Monatsarchiv für Dezember 2007

RTelenovela

Lissabon-Countdown

Sonntag, den 30. Dezember 2007
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Die Nacht wird kurz. Um 5.30 Uhr geht es los, dann brechen wir zum Flughafen Schönefeld auf. Unser Flieger nach Lissabon geht genau zwei Stunden später.
Wir werden den Jahreswechsel 2007/08 in der portugisischen Hauptstadt Lissabon verbringen. Meine Cousine hat uns dort eine Wohnung besorgt.
Der Koffer ist weitestgehend gepackt. Glücklicherweise wird (zumindest für den Sonntag) gutes Wetter vorhergesagt: sonnige 15 Grad nach Nachmittag. Wir fliegen also in den Frühling.
Durch die Zeitverschiebung müssen wir natürlich auch eine Stunde länger auf das Jahr 2008 warten: Erst um 1 Uhr deutscher Zeit rutschen wir rüber. Und im neuen Jahr erwartet uns der Start der Rallye Dakar, der Rückflug dann am 6. Januar.
Mal sehen, was uns sonst noch in Lissabon alles erwartet…

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RTZapper

Danke Dieter Thomas Heck!

Sonntag, den 30. Dezember 2007
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SA 29.12.2007, 20.15 Uhr, ZDF

Der Dieter! Der Thomas! Der Heck! Er wurde 70! Und er hört auf. Mit 70 ist Schluss, hatte er schon lange vorher angekündigt. Womit er noch mal bekräftigte, dass das ZDF ihn nicht rausgeschmissen hat. Er wollte gehen. Und jetzt ist es soweit.
Zu seinem 70. schenkte ihm sein Zett Dee Eff eine große Gala: “Danke Dieter Thomas Heck!”. Eine bemerkenswerte Gala. Alles, was in den vergangenen Jahrzehnten einen Rang und Namen hatte, war gekommen, um den Showmaster zu gratulieren. Und – hört, hört! – um live zu singen. Von Bata Illic (bald im RTL-Dschungelcamp) bis Udo Jürgens. Von Jürgen Marcus bis Bernd Clüver. Von Paola Felix bis zum Fernsehballett. Fast 50 Jahre deutscher Schlager zogen in 165 Minuten an den Zuschauern vorbei.
Als Dieter Thomas Heck die “Hitparade im ZDF” aufgab, war ich noch zu jung, um das wirklich mitzubekommen. Aber ich liebte das Wortratespiel “Die Pyramide” und ich sah ihn in der “Praxis Bülowbogen”.
Man kann sagen, heute endete eine Fernsehära. Heck und seine Shows sind Geschichte. Falls er nicht später mal ein Comeback plant. So was soll ja vorkommen…

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RT im Kino

Keinohrhasen

Samstag, den 29. Dezember 2007

Eigentlich müsste es schon für die Eröffnungssequenz einen Szenenapplaus geben: Ludo (Til Schweiger), Reporter der Boulevardzeitung “Blatt”, und sein Fotograf Moritz (matthias Schweighöfer) treffen den Schauspieler Jürgen Vogel für ein Interview. Der war in den USA und hat sich dort runderneuern lassen. Neues Gebiss, neue Haare, neuer Hintern. Auf die Äußerlichkeiten komme es an. Herrlich und zum Schreien komisch.
Das ist aber nur der Anfang von Til Schweigers “Keinohrhasen”. Denn als Ludo während einer Feier von Wladimir Klitschko und Yvonne Catterfeld von einem Glasdach stürzt, wird er zu einer Strafe verdonnert: Gemeinnützige Arbeit in einer Kita.
Dort erwartet ihn Anna (Nora Tschirner). Sie kennt Ludo noch aus Jugendzeiten und ist, nun ja, nicht sehr gut auf ihn zu sprechen. Jetzt ist die Zeit da, um Rache zu üben.
Ohne Wenn und Aber – zumindest fast: Mit “Keinohrhasen” hat Til Schweiger einen wunderbaren Film ins Kino gebracht. Mit viel Witz und Humor, einem Schuss Romantik, einer ganz kleinen Prise Spannung sowie einen Hauch Schnulzigkeit kommt sein neuestes Werk daher. Das Ganze ist toll ins Bild gesetzt worden und mit oftmals hervorragender Musik untersetzt. Schweiger scheint hier das Gefühl für eine sehr gute Komposition gehabt zu haben.
Geradezu beeindruckend ist das Schauspielensemble, das er aufzubieten hat. Schweighöfer und Tschirner spielen locker, frisch und frei. Die Kinder sind eine Wonne. Und haufenweise bekannte deutsche Promigrößen sind in Kurzauftritten zu sehen (die ihnen meistens nicht mal peinlich sein müssen).
Nur ganz wenige Kritikpunkte: Stellenweise überlagert die Musik die Dialoge so sehr, dass sie kaum verständlich sind. Hier und da konnte Til seine Nuschelei nicht im Zaum halten. Und: Dass man sich im Auto anschnallt, vergessen wir bitte im nächsten Film aber nicht mehr! Warum der Vor- und Abspann in einem deutschen Film in englischer Sprache sind, war mir auch nicht so ganz klar.
Nichtsdestotrotz: Ein großer Lichtblick zum Ende des 2007er-Kinojahres.

9/10

Hits: 155

RTZapper

Trailer: Kanal Telemedial

Freitag, den 28. Dezember 2007
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FR 28.12.2007, 20.57 Uhr, Kanal Telemedial

“Wurden Sie durch Kanal Telemedial bereichert?”
Ja, die guten Menschen von Kanal Telemedial meinen diese Frage wirklich total ernst. Falls es wirklich irgend jemanden geben sollte, der diese Frage mit “Ja” beantwortet, der wird dazu aufgefordert, eine Telefonnummer anzurufen. Ein Anruf kostet – und jetzt schnallt euch bitte an – 30 Euro.
Richtig gelesen. Aber ich schreibe es gern noch mal: 30 Euro.
Damit leiste der Zuschauer nämlich einen Energieausgleich. Kanal Telemedial, der Sender, bei dem die Zuschauer für lumpige 2 Euro pro Minute Astroweisheiten gesagt bekommen, nennt sich nun nämlich “Mehrwertfernsehen”.
Mehrwertfernsehen bedeutet in diesem Fall aber: Die Gewinne für Kanal Telemedial werden größer, wenn die Zuschauer bei diesem Unfug mitmachen.
Denn seien wir doch mal ehrlich: Die Frage müsste der Zuschauer eigentlich an Kanal Telemedial richten. “Wurden Sie auch durch Ihre Zuschauer bereichert?” Und wenn die Herrschaften des Senders diese Frage mit “Ja” beantworten können (und ich vermute, sie können das), dann wird es aber wirklich höchste Zeit, dass auch Kanal Telemedial den Engergieausgleich leistet: Ganz einfach mal den Saft abdrehen.
Denn dann bleibt uns allen auch der schreckliche Kanal-Telemedial-Song erspart: Hobby-Astrologen, die wirklich nicht viel können. Und eben schon gar nicht singen. Liebe Astro-Möchtegern-Fernsehprofis: Lasst doch endlich mal eure Zuschauer in Ruhe. Und, liebe Kanal-Telemedial-Zuschauer: Lasst euch nicht verarschen!

Hits: 81

RTelenovela

Ein Sieg und viele Niederlagen

Freitag, den 28. Dezember 2007
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Sporttag im Turm. Erst zwei Stunden Badminton mit und gegen Marcel und Franzi. Sagen wir mal so: Am Ende hat Marcel geschwitzt. Und das ist ja auch schon mal was. Weitere nennenswerte Erfolge unsererseits sind an dieser Stelle leider nicht zu verkünden. Verloren. Auf ganzer Linie.
Dafür lief es am Abend beim Bowling ein bisschen besser. Aber was heißt ein bisschen: In einer Runde besiegte ich Marcel und Nico – war ich der beste. Wo ich doch nun nicht wirklich echte Bowling-Fähigkeiten aufweise. Und jetzt auch ansatzweise einen wunden Daumen habe. Angeblich bin ich der einzige Bowlingspieler Oranienburgs, der mit der Vorhand bowlt. Mir persönlich ist es ja egal, mit welcher Hand ich bowle, Hauptsache, die Kugel kommt da an, wo sie ankommen soll. Von fünf Runden konnte ich so zumindest eine für mich verbuchen. Über die anderen soll an dieser Stelle nicht weiter gesprochen werden…

Hits: 83

RTZapper

Das Traumschiff: San Francisco

Donnerstag, den 27. Dezember 2007
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MI 26.12.2007, 20.15 Uhr, ZDF

Was für eine schöne, heile, einfache “Traumschiff”-Welt: Ein Kreuzfahrtdampfer schippert durch die Meere. Und überall, wo die Urlauber hinkommen, wird freundlicherweise Deutsch gesprochen. Wenn Kapitän Paulsen mit einem Leihmotorrad ohne Papiere über die Straßen von San Francisco düst, halten ihn ganz freundliche Cops an. Klar, sie sprechen ein perfektes Deutsch und bitten ihn ganz nett, doch mit aufs Revier zu kommen. Alle lächeln, sind total gut drauf. Schon die Frau vom Motorradverleih hatte ein perfektes Deutsch drauf. Und die Polizisten checken das Ganze und lassen Paulsen gehen. Mit vielen guten Wünschen.
Nein, das ZDF will seine Zuschauer nicht überfordern. Englischsprechende Menschen in einem englischsprachigen Land wären zu viel des Guten. Untertitel erst recht. Realität im Fernsehen hat eben auch seine Grenzen.

Hits: 99

RT im Kino

Der Fuchs und das Mädchen

Donnerstag, den 27. Dezember 2007

Aufheulen, Gestöhne und “Ohhh!”-Rufe im Kinopublikum im Minutentakt. Wie süüüß! Wie nieeedlich! Zuckersüß!
Oder auch: triiief!
Ein kleines Mädchen (Bertille Noël-Bruneau), das offenbar im Nirgendwo wohnt und keine Freunde hat, stromert jeden Tag durch Wald und Flur. Eines Tages begegnet sie einem jungen Fuchs und beginnt, ihn zu verfolgen. Und tatsächlich: Tier und Mädchen freunden sich an. Doch sie will mehr: das Tier lieb haben. Es mit nach Hause nehmen.
“Der Fuchs und das Mädchen” ist keine Dokumentation. Dafür ist die Geschichte rund um das Mädchen zu aberwitzig, wirken einige Szenen schon sehr arg konstruiert und entsprechend geschnitten, so dass es passt.
Regisseur Lic Jaquet (“Die Reise der Pinguine”) präsentiert diesmal einen hoffnungslos überzuckerten Streifen. Stimmungen und Musik triefen dermaßen vor Schleim, dass es vor der Kinoleinwand eigentlich kleben müsste. Noch dazu ist die Hauptfigur des Films, das kleine Mädchen, kein wirklicher Sympathieträger. Ihre Naivität ist nur schwer erträglich, ebenso wie der dazugestellte Kommentar – eine Frau (Stimme: Esther Schweins), die sich an die damalige Zeit erinnert. Erst ganz am Schluss kommt noch die Botschaft, die uns der Film mitgeben will. Die ist eigentlich sogar ziemlich wichtig, liegt aber leider unter einem riesigen Berg Zucker verbuddelt.
Als TV-Special (bitte nicht länger als 45 Minuten!) im Kinderprogramm wäre der Film annehmbar. Alles andere ist Verschwendung. Und das trotz der zugegebermaßen tollen Bilder über die Füchsin und ihren Nachwuchs. Aber das kann man sich ja auch in einem richtigen Tierfilm ansehen.

3/10

Hits: 74