Tagesarchiv für 4. Juni 2008

aRTikel

Löwenberger Land: Willi macht den Pommestest

Mittwoch, den 4. Juni 2008
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Probiert: Fünf Kandidaten im Löwenberger Land / “Zur alten Tanke” schnitt am besten ab

MAZ Oranienburg/Gransee, 4.6.2008

In den vergangenen Tagen und Wochen nahm MAZ-Mitarbeiter Robert Tiesler im Löwenberger Land fünfmal in Bistros und Imbissläden die Pommes frites unter die Lupe. Wie teuer und wie groß sind die Portionen? Alle Preise beziehen sich auf eine Portion Pommes mit Ketchup. Wurde gut gewürzt, und sind die Stangen ordentlich frittiert? Unter den Kandidaten aus den Ortsteilen Löwenberg, Teschendorf und Nassenheide (wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit) setzte sich der Imbiss „Zur alten Tanke“ am Ende als Testsieger durch.

Zur alten Tanke
Löwenberg, Berliner Straße
Die „Pina-Wina“ fand es in der „alten Tanke“ voll lecker. Und Berliner sind extra wegen der Kettwurst nach Löwenberg gekommen – offenbar ohne zu wissen, dass es die auch in der Hauptstadt gibt. Es gibt viel zu lesen im Inbiss-Gästebuch. Auch viel Skurriles wie Handabdrücke und andere Malereien. Selbst die Verkäuferin klagt, dass da schon viel Unsinn drinsteht.
Preis: 1,90 Euro
Lecker! Angeboten werden geriffelte Pommes in recht großer Portion. Sie schmecken von allen Sorten am besten. Sie sind zwar zu wenig gesalzen, aber die nette Verkäuferin weist darauf hin, dass man nachwürzen könne. Schmackhafter könnte der Ketchup sein.
-> Testsieger

Ralles Brutzelbude
Löwenberg, Karl-Marx-Platz
Der einzige Imbiss, in dem bei Betreten eine richtige Speisekarte gereicht wird. Eine Angebotstafel gibt es nicht. Ralle scheint recht beliebt zu sein. Es kommt schon mal vor, dass ein Radler im Vorbeifahren „Tach, Kalle!“ ruft. In dem Imbiss im Löwenberger Ortszentrum scheint nicht nur gebrutzelt zu werden, mehrere Bierkästen mit leeren Flaschen standen vor dem Laden. Sehr schön sind die schattigen Sitzgelegenheiten.
Preis: 1,50 Euro
Ralle wäre besser platziert gewesen, wenn die Pommes noch einen Tick länger in der Fritteuse geblieben wären. So wären sie knuspriger geworden. Die Stangen waren noch ziemlich hell. Sehr lecker ist aber der Ketchup.

B 96 Roadhouse
Löwenberg, Granseer Straße
Der Mann hinter dem Tresen erwischte keinen sehr guten Tag bei unserem Test. Sobald mehr als ein Kunde im Laden ist, kommt er offenbar mit seiner Organisation ins Schleudern. Es dauert alles ziemlich lange. Die Currywurst mit Pommes, die andere Kunden bestellten, ließ sehr lange auf sich warten.
Preis: 1,50 Euro
Die Pommes frites waren recht wenig gesalzen, dadurch war der Genuss etwas lasch. Sie schmeckten fast ein wenig pappig. Aber dafür gibt es im „B 96 Roadhouse“ extrem leckeren Ketchup dazu, höchstwahrscheinlich ist er selbst gemacht. Der Ketchup reißt die Wertung auf jeden Fall ein Stück nach oben. Die Portion ist nicht allzu groß.

Sabrinas Lindenbistro
Teschendorf, Hauptstraße
Über die Schreibweise des „Cheesburgers“ auf der Übersichtstafel müssen wir unbedingt noch mal reden! Am Nachbartisch wird gerade eine Bratwurst-Diskussion geführt. Gast und Verkäuferin sind unterschiedlicher Auffasung, wie die aussehen müsste. Eine neue muss her, und vor Schreck vergisst die Verkäuferin (Sabrina?) glatt noch das Besteck. Die Gäste werden sich gern dran erinnern.
Preis: 2 Euro
Abzüge gibt es für den Preis und den Ketchup. Der ist zwar neckisch kreisförmig auf den Teller gespritzt, schmeckt aber seltsam chemisch und ist viel zu cremig. Bitte Marke wechseln! Die Pommes selbst sind aber recht knusprig und schmecken recht gut.

Trucker Stop
Nassenheide, Oranienburger Chaussee
Im Fernseher läuft das Sat.1-Programm, allerdings ohne Ton. Zu sehen ist „Britt“. Sehr gut, denn sie kann man auch nur ohne Ton ertragen. Stattdessen gibt’s Popmusik aus den Lautsprechern. Wer sich in den Außenbereich setzt, hat einen schönen Blick auf das Feld am Rande von Nassenheide, allerdings könnten die Aschenbecher ruhig mal geleert werden. Ein Windzug, und man hat die Asche auf seinem Teller. Nicht sehr lecker!
Preis: 1,60 Euro
Die Pommes an sich schmecken ganz lecker, doch mit jedem Bissen kristallisiert sich ein öliger Geschmack heraus. Vielleicht einmal mehr das Frittieröl austauschen oder die Ölmarke wechseln.

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RTelenovela

Haarscharf vor der Pleite

Mittwoch, den 4. Juni 2008
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Zugegeben: Ich habe im Autohaus meines Vertrauens nur eine Glühbirne für meinen rechten Autoscheinwerfer gekauft. Nicht ganz 10 Euro.
Ich reichte der Dame an der Kasse meine Bankkarte und eine Kundenkarte, mit der ich in diesem Autohaus einen 5-Prozent-Rabatt bekomme.
Als der Geldbetrag von der Bankkarte abgezogen wurde, meinte die Verkäuferin, dass sie ja da eigentlich zuzahlen würden, Kartenbezahlung würde sich erst ab 10,23 Euro rentieren.
Ah ja. Gut zu wissen. Aber was geht mich als Kunden das an? Hätte mich die Dame erstens gefragt, ob ob ich hätte bar zahlen können, hätte das funktioniert. Ich hatte einen Zhener dabei. Und zweitens sind in solchen Fällen hinweisgebende kleine schilder an der Kasse angebracht, die auf diesen Umstand hinweisen (“kartenzahlung ab 10 Euro.”). Meine Kundenkarte könnte ich natürlich auch nicht einsetzen, denn dann würde der Laden ja noch mehr Miese machen.
Tja, das alles erfuhr ich, nachdem die Abbuchung bereits gelaufen ist. Sehr nett, sehr freundlich, sehr frech. Die Verkäuferein fand das jedenfalls so lustig, dass sie munter weiterlächelte. Man könnte sagen: blöd lächelte.
Ich fand das gar nicht lustig. Denn einmal nachfragen kostet nichts. Und, ganz ehrlich: Wann das Autohaus wegen meiner Abbuchung Miese macht, ist mir das relativ egal. Und es wird nicht geschehen: Die verdienen ganz sicher noch genug an meiner Glühbirne.
Die reizende Verkäuferin fand mich jedenfalls extrem unhöflich, doof und anstrengend, dass ich mich darüber aufregte. Wo ihr doch erst gerade gestern mein Bruder so geholfen habe (Sie hatte ja meinen Namen auf den Karten lesen können). Schön für sie. Leider ändert das nichts an dem oben beschriebenen Umstand. Freundlicherweise zog sie dann doch noch die Kundenkarte durch. Ich hoffe, der Laden geht jetzt nicht pleite wegen mir.
Und, tja, mein Bruder scheint wohl netter zu sein als ich. Zu ihr jedenfalls. Ich soll ihn schön grüßen. Da hat sie’s mir aber gegeben. Ui…

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