Tagesarchiv für 28. Oktober 2007

RTelenovela

Ich will einfach nur einen Döner. So ganz privat.

Sonntag, den 28. Oktober 2007
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Lieber Carolli’s-Chef!
Ich bin genervt. Wenn ich Ihren Dönerladen betrete, bin ich eine private Person. Sie haben das vielleicht noch nicht bemerkt, obwohl ich es schon mal erwähnte. Deshalb hier noch mal.
Heute haben Sie nicht nicht mal “Guten Tag” gesagt, sondern hielten mir gleich eine Seite unserer Konkurrenz unter die Nase, die wieder mal über Sie berichtet haben (im Rahmen einer Anzeigenseite, also wahrscheinlich von Ihnen bezahlt). Schön für Sie. Aber was soll ich denn jetzt tun? Gleich den Block zücken und mir von Ihnen wieder mal sagen lassen, dass es gut läuft? Oder auch nicht?
Klar, Sie engagieren sich, tun so einiges für die Stadt. Aber bitte, Sie sind nicht der Nabel der Welt, über den man jede Woche berichten muss.
Und wenn das die Konkurrenz tut – freuen Sie sich einfach. Aber das heißt noch lange nicht, dass unser Haus das jetzt auch tun muss. Und da muss man dann auch nicht so tun, als sei man gegenüber den anderen ganz schön hinterher (um es freundlich auszudrücken). Zumal wir Sie oft genug bei uns drin hatten. Kostenlos. Und ich selbst habe da sowieso nichts zu sagen. Ich bin ein kleines Licht bei uns. Vor allem am Sonntagnachmittag. Da will ich nämlich nichts anderes als einen Döner.
Mit freundlichen Grüßen…

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RTZapper

Die Harald Schmidt Show: Die große SAT.1-Radionacht

Sonntag, den 28. Oktober 2007
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SA 27.10.2007, 19.25 Uhr, Sat.1 Comedy

Minutenlang nur ein Standbild. Ein altes Radio. Darunter der Schriftzug “Radionacht”. 20 Minuten lang nur Ton. Eine Persiflage auf das Radio. Gruß- und Wunschsendungen. Jingles. Stars, die den “Schmidtmix” hören. Werbung. Verkehrsmeldungen.
Nein, kein nächtliches Testbild. Das war eine Ausgabe der “Harald Schmidt Show”, die einst bei Sat.1 für Furore sorgte. Insbesondere diese Folge. Denn ein 20-Minuten-Standbild auf einem Privatsender ist – sagen wir mal so: ungewöhnlich. Aber damals leiste sich Schmidt diesen Luxus noch. Und wurde dafür gefeiert. Zu recht. Denn es war wirklich extrem lustig. Und hat, gut sieben Jahre nach der Erstausstrahlung bei der heutigen Wiederholung auf Sat.1 Comedy nichts an Witz verloren.
Der Sender zeigte heute, aus Anlass des Starts von “Schmidt & Pocher” sieben Stunden lang die besten Folgen der Late-Night-Show. So zum Beispiel auch die “Show auf Französisch”. Auch an der hatten die Sat.1-Bosse sicherlich ihren Spaß.
Im Anschluss lief dann übrigens noch eine neue Folge der “Niels Ruf Show”. Sie zeigte, dass Rufs Sendung im Vergleich zu Schmidt doch extrem billig ist.

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RTelenovela

Ritter der Sauna

Sonntag, den 28. Oktober 2007
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Die Aufgüsse in der Sauna der Oranienburger Turm-Erlebniscity haben es schon in sich. Da wird man schon ganz schön gequält. Ich weiß also, was ein guter Aufguss ist. Schon mal keine so schlechte Voraussetzung für die Teilnahme an einer Saunameisterschaft.
Hierbei setzt man sich in eine Sauna und wartet die Aufgüsse ab. Klingt einfach. Und wenn man dann noch erfährt, dass der deutsche Rekord bei etwas mehr als 8 Minuten liegt – das ist machbar. Allerdings: Die Sauna ist 110 Grad heiß. Und die Aufgüsse kommen im 30-Sekunden-Abstand. Das klingt – nun ja – schon etwas härter.
So waren Helge und ich doch schon ein bisschen aufgeregt, als wir am Nachmittag das Foyer des Aqua-Bades in Hennigsdorf betraten. Die Frau an der Kasse fragte vorsorglich schon mal nach unserer Krankenkassenkarte. Unten, im Saunabereich warteten schon ein paar Leute auf den Beginn der Meisterschaft. Der Titelverteidiger von 2005 und 2006 brachte es schon mal auf 6 Minuten. Und erzählte, dass einige Brandblasen bekommen würden. Dass Mann eine Badehose (Frau einen Bikini) anziehen muss, weil es einfach so dermaßen heiß wird, dass gewisse Teile geschützt werden müssen. Dass man auch Brille, Schrankschlüssel und Schmuck ablegen müsse. Dass man auf der oberen Bank sitzen muss. Sich nicht den Schweiß wegwischen darf.
Tja, da kann einem dann doch schon mal mulmig werden. Brandblasen, soso. Ich gab mir zwei Minuten in der Glut.
Am Ende waren wir zu fünft. Vier Männer und eine Frau. Plus Saunameister. Ein übersichtliches Starterfeld.
Um Punkt 17 Uhr dann das Startsignal. Alle rein in die Kabine, auf die Bank gesetzt. Ich nahm die Hand vor mein Gesicht. Eigentlich ist das laut der internationalen Regeln verboten (sprechen übrigens auch), aber ich tat es trotzdem. War ja nur Hennigsdorf.
Hitze. Und gleich der erste Aufguss. Schon der zeigte – oder besser: ließ uns spüren, dass das eine brenzlige Angelegenheit wird. Es war heiß. Kochendheiß. Brühendheiß. Meine Fingerspitzen waren bald gar. Doch jede Bewegung machte es noch heißer. Ich wollte meine Hand ein mein Handtuch einwickeln, aber das war ja auch – heiß.
Zweiter Aufguss. Mein Oberkrörper brannte. Der Brand an meinen Fingern kroch nach oben, erfasste meine ganze Hand.
Dritter Aufguss. Mein ganzes Gesicht brennt. Meine Knie. Jede kleinste Bewegung macht es schlimmer.
Vierter Aufguss. Was für ein Schmerz. Und auch das Atmen ist problematisch. Zu heiß. Der ganze Körper brennt. Nicht zum Aushalten.
Einen fünften Aufguss verkrafte ich nicht. Ich stehe schnell auf, taste mich zur Tür vor. Und es brennt! Es brennt! Im “Gehwind” brennt es noch mehr. Feuer.
Tür auf, Tür zu. Und – es wird kühler.
2,12 Minuten. Nun ja. Mehr als die zwei Minuten, die ich mir so gedacht hatte. Aber nicht viel mehr. Und vor allem. Ich bin fünfter. Man könnte auch sagen: letzter.
Helge wurde Dritter mit fast 3 Minuten. Der Sieger schaffte 3,58 Minuten. Und er hätte es noch länger ausgehalten, ist aber gleich hinter der Zweitplatzieren rausgegangen. Man müsse sich ja nicht weiterquälen, meinte er danach.
Hardcore-Sauna. Anders kann man diese Aktion nicht bezeichnen. Während man in einer normalen Sauna die Kabine verlässt, weil der Kreislauf ein entsprechendes signal gibt, sind es bei der Saunameisterschaft eher die brennenden schmerzen auf der Haut. Der Wahnsinn.
Immerhin habe ich jetzt eine Urkunde: Ich bin “Ritter der Sauna”. Ob ich nächstes Jahr versuche, meine Zeit zu verbessern – na ja, mal sehen.

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