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Golden Globes 2008

SO 13.01.2008, 3.00 Uhr (Mo.), CNN

Ursprünglich wollte ProSieben die Verleihung der Golden Globes übertragen. Wie jedes jahr. Nur das dieses Jahr ebennicht wie all die anderen Jahre war. Die Drehbuchautoren in Hollywood sind in einen Streik getreten. Als die Globes-Nominierten ankündigten, aus Solidarität mit den Schreibern nicht zur Show kommen zu wollen, wurde das ganze abgesagt.
Stattdessen gab es in der vergangenen Nacht nur eine 30-minütige Pressekonferenz, bei der die Preise – nein, nicht vergeben, sondern nur angesagt wurden. War ja keiner da, der sie hätte annehmen können.
Eine Pressekonferenz war ProSieben dann wohl doch zu poplig. Der Sender verzichtete auf eine Übertragung. Auch niemand anderes übernahm. Hollywoodsender Das Vierte musste dringend Titten zeigen und konnte nicht einspringen. Auf N 24 und n-tv mussten noch viel dringender Wiederholungen gezeigt werden. In Deutschland war das Ganze somit nicht zu sehen. Nur auf dem US-Nachrichtensender CNN.
Dabei war die Golden-Globe-Verleihung traditionell immer eher öde, wie eine überlange Pressekonferenz. Zumal viele der TV-Produktionen hier sowieso kaum bekannt sind. Die 30-Minuten-Version war mal eine echte Wohltat. Kein Pomp, kein überflüssiges Gerede. Stattdessen: Nennung der Nominierten, Nennung des Gewinners und ab damit. Da war nichts langweilig, das ging fix und war bald wieder zu Ende und man konnte endlich schlafen gehen. Aus 180 wurden 30 Minuten. Siehe: Man kann sich auch mal kurz fassen und tut müden Zuschaunern damit einen Gefallen.

2 Kommentare zu “Golden Globes 2008”

  1. Felix

    Weißt du, wie das mit der Gewerkschaft ist? Kann der Globe nicht stattfinden, weil die Autoren keine Moderationen schreiben oder nur, weil die Stars aus allgemeiner Solidarität nicht kommen?

  2. RT

    Nein, die Gala hätte stattfinden können. Aber die Promis haben aus solidarität abgesagt. Natürlich hätte die Gewerkschaft am roten tepprich demonstriert und die Stars wollten da natürlich nicht einfach so vorbeispazieren.
    Tja, und ohne Stars keine Gala…
    Wobei die Frage natürlich spannend ist: Was hätten die Stars (vor allem die Laudatoren) wirklich zu sagen gehabt ohne ihre Autoren…

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