Tagesarchiv für 10. Dezember 2007

RTZapper

Wham!: Last Christmas

Montag, den 10. Dezember 2007
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MO 10.12.2007, 18.05 Uhr, radioeins

Wenn es ein Weihnachtslied gibt, das nicht nur die Nationen, sondern vielleicht die ganze Welt spaltet, dann ist es der Song “Last Christmas” von Wham!. Schon bei den ersten Klängen wird entweder weggeschlatet oder lauter gedreht.
George Michael verdient noch heute ordentlich Geld mit dem 80er-Jahre-Hit. “Last Christmas” steigt in schöner Regelmäßigkeit in die deutschen Charts ein, so auch 2007.
Und leider gehört das Ding auch zu den abgenudelsten Hits der Welt. Kein Wunder, dass es ziemlich nervt. Dabei gibt es auch noch andere schöne Weihnachts-Rock-Pop-Hits, die die Radiosender spielen könnten. Aber heute Abend griff auch radioeins wieder auf Wham! zurück. Und die meinten es wohl auch noch ziemlich ernst damit…

Hits: 87

RTelenovela

Dresden ist ganz schön dekadent geworden

Montag, den 10. Dezember 2007
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Nach zwei Jahren – die eintägige Rückkehr nach Dresden. Und die Stadt macht sich ganz ordentlich. Das Viertel rund um die Frauenkirche scheint einer der großen Power-Standorte in Ostdeutschland – wenn nicht gar Gesamtdeutschlands zu sein. Rund um die restaurierte Kirche entsteht das Viertel neu, das bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg bereits die Kulisse unweit der Elbe bildete.
So schnell treffen sich unsere Wege. Gerade schrieb ich noch über den Werbespot für die CDs der Amigos, schon trafen wir heute in Dresden auf den großen Tourtruck der Megastars der Schlagerszene (die übrigens interessanterweise nicht mal meine Eltern kennen). Offenbar hatten die am Abend im Kulturpalast ihren großen Auftritt in Dresden.
Pflichtbesuch: der Strietzelmarkt. Aber auch der ist nicht von den aktuellen Bauarbeiten verschont geblieben. Am eigentlichen Standort muss derzeit eine große Tiefgarage gebaut werden, so musste der Strietzelmarkt umziehen. Wenn man es mal ganz nüchtern betrachtet: Eigentlich ist der Strietzelmarkt nicht wirklich etwas Besonderes. Auf dem Parkplatzgelände stehen jetzt halt ein paar Buden, in denen es zu Essen und traditionellen Weihnachtskram zu kaufen gibt. Inklusive “Weihnachten in Familie”-Beschallung. Das alles malerisch vor dem hübschen “HUK Coburg”-Plattenbau. Sehr malerisch.
Wirklich malerisch sind dagegen die Kreuz- und die Frauenkirche. Dresden-Besucher sollten nicht an den Gebäuden vorbeigehen, sondern einen Blick nach innen werfen.
Das kulinarische Konzept rund um die Frauenkirche in Dresden sollte dringend noch mal durchdacht werden. Die Dresdener werden sicherlich lachen, wenn sie das lesen: Wer geht denn in diesem Viertel auch in eine Gaststätte? Das dachten wir uns danach auch. In der Tapas-Bar wurden wir jedenfalls nicht fündig, was hungerstillende Speisen angeht. Tapas ist nicht mein Ding. Und meine Eltern wussten nicht mal, was Tapas ist oder sind. Die Speisen in dem australischen Lokal waren so abgehoben und teuer, dass das auch nicht so das Richtige war. Letzte Station: die Piazza Nova.
Die Piazza Nova ist ein italienisches Ristorante direkt an der Frauenkirche. Ich glaube, sie wären gern ein Nobelschuppen, sind aber in Wirklichkeit nur ein versnobter Laden. Okay, ich stellte mich ein wenig doof an, in dem ich dachte, in einem Ristorante gibt es auch Pizza. Die Bedienung daraufhin angesprochen, lächelte und meinte: Viele würden in “Piazza” “Pizza” lesen, und denken, hier gäbe es auch Pizza. Aber das hier sei ja eine Piazza, und in einer Piazza gäbe es keine Pizza.
Ach so. Wobei ich die Piazza durchaus als Piazza erkannt habe und sich mir trotzdem nicht erschloss, warum es in einer Piazza (mit dem Untertitel “Ristorante”) keine Pizza gibt. Auch sonst wird auf langweiligen Prollfraß verzichtet. Poplige Spaghetti Bolognose gabs nicht. Dafür Spaghetti mit Thunfisch, Zitrone und Kirschtomaten. Uuuh. Okay, hat nicht schlecht geschmeckt, war aber keine Offenbarung. Bis auf den Preis: lumpige 12,50 Euro. Frauenkirchenblickbonus. Sei’s drum. Nein, den Laden kann ich nicht empfehlen.
Rein kulinarisch gibt es sicherlich bessere Ecken als die Gegend rund um die Frauenkirche. Dort ist Dresden definitiv ganz schön dekadent geworden.
Entschädigt wurden wir mit einem herrlichen Blick auf die historischen (mitunter restaurierten) Elbflorenz-Bauten vom Elbufer aus gesehen.
Dresden lohnt sich immer. Man muss nur wissen, wo es sich lohnt, hinzugehen. Und das ist ja überall so.

Hits: 66

RTZapper

2007! Menschen, Bilder, Emotionen

Montag, den 10. Dezember 2007
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SO 09.12.2007, 20.15 Uhr, RTL

Standing Ovation sin Fernsehsendungen bereiten sich einigen Jahren sehr inflationär aus. Heutzutage bekommt jeder, der irgendwas Tolles gemacht hat, eine stehende Ovation vom Publikum. So auch heute Schendelmen-Boxer Henry Maske beim RTL-Jahresrückblick.
Aber, bitte RTL: In so einem Moment sollte vielleicht euer Anheizer, der vor dem Publikum steht, und den unfassbaren Applaus einfordert, nicht unbedingt im Bild zu sehen sein.
Wie peinlich. Hätte ja passieren können, dass das Studiopublikum bei Henry einfach nur bräsig vor sich hin klatscht. Dem beugt man dann schon mal gerne vor, nicht wahr?!

Hits: 89