Tagesarchiv für 23. Februar 2008

ORA aktuell

Tempo 30 in der Bernauer

Samstag, den 23. Februar 2008
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In der Bernauer Straße, im gesamten Kopfsteinpflasterbereich ab der Bahnbrücke ist ab sofort nur noch Tempo 30 erlaubt. Entsprechende Schilder sind nun aufgestellt worden.
Auch die Polizei kontrolliert die Autofahrer bereits – was natürlich nichts mit Abzocke, sondern nur mit der Verkehrssicherheit zu tun hat…

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RT im Kino

Mondkalb

Samstag, den 23. Februar 2008
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Warum denn eine Frau wie sie ausgerechnet in diese Gegend ziehe, wird Alex (Juliane Köhler) gefragt.
Hierher kehrt sie zurück, in die ostdeutsche Provinz, in das Haus ihrer verstorbenen Oma. Gerade wurde Alex aus dem Gefängnis entlassen. Der Kontakt zu ihrer Familie ist weiterhin unerwünscht, ihre Tochter macht ihr das am Telefon unmissverständlich klar. Auch wenn sie eventuelle Hintergründe gar nicht kennt.
Lange bleibt Alex in der Einöde nicht allein: Tom (Leonard Carow) taucht in ihrem Leben auf. Der 12-Jährige ist ein stiller Junge, und auch sein Vater Piet (Axel Prahl) scheint herzensgut, aber doch nicht einfach zu sein.
Die drei nähern sich an. Aber auch irgendwie nicht. Zu viele Dinge sind und bleiben unausgesprochen.
Lange ist man unschlüssig, wie man diesen Film von Sylke Enders (“Kroko”) nehmen soll. Am Anfang wirkt alles noch ein wenig hölzern und behäbig. Aber genauso wie Alex aufzutauen scheint, tut es der Film auch. Erneut ein wunderbares Schauspiel zeigt Axel Prahl, der den innerlich verwundeten, aufgewühlten Piet darstellt.
“Mondkalb” erzählt von der Liebe und dem Schmerz. Vom Alleinsein und dem Nichtzusammenseinkönnen. Und ganz nebenher von einer ausblutenden deutschen Provinz. Gedreht wurde rund um das havellänische Rathenow.

7/10

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RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Weltrekordroulade

Samstag, den 23. Februar 2008
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FR 22.02.2008, Liebenwalde, Lari Fari

Mit seinen XXL-Speisen sorgt das “Lari Fari” in Liebenwalde offenbar für Furore. Und inzwischen gibt es Nachahmer. Demnächst eröffnet im havelländischen Ketzin ein ähnliches Restaurant.
Nachdem kürzlich ProSieben für “Galileo” die Lari-Fari-XXL-Roulade testete, kam heute nun der nächste Hammer: der Rouladenweltrekord. Die größte Rinderroulade der Welt.
Das “Lari Fari” war am Nachmittag sehr gut gefüllt. Alle wollten bei diesem Rekord dabei sein. Für die Sendung “Abenteuer Alltag” war auch ein Team von kabel eins dabei (Ausstrahlung Anfang April).
Im Innenhof stand schon der große Grill, in dem die Megaroulade lag. Insgesamt acht Stunden brutzelte das Ding vor sich hin.
Beängstigend: Ein halbes Rind wurde im Ganzen für die Roulade verwendet. Die Innereien: u.a. 10 Kilogramm Senf, 10 Kilomgramm Speck, 20 Kilogramm Gurken. Nach dem Garen hatte die Fleischbombe eine Länge von 1,14 Metern und einen Durchmesser von 25 Zentimetern.
Unfassbar. Und ich sage es mal so: Nein, ich fand es nicht lecker. Als die Schnüre, die das Ding zusammenhielten, herausgezogen wurden, wabbelte das ganze Stück ziemlich. Beim ufschneiden erwies es sich zudem als nicht ganz durch.
Nun ja. Dennoch: Der Rekord ist geknackt. Die größte Rinderroulade der Welt kommt aus Liebenwalde. Herzlichen Glückwunsch.
Und das Ganze war auch noch für einen guten Zweck: Natürlich aß nicht ein einzelner die Roulade. Das hätte auch nie und nimmer funktioniert. Jeder, der ein Stück wollte, zahlte mindestens 5 Euro für den Sportlernachwuchs aus Liebenwalde. Feine Sache. So machte die Aktion wenigstens Sinn.
Riesige Fleischflatschen wurden verteilt. Ich verzichtete. Mein Kollege jedoch probierte – und fand es recht lecker.
Klar, die Sache ist eine Spaßaktion. Und da erstens große Teile des Fleischs tatsächlich gegessen wurden und zweitens für den guten Zweck gefuttert wurde, kann man dagegen auch wenig sagen.
Alles in allem ist mir diese neue Art der Erlebnisgastronomie dennoch ein Rätsel. Aber es scheint ja zu funktionieren. Die Besucherzahlen geben dem Konzept recht.
Ich jedenfalls bin schon gespannt auf die nächste XXL-Aktion in Liebenwalde…

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RTelenovela

Meinen Vornamen? Was wollen Sie mit meinem Vornamen?

Samstag, den 23. Februar 2008
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Ich nenne sie hier mal Frau Spitz. Frau Spitz arbeitet für eine Firma in Neuruppin. Als solche rufe ich sie an, weil ich einer Frage nachgehe, die ich für einen mitreißenden Artikel brauche.
Tatsächlich gibt sie mir auch Auskunft über das Thema, das ich recherchiere.
Doch dann wird es haarig. Ihren Nachnamen, also Spitz, wusste ich ja schon vorher. Doch zu den ersten Dingen, die man als junger Schreiberling lernt gehört: Schreibe in einem Artikel nie “Frau Spitz”. “Frau” ist verboten. Der Vorname muss her.
So frage ich Frau Spitz nach ihren Vornamen. Sie fragt zurück, wofür ich den denn brauchen würde, woraufhin ich ihr es erkläre. Dann meint sie: Schreiben Sie doch B. Spitz (wie gesagt: Name geändert). Ich widerrum: Auch das ginge nicht.
Ich sage noch zu ihr, es könne sein, dass ich ihre Aussage für den Artikel eventuell gar nicht brauche. Aber falls eben doch, brauche ich den ganzen Namen. Das gefällt Frau Spitz ganz und gar nicht. Was seltsam ist: Ihren Nachnamen darf jeder wissen und vom Vornamen nur den ersten Buchstaben? Ist ihr der peinlich? Nachdem ich ihr den Sachverhalt ein zweites Mal erklären musste, verbietet mir B. Spitz nun ganz, sie zu zitieren.
Tja, das hat man nun davon.

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