Monatsarchiv für September 2008

RTelenovela

Einen Satz gewonnen, aber…

Dienstag, den 30. September 2008
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Jubel beim Badminton! Ich habe einen Satz gegen Marcel gewonnen – 22:20. Nach der harten Niederlage vom vergangenen Donnerstag heute also die Wende.
Nun ja, das große Aber kann ich natürlich nicht verschweigen. Denn mein linkshändiger Gegner spielte mit rechts und verschlug deshalb Bälle, der er sonst nun wirklich nie verschlägt. Und selbst mit rechts ist er noch so gut, dass er letztens gewann und auch heute die nächsten beiden Sätze für sich entschied.
Scheiß Kondition.

aRTikel

Sasse glücklich, Brenning fassungslos

Dienstag, den 30. September 2008
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Wahl: Entscheidung in Kremmen vertagt

MAZ Oranienburg, 30.9.2008

KREMMEN
Das Rennen um den Bürgermeisterposten in Kremmen geht weiter: Klaus-Jürgen Sasse (SPD) und Arthur Föster (UWG/LGU) treten am 12. Oktober bei der Stichwahl gegeneinander an. Sasse scheiterte mit 47,6 Prozent der abgegebenen Stimmen nur knapp an der 50-Prozent-Hürde. Trotz des ersten Erfolges sperrt er sich jedoch gegenüber Glückwünschen: „Aber es ist ein sehr schönes Ergebnis. Ich bin im Augenblick sehr glücklich“, sagte er gestern der MAZ. Gleichzeitig findet es Klaus-Jürgen Sasse jedoch schade, dass die Wähler wieder erst mobil gemacht werden müssten für die Stichwahl in knapp zwei Wochen.
Zufrieden ist auch Arthur Förster, der mit mit 26,2 Prozent den Sprung in die Stichwahl schaffte. „Ein hervorragendes Ergebnis. Ich hatte mit etwa 20 Prozent gerechnet.“ Er habe einen sanften Wahlkampf geführt, aber auch seinen Bekanntsgrad in der Region ausgenutzt. Heute wird in der Fraktion über das weitere Vorgehen bis zum 12. Oktober beraten.
Zufrieden ist auch Andreas Kretzschmar, der Kandidat des Bürgerbündnisses. „Dafür, dass wir als Gruppe erst im Mai angefangen haben, sind 15 Prozent ein guter Erfolg“, sagt er. Dennoch habe er sich mehr gewünscht.
Ziemlich fassungslos ist Joachim Brenning (CDU). Er wurde mit elf Prozent Vierter und Letzter. „Das ist mir unbegreiflich, ich kann es mir nicht wirklich erklären. Aber die Bürger werden wissen, wen sie wählen. Ich habe das zu respektieren.“

RTZapper

Das Leben der Anderen

Montag, den 29. September 2008
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MO 29.09.2008 | 21.00 Uhr | arte

Als die DDR unterging, war ich 11 Jahre alt. Nicht alt genug, um die Machenschaften der Stasi mitzubekommen. Wobei – im Nachhinein stimmt nicht mal das. Selbst als Kind wurde man mitunter schon mal ausgefragt. “Sag mal, wenn ihr Nachrichten seht – kommt dann am Anfang eine Uhr mit Ziffern oder eine mit Zeigern?” Meine Kindergärtnerin wollte wissen, ob wir abends die Tagesschau oder die Aktuelle Kamera sehen. Was ich geantwortet habe, weiß ich nicht mehr. Oder ob ich denn immer die Sesamstraße sehe? Ich habe damals verneint, obwohl ich sie fast täglich gesehen habe.
Doch, auch als Kind war man schon mit der Stasi im Kontakt. (Auch wenn ich jetzt natürlich nicht weiß, ob die Kindergärtnerin bei der Stasi war)
Noch immer werden Leute als Stasi-Mitglieder enttarnt. Erst vor kurzem wurde ein Zossener Sportjournalist entlassen, weil sich herausstellte, dass er Stasihauptmann war.
Aber wer kann denn schon beurteilen, wie denn die Geschichte damals ablief? Ja ja, ein Inoffizieller Mitarbeiter, IM, wurde man freiwillig. Aber die Freiwilligkeit sah in der DDR mitunter ganz anders aus. Das zeigt “Das Leben der Anderen” sehr eindrucksvoll.
Es gibt nicht DEN Stasi-Spitzel. Es gibt den, der jeden verpfiff. Ganz freiwillig. Es gibt den, der dazhu gezwungen wurde. weil sonst die Familie Probleme hätte bekommen können. Und es gab diejenigen, die – warum auch immer – das ganz System umgingen. Wie dieser Gerd Wiesler, toll gespielt vom inzwischen verstorbenen Ulrich Mühe. Wiesler ist einer der Härteren bei der Stasi. Doch Theaterregisseur Georg Dreyman nimmt er gewissermaßen in Schutz, deckt ihn. Eine mutige Tat. Irgendwie.
“Das Leben der Anderen” ist nicht nur ein sehr interessanter und spannender Film, sondern auch ein sehr wichtiger. Er könnte vielleicht dazu beitragen, die gesamte Stasi-Diskussion ein wenig genauer und differenzierter zu führen.

RTelenovela

Auf den letzten Drücker und so aktuell wie möglich

Montag, den 29. September 2008
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Die Abende der Kommunalwahlen gehören mit zu den aufregendsten bei uns im Büro. So voll ist es bei uns an einem Sonntagabend um 22 Uhr eigentlich nur zu solchen Anlässen. Jeder Platz ist besetzt, jeder Computer läuft, jeder arbeitet konzentriert.
Bis 22 Uhr ist es noch relativ ruhig, denn die Ergebnisse kommen erst nach und nach rein. Zeit, sich im Internet die aktuellen Ergebnisse anzusehen.
Dann, nach Zehn geht es rund: Es geht darum, die aktuellsten Daten aus jedem Ort zusammenzutragen, die uns betreffen. Das heißt: Der Artikel muss fertig sein, wenn die Deadline erreicht ist. Heißt aber auch: Man hat gute 30 Minuten. Die heiße Phase war also nach 22.30 Uhr, dann lief die Sanduhr.
Immer mit dem Blick auf das aktuelle Ergenbis wurde also geschrieben, verglichen, Listen studiert. Und wieder verglichen und aktualisiert. Kremmen beispielsweise ließ sich Zeit, während Oberkrämer gegen 22 Uhr das Endergebnis bekannt gab, auch Oranienburg ist relativ früh dran.
Der Text über das Kremmener Zwischenergebnis war gerade fertig, die gesamte Seite fast schon im Druck – als neue Ergebnisse weiterer Stimmbezirke aus Kremmen reinkamen. Und auch noch elementare, denn die Parteienverhältnisse änderten sich, plötzlich lag eine andere Partei auf Platz 1. Der Ehrgeiz will es so: Auch dieses Ergebnis musste noch rein. In letzter Sekunde. Also Seite noch mal öffnen, den Text für Kremmen und alle Ergebnisse neu überprüfen und aktualisieren. Und – zack, fertig. Seite zu, Seite weg und quasi fast schon im Druck.
Arbeiten unter Hochdruck und mit zeitlicher Begrenzung. Man weiß, an diesem Punkt ist Schluss, mehr und länger geht nicht. Aber das ist der Reiz, das macht den Kick an diesem Abend aus. Und der Kick ist, um 23.10 Uhr noch das Aktuellste nachgeliefert zu haben. Das ist Stress, macht aber auch großen Spaß. Um Mitternacht war dieser Arbeitstag zu Ende.

ORA aktuell

Stadtparlament: Die Linken sind stärkste Kraft

Montag, den 29. September 2008
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Die Linken stellen erneut im Oranienburger Stadtparlament die stärkste Fraktion. Das geht aus dem vorläufigen Endergebnis der Kommunalwahl hervor.
Die Linke – 29,9 % – 11 Sitze
SPD – 29,2 % – 10
CDU – 15,3 % – 6
FWO – 7,7 % – 3
Bündnis 90/Grüne – 6,3 % – 2
FDP – 5,7 % – 2
NPD – 5,4 % – 2
Einzelbewerber Denk – 0,5 % – 0
Die Wahlbeteiligung lag bei 44,1 %.

Für den Kreistag von Oberhavel in Oranienburg liegt ein vorläufiges Zwischenergebnis vor.
SPD – 27,5 % – 15 Sitze
Die Linke – 23,1 % – 13
CDU – 19,9 % – 11
Bündnis 90/Grüne – 6,3 % – 4
FDP – 6,2 % – 4
NPD – 4,3 % – 2
FWO – 3,4 % – 2
BVB/50Plus – 3,4 % – 2
LGU – 1,7 % – 1
BB – 1,5 % – 1
Einzelbewerber Jilg – 1,1 % – 1
Einzelbewerber Klos – 0,4 % – 0
Einzelbewerber Aymanns – 0,4 % – 0
Einzelbewerber Schönrock – 0,3 % – 0
Einzelbewerber Ahle – 0,2 % – 0
Einzelbewerber Lüttke – 0,2 – 0
Die Wahlbeteiligung lag bei 48,2 %.

Alle Ergebnisse auf der Wahlseite des Kreises Oberhavel.

RTelenovela

Heute haben wir die Wahl

Sonntag, den 28. September 2008
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Die CDU will DSL für alle. Wunderbar! Die SPD freut sich mit uns auf die Landesgartenschau. Na und? Die Partei BVB/50 plus hat irgendwie mit 50 plus zu tun, hat aber eine junge Frau mit Baby auf dem Plakat. Okay, Rentner machen sich ja auch nicht so gut. Und die Rechtsextremen? Die kündigen an, hierzubleiben und anzupacken. Was ich als eine handfeste Drohung auffasse.
Wahlplakate haben meist eine Null-Botschaft. Eigentlich wollen sie uns nur sagen: Geht wählen!!
Heute von 8 bis 18 Uhr haben wir nun die Wahl. Ich darf sechs Kreuze machen, drei für den Kreistag, drei für die Stadtverordnetenversammlung.
Und wer noch nicht sicher ist, wer überhaupt zur Wahl steht, der kann ja nochmal hier nachsehen.

RTZapper

Verstehen Sie Spaß? / Mensch gegen Tier

Sonntag, den 28. September 2008
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SA 27.09.2008 | 20.15 Uhr | Das Erste / RTL

Ein Sonnabendabend in Deutschland. Alle, die heute etwas vorhatten – die können sich freuen. Sie haben nichts verpasst im Heimkino. Stattdessen nur eine Oktoberfest-Schunkelschow (aufgezeichnet, nein, nicht in München auf der Wiesn, sondern in Rust) in Sat.1, eine verschnarchte Tiershow (RTL) und eine öde Frank-Elstern-findet-sich-lustig-Sause (ARD).
Im Ersten zeigt sich Frank Elstner wieder mal mit betulichen Versteckte-Kamera-Späßen. RTL versucht sich an einem Wettbewerb “Mensch gegen Tier”.
Ein Protokoll des Grauens.
20.39 Uhr, RTL: Wer springt höher? Ein Leopard oder ein Mensch? Was für ein Unsinn, wenn sich das Tier hochziehen kann. Schon mal extrem spannend.
20.48 Uhr, RTL. Die Gäste auf der Couch von Marco Schreyl sprechen grad über die aktuellen Kinofilme. Die Sendung, in der die zu Gast sind, scheint sie nicht zu interessieren. Zu recht.
21.06 Uhr, RTL. Diesmal treten ein Pinguin und ein Mensch gegeneinander an – im Schnelltauchen. Wahnsinn. Und wieder total unlogisch, da der Pinguin ja nicht weiß, dass er in einem Wettbewerb antritt, also vielleicht gar nicht volle Power gibt. Wenn die das doch nur alles nicht so schrecklich ernst nehmen würden…
21.08 Uhr, Das Erste: Frank Elstner findet seine Show wahrscheinlich sogar lustig. Was ihn nicht sympathischer macht, sondern nur für einen seltsamen Humor steht. Wenn er klatscht, patscht er so seltsam in die Hand, sein Ring klappert laut ins Mikro.
21.15 Uhr, Das Erste: Ein Film über eine Hochzeit, bei der der Bräutigam nein sagt. Ich muss schmunzeln. Wird es doch noch lustig?
21.20 Uhr, Das Erste: Artistik, uijuijui. Verstaubtes Fernsehen aus den 80ern. Da waren solche Nummern aber auch schon die Zeitpunkte, um mal aufs Klo gehen zu können.
21.25 Uhr, RTL: Tim Lobinger will mit einem Delfin um die Wette springen. Die freuen sich schon, gucken vom Becken aus RTL. Oh Gott, wie peinlich! Lobinger patzt.
21.27 Uhr, Das Erste: Jetzt auch noch Bodo Bach. Der Typ, der öde Telefonscherze macht, macht nun noch ödere Scherze fürs Erste. Frisst andern Leuten die Bratwurst weg oder säuft ihnen das Bier aus. Wie lustig. Gut, dass er mich nicht getroffen hat.
21.38 Uhr, Das Erste: Und es kommt noch schlimmer: Witzeerzähler!! Wann merken die mal, dass Witze erzählen im Fernsehen nicht lustig ist, vor allem, wenn dröge Deppen sie erzählen. Aber die BamS gibt ja das Geld dafür. Auch so eine seltsame Medienpartnerschaft…
21.39 Uhr, RTL. Bei RTL sitzen gerade zwei Affen auf der Couch: Mario Barth und Bill, der Schimpanse. Die unfassbar spannende Frage: Wer klettert einen Baum schneller hoch? Ein Mensch (also nicht Barth) oder der Schimpanse? Letzterer versauts fast, weil er zwischendurch mal pausiert. Was mal wieder zeigt, dass dieser Wettbewerb totaler Nonsens ist. Hätte der Mensch gewonnen, wenn Bill nicht weitergeklettert wäre? Was für ein öder Stuss! Und überhaupt – hat RTL eigentlich nur eine Kulisse, ein Studio? Müssen ihre Events immer gleich aussehen?
21.46 Uhr, Das Erste: Ein Streich mit einer Puppe wird von der Zielgruppe knallhart entlarvt. ein Rentnerehepaar lässt sich nicht verarschen. Das sieht man auch gleich mal, wer eigentlich Elstners Show guckt.
21.51 Uhr, Das Erste: Der nächste Streich. Ein Mann verschwindet komplett in einer Pfütze. Lustig? Eher grenzwertig! Die Panik des Mannes, der das gesehen hat, ist nicht witzig. Wenn jemand ertrinkt, ist das nun wirklich nicht lustig. Irgendwie geschmacklos. Vor 15 oder 20 Jahren fand ich “Verstehen Sie Spaß?” übrigens mal gut. Aber das war noch mit Paola und Kurt Felix, später mit Harald Schmidt.
21.58 Uhr, Das Erste. Paul Potts kommt. Vorher läuft nochmal der Ausschnitt aus der GB-Version vom “Supertalent” und man vermisst fast den Telekom-Fünfklang danach. Frank Elstner rastet förmlich aus, als er Potts ansagt. Herrgott, das ist ein Castingheini, Frank tut ja so, als käme der Papst! Potts hat neue Zähne, mehr Gewicht und singt mal wieder sein “Nessun dorma”. Toll. Ich nicke gleich weg.
22.10 Uhr, ProSieben: Der “Sexreport” hat begonnen. Ich habe keine Lust mehr auf die Shows von ARD und RTL. Ich schalte um. Und stelle bald fest: Es wird nicht besser.
Wie deprimierend.