Tagesarchiv für 9. August 2008

RTZapper

Olympia live: Badminton

Samstag, den 9. August 2008
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FR 08.08.2008 | 2.55 Uhr (Sa.) | Das Erste

Nein, ich kann nicht gerade behaupten, dass ich als das große Badminton-Ass gelte. Meine Siege, oder zumindest Satzgewinne, lassen sich recht schnell abzählen. Abgucken kann ich mir also immer etwas.
Heute begann bei den Olympischen Spielen in Peking auch das Badmintonturnier. Eine Deutsche spielt gegen eine junge Dame aus Indonesien.
Zack. Zack. Zack. Und rüber.
Irgendwie geht das bei den Profis alles viel schneller als bei unseren morgendlichen Büroteamduellen. Da werden Bälle noch geschmettert, von denen ich erstens nur träume und zweitens von denen ich niemals, nie, nie, nie, einen kriegen würde. Mit voller Wucht bekommen die noch die unmöglichsten Bälle übers Netz.
Von denen kann man(n) noch einiges lernen. Aber wahrscheinlich würde ich nach zwei Minuten nur noch luftringend und halluzinierend am Boden liegen.
Also werde ich jetzt mal weiter ganz genau hinsehen – und dann, wer immer bald gegen mich spielen wird: Der oder die muss sich verdammt warm anziehen!!
PS: Olympia ist toll. Wann läuft schon mal Badminton im Fernsehen?

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aRTikel

Jette: Schneller ohne Ampeln?

Samstag, den 9. August 2008
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MAZ Oranienburg, 9.8.2008

Also nee, wissense nee, Ampeln haben ja was Gutes. Aber manchmal könnte ich mir die Haare raufen. Gestern wartete ich völlig sinnlos Am Gutsplatz in Lehnitz – um ein einziges (!) Auto durchzulassen. Also bitte, das hätte ich locker ohne Rot, Gelb und Grün hinbekommen! Richtig, die Lehnitzer wollten eine Ampel an der Landesstraße, besonders die Schulkinder hatten beim Überqueren große Probleme. Aber eine Bedarfsampel für Fußgänger hätte doch völlig genügt, die neue Ampelanlage erscheint mir völlig überdimensioniert. Auch an der Saarlandstraße, Ecke Robert-Koch-Straße in Oranienburg sähen viele Autofahrer gern eine Ampel. Ich nicht. Klar, es gibt Stoßzeiten, an denen sich der Verkehr staut. Aber gleich wieder eine Ampel? Schließlich ist die Robert-Koch-Straße ein Wohngebiet und keine Durchfahrtsstraße. Wer unbedingt dort lang will, kann komfortabel und sicher auch schneller über die Berliner und die Saarlandstraße fahren. Dass Ampelprojekte sich manchmal als kontraproduktiv erweisen, zeigt die Anlage an der B 96 in Hohen Neuendorf. An der Kaufland-Ausfahrt führte sie ständig zu Staus. Jetzt ist die Ampel außer Betrieb, der Verkehr rollt. Tja, Ampeln sind eben nicht immer das Wahre, findet eure
Jette

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RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Nena in Berlin

Samstag, den 9. August 2008
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FR 08.08.2008 | Berlin, Zitadelle

Kurz nach acht auf der Spandauer Zitadelle. Aus der Ferne können wir ein paar Rockmusiker erkennen, die die Bühne betreten. Schrammelmusik setzt ein.
Aha, die Vorband.
Doch dann rennt eine zierliche Frau auf die Bühne und beginnt zu singen. Es ist keine Überraschung, dass wir den Song nicht kennen.
Eine Überraschung ist es dann aber doch: die zierliche Frau ist Nena und die Rocker ihre Band.
Das Publikum scheint den Beginn des Nena-Konzertes auf der Zitadelle auch irgendwie nicht so richtig wahrzunehmen.
Es folgt als zweites “Nur geträumt, danach “Carpe diem”. Nena ist hibbelig, total aufgedreht. Na ja, wie man sie eben kennt. Die Stimmung ist, sagen wir mal: ausbaufähig.
Die Titel wirken alle extrem rockig, das kennt man von Nena-Songs eigentlich nicht, und es kommt auch nicht besonders gut an. “Willst du mit mir gehn” ist kaum erkennbar, so sehr wandelt Nena die Melodien ab. Und man fragt sich: Mag sie ihre eigenen Songs nicht, dass sie sie bis zur Unkenntlichkeit verschandelt?
Dann singt sie “Ich kann nix dafür”, den Song aus “Vollidiot”. Pocher fehlt. Und Nena meint danach: “Ich muss ehrlich sein, ich find das Lied überhaupt nicht gut.” Aha. Gut zu wissen.
Es läuft nicht gut, und Nena merkt das: “Mach ich irgendwas falsch?”, fragt sie das Publikum. Das reagiert kaum. “Sind wir in Kontakt?”, fragt sie weiter. “Spürt ihr mich? Spür ich euch?” Fragen über Fragen. Und Zweifel. Nena muss ihr Publikum noch packen, bisher ist ihr das nicht gelungen. “Ich hab’ noch nie in Berlin gespielt, und es war so still.” Fehlt eigentlich nur noch das Grillenzirpen. “Lasst uns schweigen, Leute.” Fast haben ihr Angst, Nena verliert vollends die Lust und haut ab.
Dann, endlich, der Ansatz einer Wende. Es wird dunkel, Nena singt “Lass mich dein Pirat sein”. Die ersten Lichteffekte, dazu ein ruhiger Song, den Nena endlich mal nicht mit ihrer schiefen Stimme ruiniert. Dass sie dann eine deutsche Version von David Bowies “Heros” singt, wirkt irgendwie befremdlich. Deswegen sind wir nicht hergekommen.
Etwas mehr als eine Stunde brauchte Nena, um ihr Publikum endlich im Griff zu haben, zumindest ein Viertel davon, der Rest stand so rum.
Nenas Stimmung erlebte dann auch noch einen Umschwung: “Ich liebe euch Leute, das ist so geil hier! Ich wollte ja nicht mehr geil sagen. Das ist schön! heute fällt mir das Reden echt schwer. Menschen reden sowieso viel zu viel.” Dann singt sie “Wunder geschehen”: Leuchtstäbe, Wunderkerzen. Endlich Stimmung. Das Publikum singt mit, genießt.
Klangen einige ihrer Songs geradezu entstellt, sowohl durchs Gesang als auch durch die Band, versöhnte sie das Publikum (das gesamte!) in der Zugabe mit den (wunderbar unverschnörkelten) Hits “Irgendwie, irgendwo, irgendwann” und “Liebe ist”.
Die Besucher der Zitadelle gingen am Ende dann doch noch glücklich nach Hause. Das Ende war gelungen. Aber es war eben nur das Ende, vielleicht das letzte Drittel, mit gutem Willen meinetwegen die zweite Hälfte. Aber alles davor: Mensch, Nena, reiß dich doch mal zusammen!

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Olympia live: Eröffnungsfeier

Samstag, den 9. August 2008
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FR 08.08.2008 | 13.00 Uhr | Das Erste

Uniformierte im Gleichschritt tragen die Fahne Chinas in das Stadion. Eine Szene, die irgendwie auch an längst vergangene DDR-Zeiten erinnerten.
Die Olympischen Spiele in Peking sind eröffnet. Mit einer atemberaubenden, gigantischen Show beeindruckten die Chinesen die Fernsehzuschauer in aller Welt.
Tausende Menschen, die minutenlang eine ganz genau geplante Performance durchzuführen hatten. Mitunter wurde das Ganze drei Jahre lang durchchoreografiert und geprobt. Eine faszinierende Leistung.
Jetzt wird sich aber auch zeigen: Wird der Sport bei Olympia in den Vordergrund rücken? Wird die Politik eine zweitrangige Rolle spielen? Wird die Propaganda der Diktatur, die bei der Eröffnung mitunter deutlich spürbar war, eine übermächtige Rolle spielen? Wie geht China mit eventuellen Protesten um, was werden wir davon überhaupt mitbekommen? Und wie wird die Politik in den anderen Ländern darauf reagieren? Wird es Beeinträchtigungen bei den Übertragungen geben?
Bisher hat sich China, aber auch und gerade das IOC nicht mit Ruhm bekleckert. China interessiert sich nicht für Meinungsfreiheit, das IOC blamiert sich, in dem sie China gewähren lassen.
Es wird spannend, auch am Rande des Sportgeschehens.

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