Tagesarchiv für 19. Oktober 2007

aRTikel

Dem Autokino droht das Aus

Freitag, den 19. Oktober 2007
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Betreiberin Rita Marcinkowski sucht nach einem Nachfolger

MAZ Oranienburg, 19.10.2007

FLATOW
Mit dem Film „Hairspray“ mit John Travolta endete am späten Mittwochabend in Flatow die Autokinosaison. Jetzt ist Winterpause. Aber ob das Kino im Frühjahr 2008 wieder eröffnet wird, ist noch völlig unklar. Die Betreiberin Rita Marcinkowski will ihr Geschäft verkaufen, hat aber noch keinen Nachfolger gefunden.
Die 65-Jährige aus Nauen gibt das Autokino aus Altersgründen ab. „Ich mache jetzt nicht mehr weiter“, sagte sie auf MAZ-Nachfrage. „Auch wenn es schade ist, dass jetzt Schluss ist.“ Jetzt wolle sie sich verstärkt darum kümmern, dass der Betrieb des Autokinos ab 2008 mit einem neuen Betreiber weitergehen kann. Das Gelände, das sie von der Bahn gepachtet hat, gibt sie ab, das Autokino selbst möchte sie verkaufen.
„Allerdings muss dann mit einem neuen Betreiber auf dem Gelände noch ein bisschen mehr passieren“, sagt Rita Marcinkowski. „Wir haben es schon mal mit einem Trödelmarkt auf dem Autokinogelände versucht. Junge Leute könnten zum Beispiel Bands aus der Region vor den Filmvorführungen auftreten lassen.“ Auch eine Autobörse sei denkbar. Der Nachfolger habe einen leichteren Stand: „Das Kino hat sich ja durchaus einen Namen gemacht“, so Rita Marcinkowski.
Die Saison 2007 sei „nicht so gut“ verlaufen. „Das könnte am Wetter gelegen haben, aber wahrscheinlich auch an der wirtschaftlichen Lage der Leute“, vermutet Rita Marcinkowski. „Die Spritpreise sind hoch, es gibt viele Arbeitslose.“ Eine genaue Besucherzahl für 2007 konnte sie jedoch noch nicht nennen. Einer der erfolgreichsten Filme des Jahres war „Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt“, der dritte Teil von „Fluch der Karibik“.
Bleibt abzuwarten, ob das Autokino 2008 wieder in Flatow eröffnet wird. Alles andere wäre „sehr schade“, findet sicherlich nicht nur Rita Marcinkowski.

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RT im Kino

Jagdhunde

Freitag, den 19. Oktober 2007

Die Uckermark, weites, ödes land. Einsam und verlassen. Lars (Constantin von Jascheroff) und sein Vater Henrik (Josef Hader) ziehen auf einen alten Bauernhof. Die Ur-Uckermarker ignorieren die Hinzugezogenen. Die Idee, die Scheune in ein Hochzeitshotel umzubauen wird belächelt. Es herrscht Sprachlosigkeit.
Lars will weg, zurück zur Mutter nach Berlin. Doch am Bahnhof verpasst er den letzten Zug, weil er Marie (Luise Berndt) trifft. Als er nach Hause zurück kommt, ist sein Vater nicht allein – seine Liebhaberin ist da. Und damit nicht genug. Zu Weihnachten taucht auch noch seine Mutter (Ulrike Krumbiegel) auf – mit ihrem neuen Freund (Marek Harloff) …
“Jagdhunde” zeigt quasi in jeder Minute die Ödnis der Uckermark. Auch wenn die Handlung an sich nicht uninteressant, streckenweise sogar ansatzweise skurril und witzig ist, die Ödnis überträgt sich irgendwann auch auf den Zuschauer. Das Tempo des Films ist langsam, genau wie die Zeit, die im Norden Brandenburgs (nicht) vergeht…

-> 5/10

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RTelenovela

Dicke Luft bei McDoof?

Freitag, den 19. Oktober 2007
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Irgendwie hatte ich heute bei McDonald’s in Glienicke den Eindruck, als herrsche dicke Luft. Ständig keiften sich der Typ am caféstand und die Tante hinterm Tresen an. Und es klang nicht scherzhaft. Muss das erst der Restauranttester von RTL kommen und wieder heile Welt schaffen?

Dabei fällt mir ein: Am Wochenende war wieder Massenburgerbestellung bei McDoof. Diesmal im “Alexa” in Berlin. Langsam finde ich das ätzend. Ist doch eigentlich nur noch gute Werbung für die Bulettenbrater – nichts weiter.

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