Monatsarchiv für Oktober 2008

RTZapper

Luther

Freitag, den 31. Oktober 2008
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FR 31.10.2008 | 20.15 Uhr | hr-fernsehen

Derartige Verfilmungen gelten oftmals als relativ langweilig. Doch meine Ängste in dieser Hinsicht waren bei “Luther” absolut unbegründet. Die Geschichte von Martin Luther und seinem Versuch, die Kirche zu reformieren ist sehr interessant, spannend, zuweilen mitreißend dargestellt.
Dabei ist allerdings anzumerken, dass Martin Luther eher dicker und, nun ja, hässlicher war, als er nun von Joseph Fiennes dargestellt wird. Aber darüber würde er sich sicherlich nicht beschweren. Auch dass einige geschichtliche Fakten weggelassen wurden – sei’s drum. Fakt ist, der Film schafft es, auch weniger geschichtsinteressierten Menschen auf packende Art und Weise zu zeigen, was damals passiert ist. Viele Szenen sind an Originalschauplätzen entstanden.
Die Schauspieler können allesamt überzeugen – bis auf einen: Uwe Ochsenknecht als Papst Leo ist eine glatte Fehlbesetzung – ein Grinsen kann man sich bei seinen Auftritten nicht verkneifen. Aber vielleicht war das so gewollt?
“Luther” ist auf jeden Fall ist gelungener Beitrag zum Reformationstag und läuft im MDR, hr und BR.

RTelenovela

Schwuttke: Weiter geht’s und dann von vorn

Freitag, den 31. Oktober 2008
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Die Planung steht: Der Rohbau für die nächsten 13 Schwuttke-Folgen ist fertig. Jetzt ist klar, was in den Kapiteln 222 bis 234 passieren wird – also die Ereignisse in der 18. Staffel meiner Oranienburger Familiensoap.
So viel sei verraten: Wir befinden uns im Herbst 2001, er bringt atemberaubende Wendungen, viel Liebe und den Besuch einer Weltmetropole.
Wenn die dann fertig sind, beginnt alles von vorn. Irgendwann soll “Schwuttke” ja mal veröffentlicht werden, doch dazu müssen die ersten Kapiel komplett neu geschrieben werden.
Bei Tessy habe ich gerade Staffel 3 (Folgen 27-39) gelesen. Der Stil ist noch nicht so toll, einige handlungsstränge sind überflüssig oder müssen umformiert werden. Klamaukige Stellen müssen weichen und zu gutem Humor umgearbeitet werden. Musik wird auch hier und da eingebaut.
Insbesondere in Staffel 1 und 2, wo ich ja bisher beim Lesen immer ganze kapitel wegließ, werden teilweise neue Handlungsstränge eingebaut.
So wird ein komplett neuer Einstieg entstehen. So könnte der frei gemacht werden für eine Veröffentlichung. Wo auch immer. Hauptsache, Oranienburg bekommt endlich eine eigene Soap, die mehr zu lesen oder zu hören bekommen als bisher.

Das Register der Schwuttke-Folgen: hier.

RTZapper

Goodbye Tempelhof

Freitag, den 31. Oktober 2008
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DO 30.10.2008 | 23.45 Uhr | rbb

Fast hätte man meinen können, dass rbb-Reporter Ulli Zelle weinend auf dem Flugfeld des gerade geschlossenen Flughafens Berlin-Tempelhof zusammenbricht.
Mitternacht im rbb. Der Countdown ist abgelaufen, zu sehen ist die völlige Dunkelheit. Die Lichter auf dem geschichtsträchtigen Flughafen wurden abgeschaltet.
Den Start der allerletzten Flugzeuge kurz vor mitternacht haben die rbb-Kameras fast verpasst. Oder besser: Eines der beiden Flugzeuge, die parallel starteten, ist der Regie durchgeflutscht. Erst als am dunklen Himmel plötzlich zwei blinkende Flieger zu sehen waren, ist das auch dem rbb-Reporter aufgefallen.
Das gemeine Volk durfte an der Zeremonie erst gar nicht teilnehmen, nur geladene Gäste durften dem Flughafen-Ende mit mehr schlechter als rechter Operngesangseinlage folgen: “Time To Say Goodbye” als Ende einer Ära, das umstritten war und ist.

aRTikel

Sven bringt den Rap zum Leben

Donnerstag, den 30. Oktober 2008
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Szene: 21-Jähriger aus Brieselang produziert Alben für Musiker aus dem Havelland

MAZ Falkensee, 30.10.2008

Mit einem neuen PC und Techno fing alles an. Inzwischen produziert Sven Pichowsky aus Brieselang vor allem Hip Hop.

BRIESELANG
Mit 15 bekam Sven Pichowsky einen Computer geschenkt und begann Musik zu machen. „Ich war fasziniert vom Techno“, sagt der heute 21-jährige Brieselanger. Er wollte wissen, wie die Musik entsteht, fabrizierte auch erste eigene Titel. Unter dem Namen Firebass stellte er mehrere Alben fertig und verteilte sie unter die Leute. Inzwischen ist viel passiert: Vom Techno hat er sich nicht ganz verabschiedet, jetzt aber organisiert er ein Hip-Hop-Event in Falkensee.
Ein Freund kam eines Tages zu ihm und fragte, ob die beiden nicht was „rapmäßiges“ machen könnten. „Das war eigentlich nicht mein Fall“, sagt Sven. Dennoch begann er, sich mit der Musik zu beschäftigen – und fand Gefallen daran. Inzwischen sitzt er abends stundenlang am Computer und macht Musik.
Folgt man dem, was der blonde, junge Mann erzählt, kommt einem schnell Dieter Bohlen in den Sinn: weniger der Sänger und Mensch, mehr der umtriebige Musikproduzent. Denn Sven Pichowsky macht in gewisser Hinsicht das Gleiche: Musiker aus dem Havelland kommen zu ihm, nehmen Songs auf, und Sven bearbeitet sie, mischt sie, stellt sie fertig. Wenn Freunde ihn aufsuchen und sagen, sie haben Texte, dann ist er derjenige, der die Zeilen mit musikalischem Leben erfüllt.
Zeit für andere Hobbys scheint es kaum zu geben, das Produzieren ist ein Vollzeitjob, zumindest fast. Den Rest füllt seine Lehre zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen in Potsdam. Derzeit muss er mehrmals in der Woche in den Außendienst nach Oranienburg. Bis zum Sommer 2009 dauert die Ausbildung. Ein Musikstudium wäre auch klasse gewesen, sagt er, aber das kostet Geld. Den Traum, mal ein richtiger Plattenproduzent zu werden, den hat er aber nicht fallengelassen. „Schön wäre es irgendwann“, meint Sven. Aber jetzt zählt erst mal die finanzielle Sicherheit.
Es gibt einen festen Kreis von Musikern, für die er arbeitet. Meist aus dem Hip-Hop-Bereich, aber auch moderne Tanzmusik, Pop, Ambient und Trance, gehören zu seinem Repertoire. Mit Lius aus Paretz arbeitet er am Album „Tagebuch“, das wohl noch im Dezember fertig wird. „Das wollen wir auch verkaufen“, sagt Sven. Mit einer namhaften Metalband nimmt er Anfang des nächsten Jahres ein Album auf. Näheres will er noch nicht verraten.
Der Rap im Havelland lebt also, und Sven trägt einen großen Anteil daran, dass das so ist. „Der Rap lebt“ ist auch der Titel der Veranstaltung in der Falkenseer „Capitol“-Disko am 8. November. Sie fand schon mehrmals statt, rund 450 Leute waren beim letzten Mal da. Sven, DJ NocDune, wie sich Sven auch nennt, wird dort auch auftreten, als Back-Up im Hintergrund bei Dazzle 5 und anderen.
Als Musikproduzent steht Sven Pichowsky meist im Hintergrund – auch wenn er bei der Entstehung der Musik alles andere als unwichtig ist.

www.myspace.com/nocdune

RT im Kino

Mirrors

Donnerstag, den 30. Oktober 2008

Es gibt Filme, die wirken nach. “Mirrors” könnte ein Kandidat dafür sein.
Ben Carson (Kiefer Sutherland) braucht Geld. Seine Ex-Frau (Paula Patton) fordert für sich und die Kinder Unterhalt. Ben nimmt einen Job in einem verlassenen New Yorker Kaufhaus an, das vor einiger Zeit offenbar einem Brand zum Opfer gefallen ist. Als Nachtwächter streift er nun durchaus Haus. Doch schon bald passieren merkwürdige Dinge. Spiegelbilder, die sich verselbstständigen. Keine lustige Sache, ganz im Gegenteil. In den gewaltigen Zierspiegeln reflektieren düstere Bilder der Vergangenheit. Schreiende Menschen mit grauenvollen Verbrennungen. Damit nicht genug: Die teuflische Macht will in Bens Leben eingreifen – und in das seiner Familie.
“Mirrors” ist ein echter Schocker. Denn er spielt mit dem alltäglichen Leben, denn schließlich blickt jeder täglich mehrmals in einen Spiegel. Was aber, wenn der Spiegel etwas anderes anzeigt, als das Abbild der Realität? Die Bilder dieses Films von Alexandre Aja könnten einem somit noch etwas länger in Erinnerung bleiben.
Bei “Mirrors” handelt es sich um die gelungene Adaption eines südkoreanischen Horrorfilms. Aja spielt zwar auch mit Schockmomenten, die man sich hätte locker sparen können, mit überflüssigen Geräuschen und Effekten, arbeitet aber andererseits die Horrorkompente in seinen (vielen) Spiegeln hervorragend heraus.
Ein guter Schocker für das Halloweenfest.

8/10

ORA aktuell

Mehr Infos auf oranienburg.de

Donnerstag, den 30. Oktober 2008
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Ab November sind auf www.oranienburg.de Informationen rund um die Sitzungen der Stadtverordneten abrufbar. Mitglieder, Themen der Fachausschüsse, Sitzungstermine, Vorlagen und Beschlüsse sind dann online einsehbar. Eine Anmeldung ist nicht nötig, die Nutzer müssen nur “Stadt/Politik” und dann “Stadtverordnetenversammlung” anklicken.

RT im Kino

Let’s Make Money

Donnerstag, den 30. Oktober 2008
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Erwin Wagenhofers Film über das weltweite Finanzsystem und seine Auswirkungen hat in diesen Tagen eine ungeahnte Aktualität gewonnen. Die Finanzkrise macht diese Dokumentation fast zum tageskatuellen Hintergrundstück.
“Let’s Make Money” nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch die ganze Welt.
Wenn wir unser Geld auf die Bank bringen, was passiert eigentlich damit? In welche Prozesse greifen wir damt ein? “Lassen Sie ihr Geld arbeiten” ist ein gern genutzter Spruch der Banken. Wagenhofer zeigt, dass weniger die banken, sondern ganz reale Menschen ran müssen.
Wir sehen spanische Arbeiter, die locken, geben wir uns einer Illusion hin: Geld arbeitet nicht. Menschen arbeiten. Spanische Bauarbeiter, die Hotelklötze an die Meeresküsten knallen, die niemals bewohnt werden und zu Immobilienruinen werden – aber dennoch den Banken Geld bringen. Afrikanische Bauern und indische Tagelöhner bleiben mit ihrer Arbeit arm und machen die Banken reich. Die bringen die Kohle in Steuerparadise, wo sie der Allgemeinheit keine Zinsen und damit keine Einkünfte bringen.
Der Film zeigt nur kleine Einblicke in das weltweite Finanzsystem. Nicht immer besteht ein direkter Zusammenhang, aber doch bringt er dem Zuschauer unter Umständen die Erkenntnis, dass irgendetwas falsch läuft in der Wirtschaft. Dass es überhaupt gar kein Wunder ist, dass das alles mal den Bach runtergehen muss.
Zwar ist “Let’s Make Money” stellenweise ein wenig langatmig, aber im ganzen doch erhellend und ein Stück weit schockierend.

7/10