Tagesarchiv für 3. Mai 2008

aRTikel

Jette: Nummer 17

Samstag, den 3. Mai 2008
Tags: ,

MAZ Oranienburg, 3.5.2008

Also nee, wissense nee, ich kann aufatmen. Wenn es um den Einkauf in Oranienburg geht, bin ich nämlich total gestresst. Wo soll ich bloß einkaufen? Es gibt viel zu wenig Supermärkte und Discounter in der Kreisstadt. Nur 16! Das kann doch den Bedarf überhaupt nicht decken! Deshalb bin ich sehr froh, dass sich endlich die Nummer 17 angesagt hat: Rewe baut in der Lehnitzstraße. Wir können erleichtert aufatmen! Da gibt es nämlich weit und breit keine Einkaufsmöglichkeit. Unüberwindliche 100 Meter sind es bis zum Aldi-Markt nebenan. Gut, dass die Planer jetzt ein Einsehen haben und hier den Bedarf für einen weiteren Einkaufsmarkt sehen. Mit extra Getränkehandel natürlich, denn der auf dem Nachbargrundstück scheint ja auch nicht für den riesigen Trinkbedarf der Oranienburger auszureichen. Ich frage mich, wie die Oranienburger in den 80ern klarkamen, als es gerade mal vier Kaufhallen und ein paar Konsumläden gab. Und jetzt 17, die Geschäfte in den Ortsteilen nicht mal mitgezählt. In einem Punkt können wir uns jedoch sicher sein: Eine halbe Stunde an der Kasse anstehen müssen wir bestimmt nirgendwo mehr. Da freut sich dann doch eure
Jette

Hits: 94

RTelenovela

Sie haben ja gesagt

Samstag, den 3. Mai 2008
Tags: , , , ,

Nun sind T. und B. unter der Haube. Und am Ende war es auch noch ein rauschendes Fest. Das war nicht unbedingt zu erwarten gewesen.
Aber ganz von vorn: Am Vormittag war die standesamtliche Trauung im Schloss, und irgendwie hatten wir das Gefühl, dass die Standesbeamtin aufgeregter war, als alle anderen. Sie holte immer so komisch Luft, als ob sie uns noch etwas wichtiges mitzuteilen hätte.
Wie erwartet hat das junge Glück ja gesagt und sind seitdem verheiratet.
Im Schlosshof wurden dann die Fotos gemacht. Die jungen Fotografinnen sind allerdings nicht auf die Idee gekommen, das Paar mal in die Sonne zu stellen. Alle Aufnahmen entstanden im Schatten des Schlosses. Na ja, man kann nicht alles haben.
Weiter zum Italiener nach Germendorf. Der hat eigentlich einen guten Ruf. Und tatsächlich ist es dort auch total gemütlich. Erst letztens war ich mit meinen Eltern dort. Doch diesmal war ein wenig der Wurm drin. Die Speisen erschienen alle relativ klein, und die Saltbeilage fehlte ganz. Bei allen. Okay, man hätte ja mal nachfragen können. Aber egal, war trotzdem gemütlich. Und statt geworden sind wir auch. Auch deshalb, weil B. ihre Pizza nur zum Viertel schaffte – blieb mehr für die anderen.
Wieder zurück nach Oranienburg, zur Nicolaikirche. Nun noch die kirchliche Trauung. Das erste Mal, dass ich so etwas erlebte – mal abgesehen, von den Hochzeit in der Freikirche. Die Zeremonie war ganz schön. Ein Chor sang, T.s Freunde sagen auch. Ich filmte die ganze Zeit – wie übrigens den ganzen Tag. Mit so einer Aufgabe hat man gut zu tun.
Und wieder zurück nach Germendorf. Im “fröhlichen Landmann” wurden wir mit einem unfassbar leckeren Büfett verwöhnt. Vorher hielt T. eine kleine Rede. Wer ihn kennt, weiß: Das ist nicht sein Ding. Aber er hat das Ding gewuppt!
Das Spannende war: Bei der Hochzeit stießen christliche auf nichtchristliche Traditionen. Die freikirchlichen Christen feiern eine Hochzeit eher ruhig. Freunde organisieren ein Programm, ansonsten beschränkt sich die Feier auf das gemütliche Beisammensein. Nichtchristen lassen da eher die Sau raus. Tanzen, feiern und noch viel mehr tanzen sind hier die Divisen. Das unter einen Hut zu bekommen, sollte nicht einfach sein. Erwies sich am Ende aber als machbar.
Und dann kam Andrea Berg. “Du hast mich tausendmal belogen…” sang sie. Das war der Startschuss für eine rauschende Ballnacht. Es wurde getanzt.
Vorher hatte ich die Ehre, beim Stuhltanz mitzumachen. Der Clou: Die 12, die ausschieden, mussten ein Kärtchen mit einer Monataufgabe ziehen, die dem jungen Glück galt: So darf ich noch in diesem mai den beiden einen Frühlingsstrauß zukommen lassen. Tom muss ihnen irgendwann später einen Kuchen backen. Der Kelch ging glücklicherweise an mir vorüber.
Und dann war da noch die längste Version von “Moskau, Moskau”, die ich je gehört – und auf der Tanzfläche verbracht habe. Es wollte und wollte und wollte und wollte und wollte … kein Ende nehmen.
Eine sehr schöne Party ging nach 1 Uhr zu Ende – zumindest für mich, mein Limit war erreicht. An das Event werden wir uns jedenfalls noch lange erinnern. Und das junge Glück hält hoffentlich lange, sehr lange!

Hits: 113