Tagesarchiv für 13. Oktober 2007

RTelenovela

Ei jo, muss das sein?

Samstag, den 13. Oktober 2007
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Jeder Ort hat ein typisches Geräusch: In Oranienburg waren es bis vor rund 20 Jahren die Hubschrauber, die auf dem Landeplatz der Russen bei Wilhelmsthal starteten und landeten. Wie ein Klangteppich lag das Geräusch oft stundenlang über der Stadt.
Wer in der Gegend rund um den Hockenheimring wohnt, kommt heute ebenfalls um ein markantes Geräusch nicht herum: Morgen findet das DTM-Finale statt und schon heute finden erste Rennen statt. Und das ist sehr gut zu hören – der Lärm der Rennwagen. Schon am Vormittag, als ich zur Neulußheimer Tankstelle fahre, um Brötchen zu holen, wird im Motodrom Gas gegeben.

Besuch des Schwimmbades von Hockenheim: Wie schon an anderer Stelle beschrieben, ist es eine Todsünde, während eines Aufgusses, die Sauna zu verlassen. Wer es doch tut, zieht den blanken Hass der Leute auf sich. Nun gut, im Turm in Oranienburg nimmt man das eher mit einem Lachen. In Hockenheim ist das anders. Da haben die Leute null Verständnis. Als ein junger Mann während des Aufgusses raus musste, sank die Stimmung bedrohlich: “Och, nein!!” “Das kann doch wohl nicht wahr sein!” “Ei jo, muss das sein?!” Und dabei kam nicht wirklich ein Lufthauch in den Raum. Aber erst mal aufplustern…
Und beim Luftschnappen im Freigelände wussten wir dann wieder, dass morgen der Motorsport in Hockenheim regieren würde…

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ORA aktuell

Drittes Gymnasium in Oranienburg

Samstag, den 13. Oktober 2007
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Das Mosaikgymnasium Oberhavel soll schon zum Schuljahresbeginn 2008 in Oranienburg eröffnet werden. Ein entsprechender Antrag liegt beim Bildungsministerium in Potsdam vor. Die Privatschule wird vom Oranienburger Jugend- und Sozialwerk getragen. Geplant ist eine Zweizügigkeit mit je 15 mit 18 Schülern. Die gemeinnützige GmbH unterhält bereits in Hohen Neuendorf eine Grundschule. Als Schulgebäude dient eine ehemalige Fabrikhalle in der Straße Am Mühlenfeld, das Gelände soll zum Campus ausgebaut werden – mit Sport – und Schwimmhalle. Investitionsvolumen: drei bis vier Millionen Euro. Schulgebühren: je nach Einkommen 80 bis 150 Euro pro Monat.

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RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Frankfurter Buchmesse 2007

Samstag, den 13. Oktober 2007
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FR 12.10.2007, Frankfurt/Main, Messe

Jede Frau ab 25 hatte in ihrem Leben schon mal einen Horst als Freund. Das sagt RTL-Moderatorin Tine Wittler. Mit Horst ist dabei nicht unbedingt jemand gemeint, der Horst ist. Aber einer, der sich wie en Horst benimmt. Auf der Frankfurter Buchmesse stellte Tine Wittler ihr neues Buch “Die Prinzssein und der Horst” vor. Was ist ein Horst, woran erkennt eine Frau einen Horst? Ein Horst hat seinen Namen nicht an der Klingeltür zu stehen. Ein Horst hat keine Möbel (oder kaum welche) in seiner Wohnung. Ein Horst schläft auf einer Einzelmatratze – die im schlimmsten Fall auch noch auf dem Boden liegt.
Das fand der Horst natürlich überhaupt nicht witzig. Während der Präsentation auf der Buchmesse meldete sich ein besagter Horst und meinte lauthals, dass er protestiere. Tine Wittler fand das sehr lustig, der Moderator des Talks weniger.
Buchmesse in Frankfurt. Das Paradies für Fans des geschriebenen Wortes. So ziemlich jeder Verlag ist vor Ort, um seine neuen Produkte vorzustellen. Inclusive der Promis: Alice Schwarzer plauderte über ihr “Emma”-Buch, Tim Mälzer stellte ein neues Kochbuch vor. Elke Heidenreich plauderte mit einer Moderatorin des hr. Fast stolpert man über die Prominenten, die ganz selbstveständlich überall an den Tischen sitzen und mit Pressevertretern plaudern.
An eines muss man sich aber gewöhnen: Man kann keines der Bücher kaufen. Als Pressevertreter kann man sie höchstens bestellen, dass sie zugeschickt werden. Messebesucher haben nur am Sonntag die Gelegenheit, die Messe leer zu kaufen. Bis auf das neue Harry-Potter-Buch. Das steht zwar schon in den Regalen am Stand des Carlsen-Verlages – aber die Seiten sind leer. Potter als Dummy.
Und wer denkt, am Jahresende hängen in den Buchläden schon viele Kalender rum, der muss auch mal zur Buchmesse kommen. Hier hängen noch mehr. Venedig von oben. Wien 360 Grad. Bielefelder (!) Ansichten. Kunst in jeder Form. Kalender von der freiwilligen Feuerwehr – auf denen sich die Kameraden oben ohne präsentieren – was nicht immer eine gute Entscheidung gewesen ist. Diverse Comics, Sportkalender – kurzum: Alles, was man sich vorstellen kann.
Im Außenbereich auf dem Platz zwischen den Messehallen (Wiedererkennungseffekt: Hier war ich schon mal zum Schooljam-Finale mit Greensession) zeigte eine katalanische Tanzgruppe ihr Können, die ARD zeigte ihre neuesten Filme.
Und natürlich führte auch der Bahnstreik auf der Messe zu Verwirrungen: “Sie wollen zur S-Bahn? Es fährt keine”, so die Auskunft der Auskunftgebenden. Gerade in dem Moment fuhren aus beiden Richtungen S-Bahnen ein…

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