Monatsarchiv für Oktober 2007

RTZapper

Promi, ärgere dich nicht!

Mittwoch, den 31. Oktober 2007
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MI 31.10.2007, 20.15 Uhr, Sat.1

Promis haben es auch nicht immer einfach: Zum Beispiel dann, wenn sie an einer Sendung wie “Promi, ärgere dich nicht” teilnehmen müssen. Als Spielfigur verkleidet über ein großes Feld zu hüpfen, kann auf jeden Fall nicht unbedingt eine Erfüllung sein. Entweder handelt es sich hier um chronischen Geldmangel bei den Promis, oder zumindest die Sat.1-Leute werden gezwungen, da mitzumachen. Oder macht es Jan Hahn vom “Sat.1-Frühstücksfernsehen” tatsächlich Spaß, sich in dieser Show drei Stunden lang zum Deppen zu machen?
Und was war eigentlich mit dem Würfler Karl Dall los? Er wirkte ein wenig, sagen wir mal: abgelenkt, abwesend. Sein Stimme war sehr brüchig, heiser. Oft wurde sein Mikro erst gar nicht angestellt. Erkältung? Oder ein paar Tröpfchen zu viel? Das bleibt wohl ein Rätsel.

RTelenovela

Ist ein Whopper ohne Fleisch noch ein Whopper?

Mittwoch, den 31. Oktober 2007
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Da geriet das junge Mädchen hinterm Tresen bei Burger King am Bahnhof Zoo ein wenig ins Schleudern: Der Mann vor ihr bestellte einen Whopper ohne Fleisch. Kann man das überhaupt in ihr Kassen- und Bestellungssystem eingeben? Eine herbeigerufene Kollegen winkt ab: Kann man nicht. So muss sie die Bestellung nach hinten rufen. Ein Whopper ohne Fleisch scheint also bei Burger King nicht vorgesehen zu sein.
Das führt auch unweigerlich zu der Frage: Ist ein Whopper ohne Fleisch überhaupt noch ein Whopper? Ist es dann nicht eher ein Brötchen mit ein bisschen Salat und Gemüse? Und macht das dann überhaupt noch Sinn? Hätte der Kunde das zu Hause nicht auch billiger haben können?

RTZapper

Menschen bei Maischberger: Bublath & Hagen

Mittwoch, den 31. Oktober 2007
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DI 30.10.2007, 23.35 Uhr, Das Erste

Nina Hagen hat eindeutig ein Ding zu laufen. Oder sie trinkt irgend etwas, was ihr nicht bekommt. Oder nimmt Tabletten.
Auf jeden Fall scheinen TV-Eklats langsam in Mode zu kommen. Nachdem Eva Herman vor einigen Wochen von Johannes B. Kerner gebeten wurde, zu gehen, ging ZDF-Wissenschaftexperte Joachim Bublath gestern freiwillig. Er verließ die Runde bei Sandra Maischberger, die über Ufos, Engel und Außerirdische diskutierte. Oder so ähnlich. Zumindest Nina Hagen blubberte nur seltsames Zeug vor sich hin und quatschte die anderen Gäste nieder.
Schon einmal sorgte Nina Hagen in der ARD-Talkshow “Menschen bei Maischberger” für Streit, warum sie nun nochmal hingebeten wurde, das wissen sicher nur Frau Maischberger und ihr Team.
Erst setzte sich die Hagen woanders hin, weil sie sich von Joachim Bublath gestört fühlte. Klar, der sagt ihr nicht: “Du bist toll, Nina, du hast so recht!”, sondern tut das, was in dieser Situation zu tun ist: grinsen. Lautstark forderte die aufbrausende Hagen, dass Bublath gehen solle. Der tat das dann tatsächlich, um die Therapiestunde zu verlassen, wie er sinngemäß meinte.
Der reinste Kindergarten. Wie sich die Hagen verhielt, war das unterste Gossenniveau. Sandra Maischberger war hoffnungslos überfordert. Ein Moment, in dem man als Zuschauer wünscht: Erstens, dass Maischberger mal ordentlich auf den Tisch haut und die Hagen anbrüllt. Und zweitens, sie dann rausschmeißt und Herrn Bublath mit seinen vernünftigen Ansichten zurückholt.
Für Nina Hagen wäre eine Therapiestunde (oder besser 160) bei einer Supernanny angebracht. Erste Lektion: ausreden lassen. Zweite Lektion: andere Meinungen akzeptieren, denn ihre Meinungen werden ja auch angehört. Dritte Lektion: sich so benehmen, wie man es von einer Frau in Hagens Alter erwarten würde.
Das würde uns jedenfalls so ärgerliche TV-Momente ersparen, wie den von Dienstag.

RTelenovela

Provogirl und Hasenjagd

Mittwoch, den 31. Oktober 2007
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Mit 29 fühlte ich mich anfangs im Potsdamer “Spartacus” ziemlich alt. Da sich viele Erstsemester darin rumtrieben (sie kamen kostenlos rein), war der Altersdurchschnitt sehr niedrig. Aber was solls: Bei Michael Jacksons “Billy Jean” war das Eis gebrochen und wir enterten die nicht ganz leere Tanzfläche.
Somit war ich seit langem mal wieder in der Disco. Zumal ich in diesen tagen quasi mein zehntes Discojubiläum feiere. Irgendwann im Oktober 1997 schleppte mich Patrick erstmals ins “Altwerk” nach Eberswalde, die dann auch in den nächsten Jahren zu unserer Stammdisco wurde. Heute macht’s im heutigen “Awerk” keinen Spaß mehr. Vor ein paar Jahren waren wir letztmals dort, es war total leer.
Wie gesagt: Es war ziemlich voll auf der Spartacus-Tanzfläche. Das muss der jungen Dame neben uns irgendwie nicht in den Kram gepasst haben. Irgendwann blökte sie ins Nicos Richtung: “Du bist hier nicht alleeeeine!!” Sehr sympathisch. Ich weiß ja nicht, in welcher leeren Dorfdisse sie sich sonst rumtreibt, in der sie ihre minimalistischen Tänze ausführt. Wie auch immer: Für sie war der Abend gelaufen. Wütend glotzte sie immer wieder zu uns rüber, schaukelte sich in ihrem Provogirlhass hoch. Man konnte regelrecht sehen, wie sie ihre Hassblitze zu Mandy schickte, sie sich zunächst nicht davon beirren ließ. Bis zum nächsten Blöker: Dass ja die wand hinter ihr sei, und man doch Platz lassen könne. Oder so. Ich hörte nur: “Muuuuh!!” Irgendwann schnappte sie sich ihren Freund und tanzte sich mit ihm in unseren Weg.
Ach Mensch, diese Dorfpommeranzen. Hätten sie diese Nacht zu Hause verbracht, hätten sich die beiden nett austoben können, aber so mussten sie sich mit den Spartacus-Besuchern herumschlagen. Dumm das. Aber solchen Provogirls scheint es nur um eines zu gehen: Provokation eben.

Rückfahrt nach Hause. Nur Brandenburg feiert den Reformationstag, Berlin nicht. Nachdem ich durch die Nicht-Feiertagszone Steinstücken fuhr (Berliner Gebiet), begann wieder auf Potsdamer Gebiet noch eine spannende Hasenjagd. Plötzlich hoppelte ein Hase vor mir auf der Straße. Und rannte los, während ich ihm hintrhertuckerte. Er hat es überlebt. Somit ist vielleicht auch mein Osterhasenmord von Ostern 2002 auch wieder gutgemacht…

RT im Kino

Königreich Arktis

Mittwoch, den 31. Oktober 2007
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Die Tiere in der Arktis sind bedroht. Das Eis schmilzt. Ihr Lebensraum. Mehr als 15 Jahre beobachteten die Filmemacher Adam Ravetch und Sarah Robertson das Leben einer Eisbären- und einer Walrossgruppe.
Die Kamera begleitet die Tiere bei ihrem täglichen Leben. Bei der Jagd, bei der Suche nach Futter. Die Muttertiere beim Schützen ihrer Kleinen vor gefährlichen Tieren. Und sie zeigt vor allem, was die Abschmelzung des Eises in der Arktis für schlimme Folgen hat.
Keine Frage: “Königreich Arktis” ist ein hochinteressanter Film, bietet er doch außerordentlich spannende Einblicke in das Leben (und Sterben) der Tiere.
Unklar ist, warum die deutsche Version ein Film “von Kindern für Kinder” sein musste. Während im Original Queen Latifah die Sprecherin ist, sind es hier drei 11- bis 15-Jährige. Der Film ist zu gut, um ihn nur für Kinder zu promoten, ihn kindgerecht zu machen. Das setzt ihn leider ein wenig herab. Und am Ende noch mal mit dem Holzhammer auf die Umweltproblematik hinzuweisen, war nach diesen Bildern vollkommen überflüssig.

7/10

RTelenovela

Zwölf Monate Titten und ein Leitmotiv

Dienstag, den 30. Oktober 2007
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Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Langsam trudeln die Firmenpräsente für das Jahr 2008 ein. Neben mir auf dem Schreibtisch liegt der Kalender der Firma Reca für 2008: “reca hält, was halten muß!”, so die Überschrift. Mal abgesehen davon, dass die Rechtschreibreform die Firma offenbar noch nicht erreicht hat, versucht mit Kalender mit genau 26 Argumenten zu Punkten: Allesamt Titten. Auf zwölf Monatsblättern plus einem Titelblatt befinden sich extrem spärlich bekleidete Damen. Mal vollkommen blankgezogen, mal mit Reizwäsche.
Dazu der Text: “Ob im Tagesgeschäft, auf der Baustelle, in der Werkstatt oder beim Sport – es sind oft die kleinen Dinge, auf die es im Leben ankommt. Dafür stehen wir mit unserem Motto (siehe oben). Das umschließt eben mehr als Schrauben, Werkzeuge und Normteile.”
Womit wir erstens wissen, was die Firma Reca vertreibt. Was die Herrschaften jedoch mit den kleinen Dingen meint, bleibt wohl offen. Die Brüste der Kalenderdamen sind es jedenfalls nicht. Vielleicht die Pimmel der Reca-Mitarbeiter. Das wäre natürlich sehr zu bedauern.
Weiter unten steht noch: “Unterstützt wird usner Leitmotiv durch frisches reca-Grün, so erfrischend wie unsere kompetenten Lösungen.”
Leitmotiv? Welches Leitmotiv? Und frisches Reca-Grün? Die Farbe des Zollstocks, Bleistifts und Schuhanziehers, die neben dem Kalender liegen, würde ich eher als schrilles, unangenehmes Grasgrün bezeichnen. Auf jeden Fall gewagt.
Bleibt am Ende die große Frage: Wo wird dieser Kalender hängen? Wird er ab 1. Januar 2008 hier im Büro einen Ehrenplatz bekommen? Wie wird sich der Hausherr (der nicht ich bin) entscheiden?

aRTikel

Von Ossis und Kranichen

Montag, den 29. Oktober 2007
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Talkshow in der Tiefsten Provinz mit Axel Prahl und Petra Zieger

MAZ Oranienburg, 29.10.2007

KREMMEN
Eine Talkshow ohne Kameras? Da hat Schauspieler Axel Prahl gleich zugesagt. Zum zweiten Mal lud Inforadio-Moderator Dietmar Ringel zur Gesprächsrunde ins Theater „Tiefste Provinz“ nach Kremmen. Schon seit Wochen war die gestrige Veranstaltung ausverkauft.
Kein Wunder, angesichts der Gäste: Allen voran Axel Prahl, bekannt aus dem Münsteraner „Tatort“ und aus Filmen wie „Halbe Treppe“ und „Du bist nicht allein“. Sängerin Petra Zieger feiert mit ihrer Band im kommenden Jahr ihr 25. Bühnenjubiläum und hatte vor einem halben Jahr ihr Album „Nimm mich“ auf den Markt gebracht. Zu Gast waren auch Hypnotherapeut und Personal Coach Karsten Noack sowie Torsten Seeger, Vorstandsmitglied im Förderverein Oberes Rhinluch.
„Ich habe Sie immer für einen Ossi gehalten“, meinte Moderator Dietmar Ringel zu Axel Prahl. Er komme stattdessen aus dem Arbeiter- und Bauernstaat Schleswig-Holstein, so der Schauspieler.
Die Zuschauer in der Tiefsten Provinz haben im Laufe der 150 Minuten viel erfahren: Torsten Seeger erzählte, dass man den Kranichen in Linum an deren Verhalten ansehe, ob sie aus der Uckermark kommen oder von weiter weg. Axel Prahl zu den Kranichzählungen: „Wie zählt man denn eigentlich 100000 Tiere?“ Seeger: „Eins, zwei, drei…“ Großer Lacher im Publikum.
Karsten Noack brachte den Kremmenern bei, wie man vor Auftritten vor großem Publikum die Nervosität ablegt. Petra Zieger berichtete von ihrer thüringischen Küche. Das Haus zum Beben brachte sie mit zwei ihrer Songs, auch Axel Prahl griff am Ende zur Gitarre. Für die Gäste ein wundervoller, abwechslungsreicher und spannender Vormittag. Einziges Manko: Zweieinhalb Stunden sind schon ganz schön heftig, eine Begrenzung auf gute zwei Stunden wäre durchaus sinnvoll.
Im Januar soll es den nächsten Provinztalk geben.