Tagesarchiv für 3. November 2007

RTelenovela

Hennigsdorf: Tote Hose im Kino. Davor eher nicht.

Samstag, den 3. November 2007
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Was ist eigentlich mit dem “Kinocenter im Ziel” in Hennigsdorf los? Freitagabend. Spätvorstellung. Es laufen “7 Tage: Ausgeflittert”, “Lissi und der wilde Kaiser” und in der Reihe “Der besondere Film” “Dunkelblaufastschwarz”. Man könnte meinen, zumindest bei “Lissi” sei die Bude voll. Vielleicht auch beim Ben-Stiller-Film. Doch nichts da: Wir sind die einzigen Gäste im gesamten Kino.
Woran liegt das? Am Kino? Haben die Hennigsdorfer kein Geld, kein Lust oder fahren die nach Berlin ins Kino? Oder hauen die sich vielleicht VOR dem Kino die Köppe ein?
Des Rätsels Lösung: Tatsächlich scheinen sich sich lieber gegenseitig VOR dem Kino, auf dem Postplatz, die Fresse zu polieren. Als wir das Kino verließen, war der Platz voller Menschen. Plus mehrerer Polizeiwagen und zwei Krankenwagen. Was genau vorgefallen ist, war leider unklar. Aber die Szenerie – Polizisten, die auf zeternde Leute einsprachen – ließ uns denken, was da los war. Auf dem Weg nach Hause kamen uns weitere Einsatzwagen entgegen.
Kultur ist wohl nix für die Hennigsdorfer?

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RT im Kino

Dunkelblaufastschwarz

Samstag, den 3. November 2007

Jorge (Quim Gutiérrez) steckt in einer Dauerkrise. Zwar hat er sein BWL-Studium beendet, findet aber keinen Job. Außer dem des Pförtners. Aber er will mehr. Natürlich. Zu hause muss er sich um seinen kranken Vater kümmern.
Jorges Bruder Antonio (Antonio de la Torre) sitzt im Knast, wo er sich in Paula (Marta Etura) verliebt. Die will ein Kind von ihm, was aber nicht funktioniert: Antonio kann keine Kinder zeugen. Jorge soll ran.
Für den spanischen Regiedebütant Daniel Sanchez Arevalo war “Dunkelblaufastschwarz” ein rieseiger Erfolg. Der Film gewann drei Goya-Filmpreise. Und das vollkommen zu Recht. Ruhig erzählt er eine Geschichte über Menschen, die verunsichert sind. Die an einem Punkt in ihrem Leben stehen, an dem sie nicht wissen, wie es weiter gehen soll. Ihre Sehnsüchte. Ihre Fehler, Unzulänglichkeiten. Es gelingt dem Regisseur, sympathische Figuren in eine packende, rührende Geschichte zu verwickeln. So wird ein wirkliches gutes Gefühl erzeugt.

8/10

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RTZapper

Hotlist Top 15

Samstag, den 3. November 2007
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FR 02.11.2007, 18.00 Uhr, Yavido

Die Musikclips in der “Hotlist”-Sendung auf Yavido können sich schon gesehen lassen. Sind ja nicht umsonst in den Charts. Aber das wirklich spannende an der Sendung war das Chat-Laufband. Hier können reiche Jugendliche für 49 Cent Textbotschaften senden, die dann am oberen Bildrand durchlaufen. Und waren es früher Grüße oder Botschaften wie “Gertrude, ich liebe dich!” oder “Tokio Hotel sind geil!” (oder wahlweise: scheiße, doof, hässlich), geht heutzutage in dem Chat ganz schön die Post ab.
Da gab es den Marcus, der eine gewisse Anne disste. Und andere Chatter, die daraufhin den Marcus… sagen wir: zur Rede stellten: “Halt deine Fresse!” Oder er solle doch keine Lügen verbreiten. Und die Anne habe ja jedes Mal mehr Probleme, wenn sie schreiben würde. Es gibt auch Mitfühlende: “Anne, wieso nervten der dich?” Und Hassende: “Jemand wie dich sollte man gar nicht in den Chat lassen.” Und Besserwisser: “Wenn du von nix ne Ahnung hast, gehe lieber.”
Während die Plan White T’s gemütlich vor sich hin singen, fliegen oben im Chat die Fetzen. Eine echte Seifenoper. Vielleicht ja auch die billige Seifenoper der Zukunft?
Übrigens – Fortsetzung folgt: “Glaub das geht nächste Woche weiter so. Kenn den doch.” Yavido freut sich bestimmt. Der Zickenchat bringt ihnen schließlich die Kohle. Und vielleicht auch Quote?

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RTelenovela

Rehmate

Samstag, den 3. November 2007
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Auf der Landesstraße 21 zwischen Zehlendorf und Kreuzbruch steht an einem Abzweig das Hinweisschild für den Ort Rehmate. Schon immer habe ich mich gefragt, was das für ein Ort sein soll. Ich war jedenfalls noch nie dort. Ein weißer Fleck auf meiner Oberhavel-Landkarte.
Bis heute. Nach einem Termin in Kreuzbruch nahm ich mir einfach mal die Zeit, links abzubiegen. Nach Rehmate.
Rehmate ist ein Ortsteil von Zehlendorf. Zehlendorf widerum gehört zu Oranienburg. Der abgelegene Ort ist also Teil von Oranienburg. Wer hätte das gedacht.
Tatsächlich hat Rehmate etwas zu bieten. Eine unbefestigte Hauptstraße und ein paar Nebenstraßen. Einige Wohnhäuser. Und eine richtige Ranch. Hier kann man auf Pferden reiten. Heute jedoch war es einfach nur neblig-trüb.
Fährt man durch Rehmate durch, immer weiter die holprige Straße entlang, landet man in Stolzenhagen.
Wieder was Neues gesehen von der Heimat.

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