obdachlose muss sich etwas einfallen lassen und landet schließlich in der Studenten-Schwesternschaft “Zeta”. Die steht vor dem Aus, weil sie etwas seltsamen sieben Mädels keine weiteren Mitbewohnerinnen finden. Shelly weiß jedoch, was zu tun ist.
Star-Komiker Adam Sandler ist einer der Produzenten, Bruce Willis schickt seine Tochter, Tom Hanks seinen Sohn. Was kann da noch schiefgehen?
Theoretisch einiges, der Humor in “House Bunny” ist wahrscheinlich nicht immer jedermanns Sache. Tatsächlich ist das Humorniveau phasenweise auf einem äußerst tiefen Level. Andererseits kommen richtige gute Gags zum Einsatz, und die Geschichte über Außenseiter, Mitläufer und Weltverbesserer macht mehr und mehr Spaß, hat viel Drive und wird vor allem nie langweilig.
Insofern hat Regisseur Fred Wolf wenig falsch gemacht. Unterhaltungskino ohne Anspruch, aber wer verlangt den schon von dieser Komödie?

7/10

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RT im Kino

U-900

Donnerstag, den 9. Oktober 2008

Essen, 1944. Atze Schröder ist… Moment mal. Atze Schröder? 1944? Was soll das denn? Soll das an sich schon mal lustig sein? Eine heutige Kunstfigur, die durch das zerstörte Essen von 1944 düst?
Nein, Atze Schröder und 1944 – das ist schon mal eine sehr kranke Kombination. Schade eigentlich für den Schauspieler, der hinter Atze steckt, dass er nur den ewigen Atze spielen kann, selbst in solchen Filmen.
Essen also, im Jahr 1944: Atze Schröder (gespielt von, na ja, wer wohl) ist Schwarzmarkthändler. In seinem Haus hat er den Juden Samuel (Oliver K. Wnuk), seinen Kumpel, versteckt. Doch wegen eines etwas missglückten Sexabenteuers wird Atze nun verfolgt. Er und Samuel flüchten. Damit sie einen Wagen haben, nötigen sie Ex-Schauspielerin Maria (Yvonne Catterfeld) mitzukommen. Die Reise endet in einem Hafen, an einem U-Boot. Atze und Co. geben sich als die Schiffsführung aus – die Reise nach New York kann beginnen. Natürlich wird es eine mit Hindernissen – kein Wunder, wenn Atze an Bord ist.
Ha ha, lustig! Hier jagt ein Schenkelklopfer den nächsten. Nur: Sie sind fast allesamt nicht witzig. Mal abgesehen von der bescheuerten Atze-Grundsituation, kommt dieser Film mit flauen Scherzen daher, die den Zuschauer fast in eine Schockstarre versetzt. An vielen Stellen stimmt das Timing nicht, Plumpheiten reihen sich aneinander. Sven Unterwaldt, der mit den “7 Zwergen” durchaus gute Komödien hingelegt hat, hat mit “U-900” einen Film vorgelegt, bei dem die Gags einfach nicht zünden wollen. Vielleicht ist auch schlicht die Zeit von Atze Schröder vorbei – was ja auch die Quoten seiner Serie zeigen.

3/10

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