Tagesarchiv für 25. Oktober 2007

RTZapper

Eros & Psyche

Donnerstag, den 25. Oktober 2007
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MI 24.10.2007, 2.00 Uhr (Do.), Astro TV

Ich glaube, jetzt sind die Astrotanten vollkommen weggetreten. Während im Hintergrund eine orientalisch angehauchte Musik läuft, bewegt sich die wartende Seelentrösterin im Takt und klingelt mit zwei Glöckchen, die sie in beiden Händen hält. Dazu quäkt sie “Wählt euch ein!” und faselt etwas davon, dass sie einen Urlaubsantrag eingereicht habe. Damit sie nachts zu Hause auch mal Astro TV sehen kann und lachen kann.
Schon klar. Der Irrsinn überträgt sich irgendwann auf jeden. In der Nacht zu heute hat es auch die Astrotrante erwischt. Wenn sie nicht schon vorher irre war. Da redet man sich schon mal um Kopf und Kragen.
Tja, und natürlich wird wieder niemand durchgestellt. Oder besser: Schon wieder ruft niemand an (zwinker, zwinker).

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RTelenovela

Fabrik statt Biotop

Donnerstag, den 25. Oktober 2007
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Seltsames soll in Sachsenhausen geschehen. Die Straße Am Biotop wird, wenn es nach den Oranienburger Politikern geht, umbenannt werden. Denn schließlich sei der Straßenname irreführend: An dieser Stelle gebe es kein Biotop.
Also soll die totale Kehrtwendung vollzogen werden. Kein Biotop mehr. Stattdessen: Orafol. Ein großer Oranienburger Betrieb, der u.a. Folien herstellt. Eine Orafolstraße also. Da werden sich die Sachsenhausener aber freuen. Eine Straße nach einer Fabrik benannt. Was für ein Kniefall vor der Wirtschaft.
Richtig, Orafol ist wichtig für Oranienburg. Aber was, wenn es – was hoffentlich nicht passiert – der Firma mal schlechter gehen. Wird die Orafolstraße dann wieder umbenannt?
Wie auch immer: Der Wechsel von Am Biotop zur Orafolstraße ist bemerkenswert.

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RT im Kino

Lissi und der wilde Kaiser

Donnerstag, den 25. Oktober 2007

Nach dem “Schuh des Manitu” und dem “(T)Raumschiff Surprise” kommt nun der dritte (und wohl letzte) Film mit Figuren aus der “Bullyparade” ins Kino. Michael Bully Herbig ließ wieder das Publikum entscheiden: Es wählte die Sissi-Parodie. Sehr bald entschied Bully, dass “Lissi und der wilde Kaiser” kein Realfilm sein würde. Er sei zu alt für die Kostüme, das hätte lächerlich gewirkt, so Bully auf einer Pressekonferenz in Berlin.
Ob das eine gute Entscheidung war, ist und bleibt unklar.
Lissi (gesprochen von Michael Bully Herbig) und Kaiser Franz (Christian Tramitz) leben in einträchtiger Harmonie am Hofe des Schlosses Schöngrün. Bis Lissi von einem Yeti (Waldemar Kobus) entführt wird.
Mal abgesehen davon, dass die Yeti-Geschichte gerade am Anfang irgendwie blöd ist, kann “Lissi” nicht so richtig begeistern. Am Humor liegt das nicht unbedingt. Der ist eigentlich sogar recht gut, nur leider funktionieren die Gags an vielen Stellen nicht mit den animierten Figuren. Das Making Of lässt erahnen, wie lustig das Ganze mit den realen Bully und Co. gewesen worden wäre. Es gibt nur wenige Lacher, die punktgenau nur mit den Animationen funktionieren. Erst in der zweiten Hälfte kommen die Figuren, die sich gewollt mit Bully und Co. ähneln, so richtig zur Geltung.
Aber mehr als nur Schmunzler kommen bis auf wenige Ausnahmen nicht heraus. Die Entscheidung für einen Zeichentrickfilm war vielleicht doch ein Fehler, denn “Lissi und der wilde Kaiser” ist eher eine Enttäuschung.

5/10

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