Tagesarchiv für 25. August 2008

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ZDF Olympia live: Schlussfeier

Montag, den 25. August 2008
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SO 24.08.2008 | 13.05 Uhr | ZDF

Außerordentliche Spiele sind vorbeigegangen. Olympia in Peking ist Geschichte und IOC-Chef Rogge verkniff sich die Worte, dass das die besten Olympischen Spiele gewesen seien.
Es waren auch nicht die besten, es waren wahrscheinlich die außergewöhnlichsten Spiele. Dass bei der Schlussfeier chinesische Soldaten die Fahne mit den fünf Ringen zusammenfalten und dabei zackige militärische Bewegungen machten, daran kann man sich nun wirklich nur schlecht gewöhnen. Olympia und Armee, das passt irgendwie nicht zusammen. Aber es passt zu diesen Spielen, die so politisch wie noch nie waren. Und was die Weltrekorde angeht ebenfalls. Der 100-Meter-Läufer, die locker zu seinem Rekord zu joggen schien. Schwimmer Phelps, der mit seinen acht Goldenen fast schon Langeweile auslöste. Das Wort “Doping” hatten wir immer im Hinterkopf.
Mit der heutigen Schlussfeier ist alles vorbei. ARD, ZDF und Eurosport haben uns viel Sport geboten, ich selbst habe so viel Sport wie schon lange nicht mehr gesehen. Für den Olympiasieg von Britta Steffen habe ich mir die Nacht um die Ohren geschlagen. Noch noch einige mehr.
Leider bekleckerte sich das ZDF heute bei der Schlussfeier mit wenig Ruhm. Die Tonqualität war bescheiden, die Stadionbeschallung klang so, als ob die Mikrofone irgendwo außerhalb des Stadions standen. Die Musik kam nicht zur Geltung. Da hätte die Abmischung zwischen Originalton und Kommentarton besser sein können. Aber das war dann ja schon fast eine Randnotiz.
2012 geht es weiter: in London.

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RTelenovela

Aufm Darß (2)

Montag, den 25. August 2008
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(1) -> 23.8.2008

Plötzlich stand er vor mir, in der Hand ein Glas Cola, und fragte mich, ob er bei mir einen Antrag stellen dürfe. Einen Antrag worauf, fragte ich zurück. Der ältere Mann lächelte und meinte, ich säße auf seinem Stammplatz, und ob ich nicht auf den Platz links neben mir rücken könne.
Sonntagnachmittag an der Seebrücke in Zingst. Die Sonne scheint, der Wind weht, die Wellen der Ostsee sind hoch und rauschen bis zum Strand.
Der Mann erklärt weiter, er komme seit zwölf Jahren immer wieder hierher, an diesen Platz, direkt neben dem Münzprägeautomaten an der Zingster Seebrücke. Glücklicherweise ist neben mir ja frei, so dass ich weiterrücke.
Ich hatte gerade eine Familie beobachtet. Oma, Opa, Enkel, Enkelin. Die Kinder wollten unbedingt eine der Münzen haben, was die Großeltern aber so doof fanden, dass sie bestimmten, dass die Kinder das Ding selbst bezahlen müssten: 1 Euro plus 5 Cent für die Prägung.
Der Mann, der nun neben mir saß, gab wertvolle Tipps: Wie man denn das Ding bedient und so weiter. Fast hätte man ihm unterstellen können, dass er Provision bekommt, denn immer, wenn sich jemand dem Automaten näherte, ermutigte er die Leute, das Ding doch zu probieren.
Der Mann hatte seinen Spaß und ich gleich mit, denn seine kecke Art war sehr lustig mitanzuhören.
Dann stand seine Frau vor uns, die gerade am Strand spazieren war. Ich sei sein Aufpasser, sagte ihr der Mann. Ich rückte noch einen Platz weiter, damit sich seine Frau neben ihn setzen konnte.

Das Wetter am Wochenende zeigte sich wechselhaft. In Prerow tröpfelte es am Sonnabend immer wieder mal. Besonders am Abend wurde es eher ungemütlich, so dass wir uns ein Plätzchen beim Italiener suchten. Dabei ist es interessant zu sehen, wie verwöhnt man eigentlich ist, wenn man in der Berliner Umgebung wohnt. Oder vielleicht ist es ja woanders auch so: Vorher gibts Schnittchen, zur Hauptspeise wird eine Salatbeilage gereicht, zur Bezahlung gibts ein Schnäppschen aufs Haus. Beim Italiener in Prerow gibts Schnittchen nur, wenn man sie bezahlt, den Salat nur wenn man ihn bezahlt und den Schnaps am Ende nur wenn man ihn bezahlt. Das wird teuer. Diese Knauser!!

Der Sonntag in Zingst. Nach einem verregneten Vormittag am Hafen zeigte sich das Wetter am Nachmittag an der Ostseeseite des Ortes von seiner recht guten Seite. Auf der Seebrücke nahm ich ein Sonnenbad. Die hohen Wellen sogten bei allen Leuten für große Faszination.

Auf der Rückfahrt wagten wir ein Experiment. Statt über die B105 zur Autobahn nach Rostock zu fahren, fuhren wir über Barth zur A20. Über viele kleine nordvorpommersche Käffer, in den gut und gerne noch ein paar DDR-Filme gedreht werden könnten, ohne dass etwas umgebaut werden müsste, erreichte wir nach einer Stunde die Autobahn Richtung Uckermark. Hätten wir vielleicht schneller haben können, wenn wir die B105 Richtung Stralsund genutzt hätten, die wird die Stecke irgendwann vierspurig. Na ja, nächstes Mal. Wenn es eines geben sollte.
An Rürgen kommt der Darß jedenfalls nicht heran.

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