Tagesarchiv für 17. Januar 2008

RT im Kino

Hope

Donnerstag, den 17. Januar 2008

Franzicek (Rafal Fudalej) filmt mit der Videokamera, wie aus der Kirche ein Altarbild gestohlen wird. Der Täter: ein angesehener Galerist und Kunstsachverständiger, ein bekannter Mann. Frazicek stellt ihn zur Rede. Er will kein Geld – er will nur, dass der Mann das Bild zurückbringt. Und – ein neues altes Auto.
Warum tut der junge Mann dies? Bald verschwimmen die Grenzen, kommt sein Plan ein wenig ins Schlingern. Mit Folgen.
“Hope” beginnt leise, lange wird in dem Film von Stanislaw Mucha kein Wort gesprochen. Doch bald kommt er in Fahrt, wenn klar wird, worauf er hinauslaufen soll. Die Geschichte von Franziceks kleiner Erpressung ist durchaus spannend. Leider gleitet sie gegen Ende ein wenig vom Weg ab, wird das Geschehen ziemlich überfrachtet. Schade, denn das trübt den Gesamteindruck.
Dennoch: Ein interessantes Filmprojekt aus Polen.

6/10

RTZapper

Die Abzocker – Das sind ihre Tricks!

Donnerstag, den 17. Januar 2008
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MI 16.01.2008, 21.15 Uhr, Sat.1

Vorsicht, die Abzocker sind unterwegs! Sie kommen, um die Fernsehzuschauer auszunehmen. Und ihre Tricks sind immer ausgefeilter, immer gemeiner. Die allerneueste Masche: Sie tarnen sich als Verbrauchermagazin, nennen es “Die Abzocker – Das skind ihre Tricks!”. Sie tun so, als würden sie den Leuten helfen wollen, den Abzockern nicht auf den Leim zu gehen. Machen einen auf Lebenshilfe.
Und dann verschenken sie auch noch Geld. Und da beginnt die Abzocke durch die Abzocker in der Sendung “Die Abzocker”. Um an den Gewinn zu kommen, muss eine läppische Frage beantwortet werden. An einer 50-Cent-pro-Anruf-Hotline. Und klar, nicht immer kommt man durch, zahlt aber trotzdem.
Lieber Abzocker-Warner von Sat.1! Erst vor den gemeinen Abzockern warnen, um dann selbst abzuzocken? Was für eine Ironie!

RTelenovela

Von gestern

Donnerstag, den 17. Januar 2008
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In zweierlei Hinsicht präsentierte sich Falkensee mir am Mittwoch völlig von gestern.
Offenbar hat man in der Gartenstadt noch nicht so ganz mitbekommen, dass Weihnachten schon wieder vorbei ist. Okay, die Zeit verging verdammt schnell, aber irgendwann muss auch mal gut sein. Die große Tanne am Gutspark ist jedenfalls noch festlich geschmückt, mit rotem Festtagsfirlefanz. Vielleicht hat ja mal jemand Zeit, das Zeug abzunehmen – oder konsequenterweise bis zum Dezember 2008 hängen zu lassen.
Ja, ja, ja, das doofe Nichtraucherschutzgesetz. Ist ja echt übel. Wie kann man das den Rauchern bloß antun? Aber es gibt sie noch – die ekelhaft verqualmten Oasen, wo die Raucher noch fröhliche und assimäßig in ihrem Dunst rumstehen dürfen: in der Tankstelle am Falkenseer Ortsausgang (Richtung Nauen). Stehen da und dämpern den Verkaufsraum voll. Gute Unterhaltung noch!

RT im Kino

P.S. Ich liebe dich

Donnerstag, den 17. Januar 2008

Cecilia Ahern ist ein Bestsellerwunderkind. Schreibt mal fix einen Roman mit einer romantischen Liebesgeschichte und verkauft das Ding allein in Deutschland rund 1,5 Millionen Mal. Klar, dass die Verfilmung nicht lange auf sich warten ließ. Ist ja auch der Stoff, der fürs Kino gemacht ist.
Holly (Hilary Swank) im Glück. Sie und Gerry (Gerard Butler) lieben und zoffen sich. Das mit der Liebe steht aber selbst bei jedem Streit immer fest.
Holly im Unglück. Gerry stirbt. Gehirntumor. Mit 29 ist Holly wieder allein. Auf sich gestellt. Das heißt – nicht ganz. Zu ihren 30. Geburtstag bekommt sie ein Päckchen mit einer Torte – und einem Brief. Von ihm. Von Gerry. Und es ist nicht der letzte Brief.
Eine zutiefst eindrucksvolle Vorstellung. Der Partner ist tot, leitet einen aber doch sanft durch die ersten Monate des Alleinseins und des Wiederanfangs. In seinen stärksten Momenten kann “P.S. Ich liebe dich”, der Film von Richard LaGravenese, dieses Gefühl auch transportieren. Die Wucht der Gefühle, der Macht der Trauer, der Wille, dass es trotzdem weitergeht. Berührende Momente.
Doch leider erweist sich Hilary Swank als Fehlbesetzung. Genauer gesagt: Ihre deutsche Stimme von Sandra Swittau (auch die von Bart Simpson). Sie ist zwar die “Stammstimme” von Hilary Swank, macht aber mit ihrem extrem hohen Nervfaktor viele der romantischen Gefühle kaputt. Oft ist nich mal klar, ob sie lacht oder weint – es klingt einfach nur schräg. Diese Stimme hat Hilary Swank jedenfalls nicht verdient.
Am Ende ist “P.S. Ich liebe dich” ist ein netter Liebesfilm, von dem am Ende aber nicht sehr viel hängen bleibt. Mehr gab die Geschichte aber auch nicht her.

6/10