Tagesarchiv für 6. Oktober 2007

RTelenovela

Na, am 13. September 2009 schon was vor?

Samstag, den 6. Oktober 2007
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Mal in den Terminkalender sehen: Liegt für den 13. September 2009 schon was an? Oh, da fällt mir auf: Ich besitze ja noch keinen Terminkalender für 2009. Da ist aber dumm. Schließlich gibt es doch bereits jetzt Karten für die Rosenstolz-Konzerte am 12./13. September 2009 in der Parkbühne Wuhlheide. In 23 Monaten.
Wer weiß, was bis dahin noch alles passiert, sind ja noch 2 Jahre. Ist es nicht ein wenig übertrieben, schon jetzt Karten zu verkaufen, für eine Veranstaltung, die erst in ferner Zukunft stattfindet? Ist es. Aber was PR angeht, sind Rosenstolz sowieso Weltmeister. Wenn man nur an die zig Variationen denkt, die von ihrem Album erschienen sind.
Da fällt mir ein: Ich habe Karten für das Reinhard-Mey-Konzert in Berlin. Im Oktober 2008. Ist auch nur noch ein Jahr hin. Und ich habe die Karten auch nicht erst seit gestern. Was für ein Irrsinn.

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RTelenovela

Bahnbekanntschaften (23): Und, was machen wir heute Abend?

Samstag, den 6. Oktober 2007
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Als ich am Bahnhof Oranienburger Straße in die S-Bahn steige, sitzen sie schon da. Markus und seine Freundin. Das heißt: Ob die beiden wirklich ein Paar sind – darüber ließe sich streiten.
Beide sitzen sich gegenüber. Er, vielleicht 22, 23 Jahre alt, ein wenig stämmig, dunkelblonde Haare, hat einen großen Seesack neben sich zu liegen. Sie, etwa gleichalt, sie bleibt bis Oranienburg namenlos, sitzt einfach nur da.
Wenn die beiden zusammen sein sollten, dann wäre das eine sehr trostlose Beziehung. Dann scheint nicht mehr viel los zu sein.
Er: Erzähl doch mal was!
Sie: Was soll ich denn erzählen?
Schweigen.
Nach einer Weile – sie: Soll ich so was erzählen, dass ich bei der Grippeimpfung war? Das ist doch nicht spannend.
Er guckt nur. In seinem Blick ist eine Mischung aus Langeweile und Trostlosigkeit. Er weiß nicht genau, was er sagen soll.
Die beiden fahren bis Oranienburg. Da scheint er zu wohnen, sie besucht ihn. Aber anscheinend sehen sie sich jeden Tag. Denn –
Er: Und, was machen wir heute Abend?
Sie: Weiß ich auch nicht. Hast du ne Idee?
Er: Ich habe doch schon Mittwoch entschieden.
Schweigen.
Er: Ja, und was machen wir nun heute Abend?
Sie schweigt.
Dann – Sie: Ich habe noch gar nicht geguckt, was heute Abend im Fernsehen läuft.
Er: Heute ist Freitag.
Sie: Stimmt. Heute ist Freitag, da kommt ja sowieso nichts.
Schweigen.
Sie: Wir können uns ja ein Video holen.
Er: Ich habe meine PIN-Zahl nicht.
Woraufhin ein Disput beginnt, warum man in einer Oranienburger Videothek eine PIN-Zahl braucht (in meiner brauche ich jedenalls keine).
Und wieder schweigen. Seinem Gesicht ist abzulesen, dass er ein wenig angeödet scheint. Ich könnte es, falls das stimmt, ihm nicht verdenken. Die junge Frau, die da neben mir sitzt, stocksteif, ist echt eine Träne. Tranig, bis zum Gehtnichtmehr. Was diese Beziehung hält, ist mir ein Rätsel.
Wenig später ruft sie über sein Handy einen gemeinsamen Freund an – sie hat ihr Handy blöderweise zu Hause liegen gelassen. Man könne ja einen Spieleabend machen. Wer denn alles da sei. Und ob man die Leute denn auch kenne? Und wenn er zurückriefe, dann doch bitte auf “Markus sein Handy”.
Was für ein Highlight tatsächlich auf dem Programm von Markus und seiner taffen Freundin stand, bliebt offen. Aber falls die beiden wirklich zusammen sind – das hält nicht mehr lange.

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RTZapper

ARD arbeitet schon an Heinos Nachruf!

Samstag, den 6. Oktober 2007
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FR 05.10.2007, Bild

Für wie dämlich hält die “Bild” eigentlich seine Leser? Oder anders gefragt: Wie dämlich sind eigentlich so manche “Bild”-Schreiber?
Mark Pittelkau war total entsetzt: Die ARD arbeitet bereits an einem Nachruf für den kranken Heino. Skandal!! Ein Nachruf für einen noch Lebenden! Böse ARD! Ekelhaft! Der Mark ist echt angewidert. “Ganz offenbar hat die Nachruf-Produktion bei der ARD Methode”, schreibt er entrüstet.
Und wir antworten: Ja, hat sie. Schon immer. Und nicht nur bei der ARD.
Denn was “Bild” als Skandal bezeichnet, ist in Wirklichkeit ein müdes Nichts. Alle Sender, die Nachrichten produzieren, haben ein großes Archiv mit vorgefertigten Nachrufen auf bekannte Persönlichkeiten. Das ist schon sehr lange so, wurde auch schon oft drüber berichtet. Selbst hier im Blog: -> 21.9.1999.
Oder woher glaubt der Herr Pittelkau, dass die Nachrufe kommen, die blitzschnell über den Sender gehen – so wie heute bei Walter Kempowski?
Dass Heino über diesen Vorgang entsetzt ist, darf bezweifelt werden. Im Gegenteil: Der ARD ist er so wichtig, dass sie ihm mit einem Nachruf bedenken.

Die ganze Geschichte gibt es bei www.BILDblog.de und bei DWDL.

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