Monatsarchiv für August 2007

RTelenovela

China (1): 9 3/4 Stunden

Freitag, den 31. August 2007
Tags: , , , ,

Es muss ein gutes Omen sein, wenn auf dem Flughafen Berlin-Tegel zuerst Bastian Pastewka an einem vorbei laeuft. Der Flug von Tegel nach Amsterdam verlief ohne Probleme, wir sogar 20 Minuten zu frueh gelandet. Interessanterweise meinte die Dame am Schalter in Tegel, dass ich in Amsterdam eine halbe Weltreise machen muesste, um zu meinem Gate zu gelangen. Eine gute halbe Stunde muesse ich einplanen. Ich weiss ja nicht, wie langsam die gute Frau ist – eine halbe Stunde brauchte ich jedenfalls nicht.
Amsterdam hat einen netten Flughafen, wo man schoen bummeln kann. Unser Treffpunkt mit der Reisegruppe war um 19.45 Uhr. Ein spannender Augenblick. Es ist irgendwie so, als wenn die Bewohner von “Big Brother” ins Haus ziehen und sich erstmals sehen. Wir alle kannten uns vorher nicht. Zehn Leute aus ganz Deutschland und den Niederlanden.
Der Flug nach Chengdu war auf 9 3/4 Stunden angesetzt. Doch um 20.45 Uhr war an den Abflug noch nicht zu denken. Technische Probleme – das Entertainment-System schien versagt zu haben. Auf den Monitoren an den Sitzen wurden uns nur spannende Zahlenreihen gezeigt. Nicht gerade das, was wir auf dem langen Flug sehen wollen.
21.30 Uhr. Wir heben ab und verlassen Amsterdam. Ohne Bordfernsehen. Hin und wieder zeigten die Monitore immerhin unsere Flugstrecke. Aber auch nur kurz, denn dann flimmerte es kurz und der Bildschirm wurde schwarz.
Neuneinhalb Stunden koennen lang sein. Ein bisschen lesen. Aus dem Fenster gucken. Leute beobachten. Und essen. Viel. Immer wieder. Gegen 22.30 Uhr gabs Reis mit Huhn. Ganz lecker und ein erster Vorgeschmack auf China.
Warum muessen einige der Chinesen eigentlich immer so laut ihre Rotze hochziehen? Oder exzessiv gaehnen? Widerlich.
3 Uhr. Nachtruhe. Das Licht ist aus, ich kann ein wenig schlafen. Bis die Stewardessen wieder durchlaufen und Eiscreme anbieten. Nachts um 3. Wie lecker. Ich stelle mich weiter schlafend. Um mich herum wird geschmatzt.
Eine halbe Stunde spaeter als geplant, um 7.03 Uhr, landen wir in Chengdu, China.
Ich bin in China – ich kann es immer noch nicht so ganz glauben. Als wir aussteigen, hat man den Eindruck, jemand buegelt, so riecht die Luft und so drueckend ist sie. Ein seltsames Gefuehl.
Schon warhrend des Fluges mussten wir diverse Unterlagen ausfuellen. Sind wir gesund oder haben wir Krabkheiten? Und so weiter. Damit muessen wir nun die Einreisesperren passieren.
Und dann sind wir endgueltig in China.

aRTikel

Die Chancen nutzen

Donnerstag, den 30. August 2007
Tags: , , , ,

Michael Wudick aus Grüneberg schreibt in Montpellier seine Doktorarbeit

MAZ Gransee, 29.8.2007

GRÜNEBERG
“Ich wollte die Chancen, die sich mir boten, einfach mal nutzen.” Seit einem halben Jahr lebt Michael Wudick in Frankreich. Der 26-Jährige aus Grüneberg ist Doktorand in Montpellier. Die Stadt liegt im Süden des Landes, “auf halber Strecke zwischen Marseille und Perpignan”, erklärt Michael. Noch bis Ende Februar 2010, also gut zweieinhalb Jahre, will er dort an seiner Doktorarbeit schreiben. “So lange geht zumindest mein Vertrag.”
Was er genau dort macht? Es klingt zunächst kompliziert: “Ich bin Doktorand imeuropäischen Marie-Curie-Förderprogramm für junge Wissenschaftler mit dem Titel Vatep und absolviere hier meine Doktorarbeit am Institut für Biochemie und molekulare Pflanzenphysiologie.”
Das Problem dabei: Bisher sprach Michael überhaupt kein Französisch. “Das war auch alles ziemlich ungeplant. Ich wollte zwar auch schon zum Studium ins Ausland, nur gerade nicht nach Frankreich.” In der Schule stand nur Englisch und Russisch auf seinem Stundenplan. Aber langsam wird’s was: “Es geht einigermaßen, und ich habe ja drei Jahre Zeit, mich durchzuwurschteln.”
Im Sommer 2000 absolvierte Michael Wudick sein Abitur am Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium und erhielt dort auch den Förderpreis der Schule. Danach ging er nach Zehdenick, hatte dort eine Zivistelle in einem Wohnheim für geistige Behinderung. Nach einem fünfjährigen Studium an der Universität Potsdam wurde er Diplombiochemiker – mit Auszeichnung.
Aber natürlich bleibt noch Zeit für Hobbys. “Singen zum Beispiel.” Erst vor kurzem gastierte Michael Wudick mit der Berliner Musicalgroup im Kulturhaus in Berlin-Spandau (MAZ berichtete). “Dafür kehrte ich noch mal kurz nach Hause zurück.” Außerdem spielt er gern Gitarre und Badminton.
Der Kontakt nach Hause ist kein Problem: “Ich habe einen Telefonvertrag, mit dem man unbegrenzt nach Deutschland telefonieren kann”, sagt Michael Wudick. “Sonst schreibe ich natürlich E-Mails, manchmal auch Briefe.”
Auf seiner Internetseite “Wudi’s Space” schreibt er einmal in der Woche, was gerade so bei ihm los ist. Das wird er ab sofort auch auf der “Willi”-Seite in der MAZ machen. Ein Jahr lang wird Michael Wudick aus Montpellier in Frankreich berichten. Alle vier bis sechs Wochen schreibt der Grüneberger über seine Eindrücke aus unserem Nachbarland.

RT im Kino

Hallam Foe

Donnerstag, den 30. August 2007

Pimmel. Schniepel. So und noch anders nennt der 17-jährige Hallam Foe (Jamie Bell) sein bestes Stück. Aber das nur nebenbei.
Die Mutter von Hallam hat sich umgebracht. Der junge Mann kommt nicht drüber hinweg. Gibt seinem Vater (Ciarán Hinds) und vor allem seiner Stiefmutter Verity (Claire Forlani) die Schuld. Wie er darauf kommt? Er hat sie beobachtet, ausspioniert. Hat notiert, was sie tun. Wann, wie, wo und warum. Verity will ihn loswerden. Hallam geht nach Edinburgh. Und auch dort beobachtet er die Leute. Steht auf Dächern und sieht durch das Fernglas. Als er eines Tages eine Frau kennenlernt, die genau wie seine tote Mutter aussieht, beginnt er, auch sie zu beobachten. Bald kommt Hallam Kate (Sophia Myles) sehr viel näher.
Einerseits durchaus interessant. Andererseits sehr seltsam. Das ist David Mackenzies Film über “Hallam Foe”. Die Einblicke in die leicht gestörte Psyche des Jungen sind manchmal schwer nachvollziehbar. Gut gespielt aber auf jeden Fall! Jamie Bell zeigt einmal mehr, dass dieser junge Schauspieler eine arbeitsreiche Zukunft vor sich hat. Den grüblerischen, unsicheren, verstörten Hallam spielt er sehr eindringlich. Ebenso den verschämten: Wenn er mit Kate die verschiedenen Namen der Geschlechtsteile erörtert. Reizend!

6/10

aRTikel

Willi macht den Pizzatest

Mittwoch, den 29. August 2007
Tags: , ,

Drei Bringdienste in Hennigsdorf und Velten auf die Probe gestellt/ “Ti Amo” gewinnt

MAZ Oranienburg, 29.8.2007

Unsere Recherchen ergaben in Hennigsdorf und Velten gerade mal drei Pizzabringdienste. Alle anderen italienischen Gaststätten in beiden Städten bieten diesen Service leider nicht an. Die MAZ-Mitarbeiter Robert Tiesler, Sebastian Jannasch und Katja Hellmys trafen sich am späten Sonntagnachmittag mit weiteren Freunden in Hennigsdorf, um zum zweiten Mal den Pizzaservice unter die Lupe zu nehmen. Anfang 2006 gewann in Oranienburg das “La Villa”. Getestet wurde natürlich die Schnelligkeit der Boten. Wie sehen die Pizzen aus, wie schmecken sie? Sind sie reichhaltig belegt? Überall bestellten wir dasselbe: eine Hawaii- und eine Salamipizza. Letztere zusätzlich mit Peperoni. Um den Mindestbestellwert zu erreichen, musste bei zwei Läden eine Zusatzpizza außer Konkurrenz bestellt werden. Am Ende entschied das “Ti Amo” das Rennen für sich, auch wenn “Toskana” aus Velten eine geradezu rasante Lieferung brachte. Alle Ergebnisse stehen auf dieser Seite.

Ti Amo
Hennigsdorf, Klingenbergstraße 14
03302/20 68 13 oder 20 68 14
Mindestbestellwert: 10 Euro.
Lieferzeit: angegeben 30 Minuten, tatsächlich in 36 Minuten Größe: 25 Zentimeter
Die Pizzen vom “Ti Amo” waren die, die am besten und reichhaltigsten belegt waren. Die Hawaiipizza war mit den Ananasstücken geradezu künstlerisch gestaltet. Außerdem waren es die einzigen Pizzen, die ansatzweise knusprig waren. Die Salamistücken waren sehr lecker, ebenso der Schinken auf der “Hawaii” – regelrecht geschmacksintensiv. Was auch daran liegen könnte, dass der Teigbelag recht aromatisch war. Das konnte keine der anderen Pizzen bieten. Das sieht nach einem klaren Testsieger aus.

Preise:
Hawaii: 4,50 Euro
Salami: 4 Euro
Peperoni extra: 1 Euro

Noten:
Hawaii: 2
Salami: 2
Testsieger

Toskana
Velten, Rosa-Luxemburg-Straße 17a
03304/3 17 51 oder 3 17 52
Mindestbestellwert: 10 Euro
Lieferzeit: angegeben 30 Minuten, tatsächlich in 19 Minuten
Größe: 25 Zentimeter
Schnell wie der Wirbelwind: Obwohl das “Toskana” den weitesten Anfahrtsweg aus Velten hatte, war die Lieferung außerordentlich schnell. Was uns aber auch zur Frage führte, wie denn so schnell eine Pizza gebacken werden kann. Auf den Pizzen ist sehr viel Käse, was recht lecker ist, dafür war der Boden nicht knusprig und wenig Tomatensoße drauf. Die Hawaii-Pizza hinterließ leider kaum einen geschmacklichen Eindruck, sie war ziemlich fade. Da war irgendwie kein Biss drin.

Preise:
Hawaii: 5,50 Euro
Salami: 5 Euro
Peperoni extra: 1 Euro

Noten:
Hawaii: 3-
Salami: 3

Meister Bernado
Hennigsdorf, Neuendorfstraße 3
03302/20 49 39
Mindestbestellwert: 10 Euro
Lieferzeit: angegeben 30 bis 40 Minuten, tatsächlich in 29 Minuten
Größe: 25 Zentimeter
Mit dem jungen Mann vom Bernado-Bringdienst hatten wir den meisten Spaß. Er rief zweimal zurück, weil er sich verfahren hatte. Nur durch Winken auf der Straße kamen wir zusammen. Die Pizzen ließen sich zwar gut durchschneiden, aber ansonsten waren wir weniger zufrieden. Die Pizza schmeckte teigig, der Teig selbst war auch ziemlich ölig. Es war wenig Salami drauf, auf der “Hawaii” nur ein paar Brocken Ananas. Alles schmeckte leider nur lasch und beliebig und durchgeweicht. Schade.

Preise:
Hawaii: 4,20 Euro
Salami: 3,80 Euro
Peperoni extra: 1 Euro

Noten:
Hawaii: 4+
Salami: 3-

RTelenovela

Mit Rechts

Mittwoch, den 29. August 2007
Tags:

Ich habe heute im Badminton gesiegt. Das ist die gute Nachricht. Die nicht ganz so gute: Mein Gegner hatte ein Handicap: Ralf ist Linkshänder und spielte mit Rechts. Wir schlossen eine Wette ab, dass er mich auch mit Rechts schlagen könne. Es ging um ein Schälchen Ananas bzw. Melone vom Händler am Bahnhof. Heute also, an Ralf letztem Tag bei uns bevor er nach Rathenow geht, der Showdown.
Den ersten Satz habe ich knapp mit 14:16 verloren. Den zweiten relativ knapp gewonnen, den dritten dann aber klar mit 15:8.
Die Melonenstückchen sind extrem lecker!

RTelenovela

China-Countdown (7): Gute Reise!

Dienstag, den 28. August 2007
Tags: ,

-> 27.8.2007

Gute Reise!
Nö, wir sehen uns doch morgen noch mal!
Ach so. Na dann noch keine gute Reise.
Ja, so langsam, ganz langsam, setzt die Nervosität ein. Die ersten Sachen sind gepackt. Und die Frage ist: Was kommt in den Koffer? Was kommt in den Rucksack? Was brauche ich für die insgesamt rund 20-stündige Reise?
Morgen nochmal Badminton, dann ins Büro. Und am Nachmittag geht es los.

RTZapper

Alte Hasen tierisch wild

Montag, den 27. August 2007
Tags:

MO 27.08.2007, 21.20 Uhr, ProSieben

Jürgen von der Lippe. Mike Krüger. Hans-Werner Olm. Jung, hip – genau die Leute, die man bei ProSieben erwarten würde. Alle drei sind bereits in die Jahre gekommen, sind nicht mehr wirklich altersmäßig in der werberelevanten Zielgruppe des Senders. Dennoch bestreiten sie seit heute den Comedy-Montag von ProSieben. Respekt! Und vor allem: Richtig so!
Denn ProSieben hat sich nicht nur alte Hasen geholt, sondern auch Könner. “Extreme Activity” mit Jürgen von der Lippe ist recht witzig. “Krügers Woche” hat echtes Potenzial. Und “Olm unterwegs” hat auch seine guten Momente.
Bleibt zu hoffen, dass das die ProSieben-Zuschauer auch so sehen und zahlreich einschalten.