Monatsarchiv für April 2008

RTZapper

Die Wolke

Sonntag, den 27. April 2008
Tags: ,

SO 27.04.2008 | 0.05 Uhr (Mo.) | Das Erste

Katastrophe in Hessen: Im Kernkraftwerk kommt es zum Störfall. Tausende Menschen sind auf der Flucht. Das Erste zeigt den Kinofilm nach dem bekannten Roman von Gudrun Pausewang am kommenden Sonntag. Nein, nicht um 20.15 Uhr. Oder wenigstens um 22 Uhr. Für diese Fernsehpremiere hat sich die ARD einen besonderen Sendeplatz ausgesucht: am Sonntag um Mitternacht. Herzlichen Dank. Die Verantwortlichen scheinen also nicht daran interessiert zu sein, diesen deutschen Spielfilm einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen. Stattdessen laufen auf den 20.15-Uhr-Sendeplätzen massenweise Herz-Schmerz-Schnulzen. Wozu kaufen die Programmmacher eigentlich Spielfilme ein, wenn sie keine vernünftigen Sendeplätze haben, auf denen die Werke gezeigt werden können? Oder warum kann es nicht mal ein Heimatfilmfetzen weniger pro Woche sein? Warum müssen die Perlen immer dermaßen im Nachtprogramm verschrottet werden? Im Grunde ist das nichts anderes, als die Verschwendung von Gebührengeldern. „Die Wolke“ hat das jedenfalls nicht verdient.

RTZapper

Der Deutsche Filmpreis 2008

Samstag, den 26. April 2008
Tags: ,

FR 25.04.2008 | 21.45 Uhr | Das Erste

Die deutschen Filmemacher sind unlustig. Da kann sich Barbara Schöneberger noch so abmühen. Bräsig sitzen die Schauspieler, Produzenten, Kameramänner und Regisseure auf ihren Stühlen und geben höchstens mal einen höflichen Applaus. Nein, einfach hatte es die Moderatorin bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises nicht.
Denn mun muss das mal sagen: Die Schöneberger hat das gut gemacht. Locker, flockig mit viel Humor und Selbstironie. Aber den Filmheinis vor der Bühne ist das wahrscheinlich – wie immer – viel zu niveaulos gewesen.
Das ist vielleicht auch einer der Gründe, warum viele deutsche Filme beim Publikum nicht so gut ankommen. Von der Verleihungsshow, die nicht mal 2 Millionen Leute ansahen, mal ganz zu schweigen.

RTZapper

Schreinemakers 01805 – 100232

Samstag, den 26. April 2008
Tags:

FR 25.04.2008 | 18.45 Uhr | 9Live

Doll lief es mal wieder nicht für Margarethe Schreinemakers: Nur 20000 Zuschauer waren bei der Premiere ihrer neuen Sendung im 9Live-Programmfenster NeunTV dabei. Aber eigentlich kein Wunder: Denn 9Live einzuschalten kostet vielen Zuschauern einfach Überwindung. Vielleicht erwarteten viele irgendwelche dämlichen Endlosgewinnspiele.
Dabei gab es bei Margarethe rein gar nichts zu gewinnen. Trotzdem hat niemand etwas verpasst. Mareijke Amado war bei Schreini zu Gast, um von ihren Lebenstiefpunkten zu berichten. Irgendein dämlicher Internetmoderator durft seinen überkandidelten Wortmüll loswerden. Zum Schluss stellte sich noch ein Typ zum Verkuppeln zur Verfügung.
Einen echten Grund einzuschalten, gab es nicht. Gepflegte Langweile muss niemand haben. Und schon gar nicht bei 9Live – da gibt es gepflegte Langeweile schließlich den ganzen Tag.
Schreini hat das TV-Studio im Keller ihrer Wohnung eingerichtet. Bald kann sie da wohl wieder die Waschmaschine hinstellen – und den Vollwaschgang kommentieren.
Irgendwie auch schade – denn unsympathisch ist Margarethe nicht, aber ihre Sendungen wirken irgendwie immer wie von gestern.

aRTikel

Kalle Pohl und die Terrortussis

Freitag, den 25. April 2008
Tags: ,

Humor: Der Rheinländer trat im ausverkauften Nauener Volksgarten auf

MAZ Falkensee, 25.4.2008

Die Prioritäten im Volksgarten in Nauen waren am Mittwochabend klar: Erst mussten die Getränke ausgegeben werden, dann dürfte auch Kalle Pohl auf die Bühne.

NAUEN
Kalle Pohl sei sehr gespannt gewesen auf Nauen. Ein Freund habe gemeint, dass es da noch die Stadt Berlin bei Nauen gäbe. Auch habe er gefragt: „Verstehen die dich da?“ Das sei ihm – dem Rheinländer Pohl – aber nicht so wichtig gewesen: „Meine Frau versteht mich ja auch nicht.“
Der Saal des Volksgartens in Nauen war jedenfalls ausverkauft, als Komiker Kalle Pohl am Mittwochabend mit gut 15-minütiger Verspätung die Bühne betrat. Vorher mussten noch die vielen Getränkebestellungen erledigt werden.
Mit dem Programm „Kalles Kiosk“ feiert der Rheinländer sein 30. Bühnenjubiläum. „Ich hatte meinen ersten Auftritt mit fünf Jahren“, so Kalle Pohl. „Das war auf der Hebebühne eines Lkw. Und jetzt bin ich in Nauen. Toll, oder?“ Auf der Volksgarten-Bühne berichtete der 56-Jährige von einer Umfrage unter Nauener Frauen: „Würden Sie eine Nacht mit Kalle Pohl verbringen?“ Die Antworten seien verblüffend gewesen. „63 Prozent haben geantwortet: Ja, warum nicht noch mal?“
Mit Schenkelklopfern dieser Art lockte der Stand-Up-Komiker sein Publikum aus der Reserve und erntete ein ums andere Mal Lacher. Auch als es um die Jugendsprache seiner Tochter ging: „Man kann die wie eine Fremdsprache lernen. Ein Höhlenmoped ist zum Beispiel ein Deoroller.“ Solche Dingen versteht Papa Kalle nicht. Genauso wenig wie die Musik, die seine Tochter hört. „Mögt ihr Rap?“, fragte er die Nauener. Er selbst sei kein Fan. „Man hört zwei Takte, und schon quatscht einer dazwischen.“
Den Zuschauern gefielen die Späße des kleinen Komikers. „War ganz nett“, sagte Bärbel Pietschmann aus Barnewitz hinterher über das Programm. „Eine dolle Mischung, inhaltlich ganz niedlich gemacht.“ Auch Christine Schäfer aus Nauen war zufrieden: „Ein sympathischer Mann. Den Humor kann man ganz gut vertragen. Und wenn in Nauen schon mal was los ist, muss man das auch ausnutzen.“
Nach einer 35-Minuten-Pause erzählte Pohl noch von den Terrortussis, und meinte seine Frau und seine Tochter zu Hause. Anschließend ätzte er über Oskar Lafontaine, den er als Heuchler bezeichnete – um auch mal relevante Themen in sein Programm zu bringen.
Oft senkte Kalle Pohl seinen Blick auf einen neben ihm auf der Bühne stehenden Notenständer. Offenbar stand darauf der Ablauf seines Monologes. Man(n) wird ja auch nicht jünger. Kalle Pohl ist bei weitem nicht der beste Komödiant Deutschlands, seine Geschichten bieten wenig Neues. Durch seine Blicke auf den Spickzettel wirkte einiges auch nicht ganz glaubhaft.
In einer Szene spielte er mit einer Handpuppe, einer Sau. Kalle fragt: „Und was hältst du von mir als Komödiant?“ Die Sau verzog nur die Schnauze. Kalle Pohl hat das als Witz gemeint. Ist aber was Ernstes dran.

ORA aktuell

In einem Jahr beginnt die Laga

Freitag, den 25. April 2008

Heute in einem Jahr wird in Oranienburg die Landesgartenschau 2009 eröffnet. Gestern wurden die Maskottchen, zwei noch namenlose Kobolde vorgestellt. Ministerpräsident Matthias Platzeck informierte sich über das Fortschreiten der Arbeiten rund um die Laga.

ORA aktuell

TURM: Tennishalle dicht

Donnerstag, den 24. April 2008
Tags: ,

Seit heute ist die Tennis- und Badmintonhalle der TURM-Erlebniscity geschlossen. Am Wochenende findet dort die Handwerkermesse statt, danach beginnt der Umbau für die neue Eventhalle, die der OHC nutzen wird. Der Umbau soll bis zum Jahresende dauern, danach kann man wohl auch wieder Badminton spielen.

ORA aktuell

Kabelnetz zwei Tage ausgefallen

Donnerstag, den 24. April 2008
Tags: , , ,

In Oranienburg ist für fast zwei Tage das Kabelnetz komplett ausgefallen. Von Dienstagvormittag bis Donnerstagfrüh waren über das Kabel keine Fernseh- und Radiosender zu empfangen. Betroffen vom Ausfall waren 2300 Haushalte in Oranienburg, Leegebruch, Velten und Birkenwerder
Kabel Deutschland meldete, dass die Störung extern aufgetreten sei, ein Glasfaserkabel sei defekt gewesen, hieß es.
Während der fast 48-stündigen Störung waren die 32 TV-Sender, wenn überhaupt, nur sehr verschwommen, ohne Ton empfangbar.