Tagesarchiv für 23. September 2007

RTelenovela

Sonntagabendabschied

Sonntag, den 23. September 2007
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Herzzerreißende Szenen auf dem Berliner Hauptbahnhof. Auf einem der unteren Gleise steht der Regionalexpress nach Pasewalk. An einer der Türen stehen ein junger Mann und seine Freundin. Er muss weg. Zum Bund vielleicht, denn der Zug fährt über Prenzlau, einem Bundeswehrstandort.
Das Wochenende ist vorbei, es ist Sonntagabend, und sie muss ihn ziehen lassen. Ein letzter Kuss. Und noch einer. Na ja, noch einen. Dann trennen sie sich. Er winkt ihr nach. Winkt sie zu sich. Und noch ein Kuss. Ein letzter. Und dann noch einer. Und noch einer. Dann geht er ins obere Abteil. Sie wischt sich die Tränen weg, als sie in Richtung Treppe weggeht.
Eine Tür weiter ein ähnliches Bild. Nur diesmal muss sie weg, er bleibt hier. Das Paar steht in der offenen Tür. Sie umarmen und küssen sich. Und nochmal. Ein letztes Mal für dieses Wochenende. Dann kommt der Pfiff der Schaffnerin und die beiden müssen wirklich Abschied nehmen. Er sieht relativ lässig aus, als er weggeht.
Der Zug nach Pasewalk setzt sich in Bewegung. Nächstes Wochenende sehen sie sich wieder.

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RT im Kino

Zusammen ist man weniger allein

Sonntag, den 23. September 2007

Er ist ihre Rettung: Als Camille (Audrey Tautou) mit einer schweren Erkältung in ihrer Wohnung liegt, holt sie Philibert (Laurent Stocker) zu sich in die WG. Ansonsten wäre die junge Frau allein. Sie arbeitet in einer Putzkolonne, mit ihrer Mutter versteht sie sich nicht sehr gut.
Dass Camille jetzt auch in der WG wohnt, stört Philiberts Mitbewohner Franck (Guillaume Canet) sehr. Doch der Koch, der sich in seiner freien Zeit um seine Großmutter kümmern muss, stört sich sehr an dem gast. Zunächst jedenfalls.
“Zusammen ist man weniger allein”. Das ist nicht nur der Titel der Anna-Gavalda-Verfilmung, sondern auch das Dogma dieses Films. Letztlich läuft alles auf diesen einen Satz hinaus. Er sagt alles aus.
Bis der Zuschauer zu dieser Erkenntnis kommt, dauert es jedoch eine Weile. Und gerade in der ersten Hälfte des Films, wirkt er seltsam beliebig. Was nicht unbedingt an der Thematik liegt. Zu sehr scheint er sich im Nichts zu verlieren. Erst gegen Ende ist ein leichter Zauber zu verspüren. Aber auch, dass ein großes Potenzial verspielt wurde. Denn die ganz großen Gefühle kommen nicht auf. Beziehungsweise: Der Film ist zu Ende, als Ansätze davon zu spüren sind. So ist das große Glück, das dem Zuschauer hier widerfahren soll, leider nur zu erahnen.

5/10

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RTZapper

Volltreffer! / Genial daneben

Sonntag, den 23. September 2007
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SA 22.09.2007, 20.15 Uhr, Sat.1

Jetzt auch noch Personalnotstand bei Sat.1? Erst laberte sich Hugo-Egon Balder sich bei der Show “Volltreffer! – Schiffe versenken XXL” einen Wolf. Dann verabschiedete er sich endlich nach drei Stunden, um dann sofort schon wieder “Guten Abend” zu sagen. Nach dem “Volltreffer” sinnigerweise “Genial daneben”. Kommt man da nicht durcheinander, Herr Balder? Zwei Shows mit völlig gegensätzlichen Titeln?
Und Sat.1: Muss man wirklich seinen Zuschauern fast vier Stunden den gleichen Moderator vorsetzen? Hatte Kai Pflaume keine Zeit, oder was?
Ebenso Bernhard Hoecker: Gerade noch ein “Volltreffer”, gleich danach “Genial daneben”. Absturz oder Aufstieg? Man weiß es nicht genau.
Keine sehr durchdachte Programmplanung. Otto-Normal-Zuschauer sagt da schon mal: Balder, Hoecker – Sie sind raus!

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