Tagesarchiv für 21. Oktober 2007

RTZapper

ZDF-Fernsehgarten: Sommerhits

Sonntag, den 21. Oktober 2007
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SO 21.10.2007, 11.03 Uhr, ZDF

Okay, okay, ich gebe es zu: Cindy und Berts Song “Immer wieder sonntags” kann durchaus als Kult bezeichnet werden. Das Lied werden die meisten Leute kennen. Wenn es ab und zu mal auf Partys gespielt wird, kommt das unter Umständen auch ganz gut an. Traurig wird es allerdings, wenn Cindy und Bert in einer Fernsehshow auftreten. Wir zum Beispiel heute Vormittag im “ZDF-Fernsehgarten”. Zu den Klängen des etwa 35 Jahre alten Playbacks laufen sie mehr oder weniger beschwingt durch die Kulissen. Dass ihre Stimmen noch genauso klingen wie in den 70ern darf bezweifelt werden. Aber vielleicht klingt das Lied nicht mehr so gut, wenn es einfach mal neu aufgenommen würde? So oder so: ein ziemlich peinlicher Auftritt.

Hits: 11

RTZapper

Die große TV total Stock Car Crash Challenge 2007

Sonntag, den 21. Oktober 2007
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SA 20.10.2007, 20.15 Uhr, ProSieben

Für die übermäßige (Schleich-)Werbung bei der Wok-WM bekam ProSieben eine Rüge von der Medienaufsicht. Doch bei der “Großen TV total Stock Car Crash Challenge 2007” sah das nicht besser aus. Fast jedes Team trug den Namen eines Werbekunden. Etwas, das ProSieben nicht beeinflussen kann? In einer Show, die von ProSieben veranstaltet wird? In der es “Klarmobil-Kurven” gibt? Mal ganz abgesehen davon, dass die extrem offensive Werbung des Mobilfunkbetreibers auch nach hinten losgehen kann (die ständigen Einblendungen und Nennungen nervten), kann ProSieben es uns nicht weismachen, dass das nicht gewollt war.
Klar, so ein Event ist teuer. Aber ist der Preis tatsächlich, dass hier die Werbung auch außerhalb der Werbeblöcke immer häufiger wird?
Ansonsten Respekt an die Zuschauer in der Arena auf Schalke in Gelsenkirchen: Rund fünf Stunden haben sie sich das Spektakel reingezogen, dass nicht immer spannend war. Zumal, wenn man es nur aus der Ferne betrachtet und nicht, wie wir, gemütlich vorm Fernseher, wo uns immer die wichtigsten Bilder gezeigt wurden. Die Sendung ließe sich doch sicherlich auf etwa drei Stunden zusammenkürzen. Es würde ihr sehr gut tun.

Hits: 10

RTZapper

Auf nach Rügen – Die Brücke ist fertig

Sonntag, den 21. Oktober 2007
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SA 20.10.2007, 20.15 Uhr, NDR fernsehen

Mit einer großen Lichtshow wurde am Abend ein Eröffnung der Rügenbrücke in Stralsund und Altefähr auf Rügen gefeiert. Die neue Rügenbrücke stand im Mittelpunkt eines Feuerwerkes und diverser Spielereien.
Leider hat es der NDR in keinster Weise hinbekommen, das Ereignis in der Live-Sendung “Auf nach Rügen – Die Brücke ist fertig” auch nur in irgendeiner Weise gut ins Bild zu bekommen. Um es mal klar zu sagen: Die Regisseurin dieser Sendung gehört gefeuert.
Nach 75 Minuten Vorberichterstattung ging es endlich los. Leider hielt es niemand für nötig, der quasselstrippigen Moderatorin den Ton abzudrehen. Mit ihrem Interviewpartner sülzte sie die ganze Zeremonie zu. Einwürfe wie “Und was sehen wir jetzt?” oder “Jetzt wird die Brücke beleuchtet.” oder “Sind Sie zufrieden?” waren völlig überflüssig. Die eigentliche Musik des Events war nur im Hintergrund zu hören. Hilflos schwenkte die Kamera umher, um irgendwas einzufangen, zoomte hektisch ran und wieder weg. Hat niemand einen Plan davon gehabt, was auf der Rügenbrücke passieren würde? Hat denn niemand mal mit dem NDR gesprochen? War die Regie überfordert? Oder gelangweilt? Wahrscheinlich, denn dann wurde auch noch zu Außenreportern geschaltet. Die fragten dann die Leute “Und, wie finden Sie es bisher?” Ganz toll, wenn das eigentliche Event noch läuft, es aber die Fernsehzuschauer nicht wirklich miterleben dürfen.
Der letzte Rumps des Feuerwerkes war verklungen, da musste die Moderatorin auch schon die Sendung beenden.
Eine ganz miese Leistung, die der NDR da in Stralsund abgeliefert hat.

Hits: 10

RT im Kino

Pornorama oder Die Bekenntnisse der mannstollen Näherin Rita Brauchts

Sonntag, den 21. Oktober 2007

München in den 70ern. Was Oswalt Kolle mit seinen Aufklärungsfilmen kann, das können doch der junge Polizist Bennie (Tom Schilling) und sein Bruder Freddie (Benno Fürmann) schon lange. Um auch das große Geld zu machen, wollen sie einen Sexfilm drehen. Den Titel hat sich Bennie schon ausgedacht: “Pornorama oder Die Bekenntnisse der mannstollen Näherin Rita Brauchts”. KLar, dass das Vorhaben nicht ohne Probleme über die Bühne geht.
Hm. “Hm” trifft es bei diesem Film ganz gut. Regisseur Marc Rothemund und Produzent Bernd Eichinger dachten sich wahrscheinlich, wenn sie deutsche Schauspielgrößen in einen Film stecken, in dem es um Sex (oder irgendwie so) geht, dann reicht das für einen Erfolg.
Reicht es aber nicht. Dazu kommt das Filmchen leider ohne zündende Ideen und Gags aus. Aus der Thematik hätte sehr viel mehr rausgeholt werden können, alles ist viel zu brav und bieder – gerade das, was “Pornorama” nicht gebraucht hat. Gerade so an der Peinlichkeit vorbei.
Hinzu kommt, dass Tom Schilling einfach nicht älter zu werden scheint. Und dass Michael Gwisdek im Film einen Dialekt spricht, der einfach nicht komisch ist, sondern nur nervt. Und dann ist auch das Ende auch noch ziemlich doof.
Fazit am Ende: Irgendwie ganz nett. Aber das ist eben auch irgendwie zu wenig.

5/10

Hits: 11