Tagesarchiv für 21. November 2007

RTelenovela

Die Frau an seiner Seite

Mittwoch, den 21. November 2007
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Als Bestsellerautor S. heute Abend in der Nauener Bibliothek aus seinem aktuellen Roman vorlas, saß seine wohl größte Bewunderin direkt neben ihm: seine Frau.
Meistens halten sich Begeliter während der Lesung ja im Hintergrund. Aber vielleicht hatte es sich S. ja gewünscht, dass seine Liebste die gesamte Vorlesestunde am Tisch vorn neben ihm saß. Für die Zuschauer war es jedenfalls ein interessanter Anblick.
Wer sich im Nachhinein an die Lesung erinnert, weiß wahrscheinlich zu der Frau nur eines: Sie war halt da.
Saß neben ihm und sah ihn an. Wie er so las. Und verzog keine Miene. Ganz ernst folgte sie seiner Lesung, mit einer Falte über der Nase. Selbst, als S. wörtliche Reden ausschweifend las – seine Frau zeigte keine Regung. Sie guckte einfach nur. Als S. Stellen vorlas, in dem es um den Tod und Mord ging: seine Frau juckte das wenig. Sie schlürfte am Käffchen. Und zeigte danach wieder null Regungen.
Ein Autor und seine Frau. So werden Lesungen (noch) interessanter.

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RTZapper

Die Sendung mit dem Elefanten

Mittwoch, den 21. November 2007
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MI 21.11.2007, 7.35 Uhr, KI.KA

Er führte seit Jahrzehnten ein Schattendasein. War immer nur der Promi in der zweiten Reihe, ein Nebendarsteller. Und er wollte mehr. Seine eigene Sendung. Und jetzt hat er sie.
Die Rede ist vom Elefanten. Nicht von irgendeinem, sondern von dem Elefanten aus der “Sendung mit der Maus”. Immer ist er dabei, das kleine blaue Elefantchen, und dennoch hieß das Ganze “Die Sendung mit der Maus”. Wie gemein.
Deshalb wurde es höchste Zeit für seine eigene Sendung. Und damit auch jeder weiß, was Sache ist, heißt sie: “Die Sendung mit dem Elefanten”. Da wird sich die Maus aber ärgern.
Das Konzept zwischen der Maus-Sendung und der Elefanten-Sendung ist ähnlich. Kurze Filmchen mit dem Blauen, in denen hin und wieder auch ein Hase auftaucht (Warum nicht die Maus? War sie sich zu fein für eine Nebenrolle?). Dazwischen kleine Geschichten, Tier- und Trickfilme, meist zu einem Thema – heute früh waren es Fliegen.
Das Ganze läuft montags bis freitags um 7.35 Uhr auf dem KI.KA. Hoffentlich bekommt der Elefant bei so einer Bildschirmpräsenz keine Höhenflüge!

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aRTikel

Gesprächsersatz

Mittwoch, den 21. November 2007
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Teenie-Versteher-Buch für Eltern

MAZ Gransee, 21.11.2007

Hauke Brost: “Wie Teenies ticken – 111 Fakten, die aus allen Eltern Teenie-Versteher machen”
Ja, dieses Buch scheint durchaus ernst gemeint zu sein. Wenn Eltern mit ihren pubertierenden Kindern nicht klarkommen oder Fragen haben, die sie sich nicht zu fragen wagen, können sie auch zu diesem Buch greifen. Stattdessen könnte man ja mal ins Gespräch kommen. Macht sich auch viel besser, wenn man sich an die Kinder wendet: “Was wollt ihr gern gemeinsam mit uns im Urlaub machen?” – und nicht das Buch um Rat fragen muss.
Wie auch immer: Hauke Brost klärt in seinem Werk so ziemlich alles, wovon er meint, dass Eltern das gern geklärt hätten: “Wurdet ihr schon mal gemobbt? Gibt es Spiele, in den nicht geballert wird? Klaut ihr manchmal was im Laden? Okay, das Buch bietet viele Fakten. Dennoch ist der Ansatz ein sehr seltsamer. Liebe Eltern: Fragt einfach eure Kinder und nicht das Buch!

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RTelenovela

Zahnarzt (12)

Mittwoch, den 21. November 2007
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-> 26.10.2007

Ich war weniger nervös, weil der Zahnarzttermin wieder rangerückt war, vielmehr wegen der Frage, welche Auswirkungen die Spritze heute mal wieder haben wird.
Als ich drankam, war das erste Thema durchaus überraschend: die Saunameisterschaft. Die Zahnärtzin beglückwünschte mich zu meinem fünften Platz. Woraufhin ich anmerkte, dass der besagte fünfte Platz gleichzeitig der letzte war. Sie hatte in der Zeitung davon gelesen, weil einer der Teilnehmer wohl ein Verwandter war.
Und dann der Schock: Spritzenverbot. Weil ja mein Kreislauf so seltsam darauf reagieren würde, würden wir heute mal auf die Spritze verzichten.
Na toll.
Aber es sei ja heute auch nur eine kleine sache zu erledigen. Der Backenzahn oben links würde einige kleine Schäden aufweisen. Da würde nur punktuell gebohrt. Bis auf ein paar kurze Momente hielt sich der Schmerz dann auch wirklich in Grenzen.
Nur: Soll das jetzt so weitergehen? Alle 4 Wochen mal eine Behandlung, und dann immer nur Kleinstarbeit? Mein eigentlicher Problemzahn wurde bis heute nicht bearbeitet. Dafür aber geröntgt.
Der kommt also nächstes Mal dran. Am 8. Januar 2008. Schon wieder so lange hin…

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ORA aktuell

Strom wird 2008 teurer

Mittwoch, den 21. November 2007
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Die Oranienburger Stadtwerke erhöhen zum 1. Januar 2008 den Strompreis. Der Arbeitspreis für Strom steigt um 0,34 auf 21,16 Cent je Kilowattstunde, der Leistungspreis um rund zehn Euro auf 74,27 Euro jährlich. Damit erhöhen sich die Stromkosten für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 2500 Kilowattstunden um 1,85 Euro pro Monat (22,20 Euro im Jahr).
Laut der Stadtwerke sind insbesondere die gestiegenen staatlichen Steuern und Abgaben sowie die erhöhten Großhandelspreise Gründe für die Verteuerung.

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RTZapper

Café Puls: Österreich steigt aus Eurovision Song Contest aus

Mittwoch, den 21. November 2007
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MI 21.11.2007, 6.00 Uhr, PULS tv

Die Österreicher sind beleidigt. Noch beleidigter als die Deutschen – und das soll schon was heißen! Sie wittern eine ganz gemeine Verschwörung: alle gegen die Ösis. Das Alpenland steigt aus dem Eurovision Song Contest aus.
Denn: Niemand wählt bei dem Musikwettbewerb noch die Österreicher. Fast niemand. Das Land wurde im Halbfinale 2007 Voletzter. Immerhin, nicht Letzter!
An der Qualität des Songs kann es aber nun wirklich nicht gelegen haben, sagen die Österreicher – und heiß es am Morgen in “Café Puls” auf dem österreichischen Privatsender PULS tv. Schließlich ESC-Teilnehmer Eric Papilaya ja in dem Land total beliebt. Das kann nur eine Verschwörung sein! Alles total politisch! Die Länder im osten und Norden schanzen sich doch alle gegenseitig mit Punkten zu. Schiebung!!
Ja, ja, ja. Ich kann es nicht mehr hören. Klar, die Zuschauer in den Ländern denken nur politisch, wenn sie einen Song hören. Sie denken natürlich drüber nach, ob sie es politisch vertreten können, das oder das Land zu wählen. Was für ein Blödsinn.
Andererseits gibt es das in Osteuropa wohl weniger – die Häme. Häme darüber, dass Deutschland seinem Nachbarland mal wieder 0 Punkte gibt und andersrum. In Mitteleuropa scheinen sich die Leute in den verschiedenen Ländern zu hassen. Im Norden und Osten scheint das anders zu sein.
Aber vielleicht fehlt es den Österreichern (wie den Deutschen auch) einfach nur an Kreativität? In so einem großen Wettbewerb muss man sich zu behaupten wissen. Einfach ist das nicht, klar. Aber sich nun beleidigt zurückzuziehen? Liebe Österreicher, das ist schon ziemlich peinlich.

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