Tagesarchiv für 3. Januar 2008

RTZapper

Jornal 2

Donnerstag, den 3. Januar 2008
Tags: , , ,

DO 03.01.2008, 22.00 Uhr, RTP2

Wie wird denn das Wetter morgen in Lissabon? Wenn man in dieser Stadt im Urlaub ist, ist diese Frage nicht ganz unerheblich. Doch auf diese Frage eine Antwort zu bekommen,erwies sich schwieriger als erwartet.
Schon in den Tagen davor ist es uns nicht gelungen, im portugiesischen Fernsehen einen Wetterbericht zu Gesicht zu bekommen. Selbst im Nachrichtenkanal RTPN scheint es zur vollen Stunde nicht zwingend eine Nachrichtensendung zu geben.
Große Freude also, als im 2. Programm des staatlichen Fernsehens um 22 Uhr das “Jornal 2” begann. Besser gesagt: Ich schaltete etwa 2 Minuten nach Beginn der Sendung ein.
Aber:Kann ja nicht so lange dauern. Kann aber doch.
Nach langen (für mich unverständlichen) Beiträgen dann endlich ein Film über einen Hagelschlag. Irgendwo in Portugal. Der letzte Beitrag vorm Wetter? Pustekuchen.Es folgten Inlandsmeldungen in Kürze.
Weiter mit einem Beitrag aus einem afrikanischen Land. Und dass der Ölpreis weiter gestiegen ist. Und nun die Auslandsmeldungen in Kürze.
Kein Ende in Sicht. Dafür ein Gesundheitsbeitrag mit Studiogast. Und immer die lächelnde, wissende,offenbar auch kompetente Moderatorin. In Portugal sicher eine Ikone.
Und dann: das Ende. Die Frau verabschiedet sich, es werden die Werbepartner und Sponsoren gezeigt. Ab in die Werbung,Programmtrailer und – kein Wetter.
Nein,wir werden das Wetter morgen live betrachten müssen -eine Vorhersage blieb uns nicht vergönnt. Vielleicht ist den Portugiesen das Wetter nicht so wichtig?

RTelenovela

Portugal (4): Die 28E vorm Fenster

Donnerstag, den 3. Januar 2008
Tags: , , , ,

(3) -> 2.1.2008

Die erste Krise in Lissabon: Der gestrige Tag war mir am Ende definitiv zu anstrengend.Bei Dunkelheit,Wind und Wetter einen Hügel raufzukraxeln, ohne zu wissen,wo genau man eigentlich hinwill – das ist nix für mich.Urlaub muss Erholung sein. Da haben Mandy,Nico und ich offenbar etwas andere Vorstellungen. Mein Anspruch ist es nicht,eine Wohe lang mit einem Reiseführer in der Hand durch die Stadt zu laufen. Ich möchte auch mal die Seele baumeln lassen,nichts tun,die Dinge auf mich zukommen lassen.
Ich beschließe also,die beiden alleine ziehen zu lassen und erst mal zu Hause zu bleiben.
Eine gute Entscheidung. Ich lege mich noch mal hin,schlafe noch ein bisschen, lese.
Dann kommt auch schon unsere Vermieterin Teresa auf eine Stippvisite vorbei. Ihre Silvesterfeier verlief nicht ganz nach Plan: Sie brach sich beim Tanzen einen Fuß. Gerade, als Nina Hagen sang. So humpelte sie durch die Wohnung – unter Stöhnen und Wehklagen…
Ich mache mich auf den Weg – auf die Suche nach einer deutschen Zeitung -man bekommt ja irgendwie gar nichts mit hier… Im El corte Inglés gibt es nur die Vanity Fair und andere Zeitschriften,aber keine Tageszeitung. Also weiter mit der Metro nach Baixa-Chiado. Umnach Chiado zu kommen, muss man in die Hochstadt. Mit der wohl längsten Rolltreppe,die ich je gesehen habe.Genauer gesagt: Es sind 4 Rolltreppen hintereinander und noch mal eine, die man selbst gehen muss. Viele Meter nach oben also.Da vergehen schon mal ein paar Minuten…
In Chiado habe ich die Auswahl: auf der “Bild” wird groß verkündet, dass Jopi Heesters gestürzt sei und ein Helikopter ihn in die Klinik flog. Ich griff zur Süddeutschen Zeitung – doch die Heesters-Story (die in der SZ nicht erwähnt war) war durchaus das Spannendste, was gerade in Deutschland passiert…
Weiter zum Rossio,einem Platz in der Nähe. Wie immer,wenn ich im Ausland bin,wird auch einmal McDonald’s besucht. Die Menüs hier in Portugal sind rund 70 bis 80 Cent preiswerter als in Deutschland.Wie überhaupt die Preise in den Cafés sehr moderat sind.Milchkaffee gibt es unter einem Euro.
Der Tag verlief für mich extrem relaxt. Hier mal gucken, da spontan kaufen, da mal bummeln. Seeehr schön. Nico meinte danach, ich hätte was verpasst.Mag sein, aber es macht mir nichts aus. Die Entspannung war mir wichiger…
Abends dann wieder zu Nina, Mathilda und Luis. Während unten vor dem Haus die Electrico 28E vorbeirattert, schreibe ih hier in den Blog. Und immer,wenn eine Bahn kommt,will ich aus dem Fenster sehen.Ist halt was Besonderes für mich.
Nina hat in den Fenstern Kissen und Decken zu liegen. Da kann man dann sehr schön raus auf die Straße sehen. Und zu sehen gibt es immer etwas. Stundenlang könnte man dort sitzen und einfach nur sehen.
Die Silvesterparty von Nina war ursprünglich eine Mottoparty: Casino Royale.Am Ende haben nur wir ein bisschen Uno und Mensch,ärgere dich nicht gespielt. Jetzt folgte noch der Film zum Abend: “Casino Royale” mit Daniel “Bond” Craig. Auf Englisch mit portugiesischen Untertiteln. Vom Film habe ich gar nicht so viel mitbekommen (ich kannte ihn auch schon), viel spannender waren die Untertitel und zu sehen, welche Begriffe welche Bedeutung haben könnten.

Lissabon ist extrem hügelig. So gibt es Straßenzüge,die unfassbare Höhenunterschiede aufweisen. Steil bergab,noch mal bergauf und wieder steil bergab. Auf die Fotos davon bin ich gespannt.

Nicht nur in Deutschland,sondern ach in Portugal gilt seit dem 1.Januar ein Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen und Gaststätten. Allerdings wohlein wenig lockerer, weil in Bars wohl weitergeraucht werden darf. Oder es kontrolliert niemand. In der Bar in Chaido,in der wir am Abend waren,hielt sich jedenfalls nicht wirklich jemand an ein Rauchverbot. Vielleicht müssen sich die Portugiesen auch erst daran gewöhnen. Einen Wirbel wie in Deutschland habe es,laut Nina, aber bisher nicht gegeben.Das könnte aber noch kommen,wenn sie sehen, dass das Ganze tatsächlich durchgesetzt wird…

ORA aktuell

Holz für die Schulen

Donnerstag, den 3. Januar 2008

Schulen und Verwaltungsgebäude in Oberhavel sollen demnächst mit Holz geheizt werden. Entsprechende Wälder will der Kreis selbst bewirtschaften. 300000 Euro stellte der Kreistag kürzlich für den Kauf von etwa 1000 Hektar großen Forstflächen zur Verfügung.

RTelenovela

Briefmarkennotstandsgebiet (5): Lissabon

Donnerstag, den 3. Januar 2008
Tags:

(4) -> 25.5.2007

Wir unterbrechen diesen Blog für eine kurze Sondermeldung. Auch die portugiesische Hauptstadt Lissabon wurde nun zum Briefmarkennotstandgebiet erklärt. In den allermeisten Geschäften in der Innenstadt würden zwar Postkarten verkauft, aber jedoch keine Briefmarken. Wie es weiter aus desinformierten Kreisen hieß, würden die Marken nur auf den Postämtern verkauft.

Aber das ist nun aber alles nicht so einfach. Denn auf den Postämtern in Lissabon muss man Nummern ziehen. Wie in Deutschland beim Arbeitsamt. Zwischen der Nummer, die gerade dran war, und meiner lagen jedoch noch rund 30 Zahlen. Und es ging nicht voran. Der Briefmarkenautomat streikte.
Erst auf einem anderen Postamt konnte ich Marken aus dem Automaten ziehen. 61 Cent kostet es von Portugal aus Karten nach Mitteleuopa zu schicken.