Tagesarchiv für 1. Mai 2008

RT im Kino

Lauf um dein Leben

Donnerstag, den 1. Mai 2008

Es ist der Kampf seines Lebens: der Ironman auf Hawaii. Dachten jedenfalls die meisten. Andreas Niedrig hatte jedoch vorher schon einen viel härteren Kampf gewonnen. Den Kampf gegen die Drogen.
“Lauf um dein Leben” erzählt eine wahre Geschichte. Max Riemelt, mit “Die Welle” gerade mit einem weiteren Film in den Kinos, spielt Andreas, der in den 80ern mit seinen Kumpels im Ruhrpott lebt. Bald lernt er das Mädchen seiner Träume kennen. Als Sabine (Jasmin Schwiers) schwanger ist, heiraten die beiden. Doch Andreas gerät in einen Strudel aus Drogen und Gewalt. Sein alter Trainer (Uwe Ochsenknecht) ist es erst, der ihn mittels des Sports wieder aus dem Sumpf befreien kann. Zumindest vorerst.
Der Film von Adnan G. Köse ist weniger ein Sportfilm. Er legt den Fokus auf die Drogen-Leidensgeschichte von Andreas. Viele Szenen gehen unter die Haut, packen auf recht emotionale Weise. Der junge Mann gerät tatsächlich auf den Tiefpunkt, mitreißend dargestellt von Max Riemelt. Eine chte Überraschung ist auch Axel Stein, in diesem Film in einer ernsten Rolle zu sehen, die Stein sehr gut ausfüllen kann.
An einigen Stellen schüttelt man zwar über etwas holprige Dialoge und extrem plakative, fast aufdringliche Weisheiten den Kopf. Auch ist die Rahmenhandlung ein wenig zu kurz, recht schnell wird in die rückblickende Geschichte eingetaucht. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass hier 102 Minuten lang unterhaltendes, spannendes und anrührendes Kino geboten wird.

8/10

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RT im Kino

1. Mai

Donnerstag, den 1. Mai 2008
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Der Film zum heutigen Tag: Ein Streifen über den 1. Mai in Berlin. Ein Tag, an dem alle auf die Krawalle in Kreuzberg warten. Drei Geschichten in einem spannenden Umfeld.

Yavuz (11, Cemal Subasi) will unbedingt auf seine erste Demo, freut sich, bald seinen ersten Polizisten umzubringen. Sein Bruder Nebi (Oktay Özdemir) will ihn davon abhalten.
Uwe (Benjamin Höppner) ist Polizist in der Provinz und wird am 1. Mai in Berlin eingesetzt. Nebenher plagt ihn, dass seine Frau fremdgeht. Ein Puffbesuch wird zum Fiasko.
Jacob (Jacob Mateschenz) und Pelle (Ludwig Trepte) reisen mit dem Zug nach Berlin. Sie wollen etwas erleben, bei den Krawallen dabei sein. Doch der tag verläuft für die Jugendlichen ganz anders als geplant.

“1. Mai” wirkt hoffentlich noch lange über den 1. Mai hinaus. Denn das Projekt, realisiert von vier deutschen Regisseuren punktet mit spannenden Geschichten mit diversen Wendungen, die so nicht zu erwarten waren. Die angespannte Atmosphäre, die in der Stadt herrscht, kommt sehr gut rüber. Mehrere emotionale Momente machen aus dem kleinen Film ein echtes Ereignis. Ein Kleinod, das stellenweise richtig packend ist. Da vergisst man auch gern, dass es hin und wieder an der Tonqualität mangelt.

9/10

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