Tagesarchiv für 8. März 2008

RTelenovela

Traumtagebuch (43): Flitterasche

Samstag, den 8. März 2008
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(42) -> 10.1.2008

Sonnabendvormittag. Ich bin in Berlin einkaufen. Ich laufe über den Alexanderplatz. Ich sehe auf die Uhr. 11.45 Uhr. Scheiße!! Ich wollte mich doch um 11 Uhr mit Marcel und Franzi zum Badminton treffen! Na toll! Den Termin habe ich wohl völlig vergessen. Vielleicht schaffe ich es ja wenigstens noch, ein paar Minuten zu spielen.
Da die U-Bahn streikt, nehme ich einen Shuttlebus zum nächsten S-Bahnhof. Als ich einsteige, sehe ich, dass auf einem der Plätze Patrick und Ramona sitzen. Wir machen Smalltalk (“Schon lange nicht mehr gesehen!”.
Am S-Bahnhof Steglitz will ich die nächste S-Bahn erreichen. Auch hier wird gestreikt, es sind nur wenige Bahnen unterwegs. Die nächste, die einfährt, ist die nach Berlin-Buch. Ich steige ein, vielleicht biete sich ja später eine Umsteigemöglichkeit.
Plötzlich fahren wir an einem brennenden Hochhaus vorbei. Es sieht nach Brandstiftung aus, denn in mehreren Etagen sind Brandherde. Plötzlich verfinstert sich die Sonne, es wird dunkel. Es regnet Asche. Aber seltsame Asche: Es ist silbernes Konfetti, wie es oft in Shows verwendet wird – so ein Flitterzeug. Also quasi Flitterasche.
Als die Bahn am nächsten Bahnhof zum Stehen kommt, dringt das Zeug bis in den Waggon.

Der Badmintontermin stimmte tatsächlich.
Die U-Bahn streikt tatsächlich, die S-Bahn erst ab Montag.
Und der Brand – keine Ahnung, könnte aus einem Film gewesen sein.

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ORA aktuell

Zur Laga: Mit der Straßenbahn zum Bauernmarkt

Samstag, den 8. März 2008
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Zur Landesgartenschau 2009 soll es einen Straßenbahnshuttle vom Germendorfer Tierpark über Oranienburg zum Bauernmarkt nach Schmachtenhagen geben.
Eine Straßenbahn ohne Gleise jedoch. Das Gefährt, das lange auf einem Schrottplatz in Velten stand, wird derzeit in Hennigsdorf straßentauglich gemacht. Dann soll es eine rollende Gaststätte werden.

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RTelenovela

65 Minuten Fußweg durch Berlin

Samstag, den 8. März 2008
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Montag wird wohl alles noch problematischer. Noch streikt in Berlin “nur” die BVG, also die U-Bahn, die Straßenbahn und die Busse. Montag kommen S-Bahn und der Regionalverkehr hinzu. Dann geht kaum noch was. In Oranienburg fährt dann nur noch einmal pro Stunde eine S-Bahn.
Wir wollten vom Potsdamer Platz aus zur Columbiahalle nach Tempelhof. Normalerweise kein Problem. Der U-Bahnhof Platz der Luftbrücke ist gleich nebenan. Doch wenn die BVG streikt, nützt das gar nichts.
So fuhren wir mit der S-Bahn zunächst bis zur Yorckstraße. Da war erst mal Endstation. An der Bushaltestelle standen jedoch mehrere Leute. Ich fragte eine junge Frau, ob damit zu rechnen sei, dass gleich ein Bus käme oder ob sie hier nur auf Verdacht ständen. Sie antwortete, dass hier der Ersatzverkehr für die U7 fahren würde, alle 30 Minuten. Tatsächlich fuhr der Bus wenig später. Für uns jedoch nur bis zum Mehringdamm, die restlichen 15 Minuten mussten wir zum Columbiadamm laufen…

Nach dem Konzert. Der Rückweg. Zurück zum Mehringdamm, Richtung Zentrum. Die Optionen waren folgende: Ein Taxi ranwinken und zum Anhalter Bahnhof kutschieren lassen. Oder wieder auf den Bus zur Yorckstraße warten. Oder laufen. Zur Yorckstraße oder zum Anhalter Bahnhof. Mandy war der irren Ansicht, man könne ja auch gleich zur Friedrichstraße laufen. Ich glaube, sie hatte Wahnvorstellungen.
Doch es kam anders. Wir liefen irgendwie in die falsche Richtung, verfehlten jedenfalls den Anhalter Bahnhof. Stattdessen führte uns unser Weg am Tempelhofer Ufer entlang zur Schöneberger Brücke und von da aus weiter zum Potsdamer Platz. Nach gut 65 Minuten Fußweg vom Columbiadamm standen wir schließlich auf dem S-Bahnsteig auf dem Potsdamer Platz. Da meine Kondition seit Donnerstag nicht die Beste war, war ich darüber auch sehr glücklich.
Danke BVG, dass ich das mal erleben durfte.

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RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Mark Medlock in Berlin

Samstag, den 8. März 2008
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FR 07.03.2008 | Berlin | Columbiahalle

Noch bevor das Bobbelsche die Bühne der Columbiahalle betrat, begann in den Klokabinen bei den Männern schon das große Kotzen. Vier Schübe habe ich in der Nachbarkabine mitbekommen. Gute Besserung!
Mit dem Sieg bei “Deutschland sucht den Superstar” 2007 bei RTL begann die Karriere von Mark Medlock. Dieter Bohlen war von Anfang an sein größter Fan. Seine beide Alben wurden auch von ihm produziert.
Die Columbiahalle war gut gefüllt, allerdings war der Oberrang geschlossen. Die Masse jubelte, als Medlock auf die Bühne kam. Und nuschelte. Ja, genau, das Bobbelsche nuschelt und spricht so leise, dass weiter hinten kaum noch was ankommt. Das Publikum um uns herum tuschelte sich immer die Wortfetzen zu, die sie mitbekommen haben. Das waren nicht viele Fetzen, denn sein Sprachschatz war gestern nicht sehr hoch: “Ich brauche jetzt mal einen großen Ständer”, wenn er einen Mikroständer brauchte. War beim ersten Mal noch einigermaßen zum Schmunzeln, beim zweiten Mal schon öde. Und wenn Medlock immer von sich in der dritten Person als das Bobbelsche spricht, nervt das auch irgendwie.
Insgesamt kam das Konzert bei der Masse ganz gut an. Dennoch: Nicht nur Mark Medlock ist überraschenderweise ein Langweiler, auch seine Songs. Gerade seine eigenen plätschern milde vor sich hin. Nur bei seinen großen Hits (wie “You Can Get It”) wurde es dann mal ein bisschen lockerer. Der Rest wurde mit den größten Hits der 70er und 80er aufgefüllt, was sehr willkürlich wirkte. Wie ein Alleinunterhalter auf einer Geburtstagsparty. Dafür muss man dann aber nicht um die 30 Euro bezahlen.
Aber egal. Um uns herum floss der Alk in Strömen, so dass die Qualität der Musik keine Rolle mehr spielte. Ob das in Zukunft aber genauso gut funktionieren wird – warten wir es ab.

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RT im Kino

Die drei Räuber

Samstag, den 8. März 2008

Die Eltern der kleinen Tiffany (Stimme von Elena Kreil) sind tot. Das kleine Mädchen muss ins Waisenhaus. Doch dort kommt sie nie an, denn auf dem Weg dorthin, wird die Kutsche von drei Räubern (Joachim Król, Bela B. Felsenheimer, Charly Hübner) überfallen. Tiffany nutzt die Chance und quartiert sich gleich mal bei ihnen ein. Das gefällt ihr so gut, dass sie am liebsten gar nicht mehr weg will. Und das nicht ohne Grund: Im Waisenhaus herrschen schlimme Zustände.
“Die drei Räuber” ist die Verfilmung des Kinderbuchklassikers von Tomi Ungerer, der hier auch der Erzähler ist. Heraus kam ein unglaublicher niedlicher und witziger Zeichentrickfilm. Er richtet sich zwar durchaus an die sehr kleinen Zuschauer, aber durch den Humor und einige Gimmicks haben auch die begleitenden Eltern durchaus ihren Spaß an der Geschichte.

8/10

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