Tagesarchiv für 24. Mai 2007

RTZapper

Kitchen Stories

Donnerstag, den 24. Mai 2007
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MI 23.05.2007, 22.40 Uhr, arte

Das muss man sich mal vorstellen: Da betritt man seine eigene Küche. Sieht sich um und erblickt plötzlich jemanden. Der Typ sitzt auf einer Art Hochsitz oder Schiedsrichterstuhl und beobachtet einen. Und macht sich Notizen, wenn man von der Spüle zum Tisch geht. Oder vom Tisch zum Schrank. Und so weiter. Das macht einen doch wahnsinnig, oder?
“Kitchen Stories”, am Mittwoch bei arte, zeigte so eine Geschichte.
Folke ist der Typ auf dem Hochsitz. Und Isak ist der Mann, der beobachtet wird. Eine schwedische Firma will herausfinden, wie die ideale Küche für männliche Singles aussieht. Und das bekommt man in den 50ern eben nur heraus, in dem an eben diese männlichen Singles beobachtet. Ohne wirklich in Kontakt zu treten, denn so würde das Ergebnis ja verfälscht.
So sitzt Folke eben nur da und guckt und schreibt. Und Isak, tja, der sitzt halt so rum. Denn eigentlich will der gar nicht mitmachen bei dieser Erhebung. Aber dann nehmen sie Kontakt auf. Ganz zaghaft erst. Dann immer mehr. Eine Freundschaft entsteht.
“Kitchen stories” aus Norwegen zeigt eine skurrile Geschichte. Streckenweise wird nicht sehr viel gesagt in dem Film. Das, was wir aber sehen, ist so abgedreht, dass man einfach lachen muss. Der Film besticht durch seinen trockenen, leisen Humor. Und zeigt, wie man “menschliche Brücken” bauen kann.

Hits: 70

RTelenovela

Bist du ein Prinz?

Donnerstag, den 24. Mai 2007
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Es ist etwa 20.45 Uhr und wir sitzen im Innenhof der Berliner Kulturbrauerei. In ein paar Minuten beginnt im Frannz das Konzert von Kim Frank, vorher spielt noch Bosse solo und unplugged.
Das kann sich also noch hinziehen. Also warten – und gucken. Da hinten zum Beispiel – dieser blonde Typ: Das könnte doch glatt einer der Prinzen sein, oder? Ich stimme Sabi zu, wobei natürlich die Frage im Raum steht, warum ausgerechnet hier einer der Prinzen vorbeilaufen sollte. Man könnte ja zu ihm hinrennen und ihn fragen: “Bist du ein Prinz?” Machen wir natürlich nicht, wir bleiben schön sitzen.
Ina lernt schon mal für ihr Englischreferat, Sabi schreibt wichtige SMSen an *PIEEEP*. Und Kim Frank hopst in seinen roten Tourbus, der seitlich von uns parkt.
Gegen 21.30 Uhr entschließen wir uns, den Club im Frannz zu betreten. Nicht ohne festzustellen, dass an einem der Tische im Biergarten vor der Kneipe Tobias Künzel saß. Einer der Prinzen. Der Blonde. Also doch ein Prinz. Er war’s also tatsächlich, Sabis Augen haben sich nicht getäuscht.
Im Club ist Bosse fast durch. Nur er und die Gitarre – klang gar nicht mal so schlecht, vielleicht hätten wir uns das doch ganz reinziehen sollen. Andererseits hätten wir dann ja nicht draußen Kim Frank nachgaffen können. Ist ja auch Wahnsinn – so ein Sänger, der in einen Bus steigt…
Ich habe Franks Album “Hellblau” ja ehrlicherweise in den vergangenen Wochen recht lieb gewonnen. Zumindest gehört es zu den wenigen, die man von vorn bis hinten durchhören kann. Ein richtiger Erfolg war die CD jedoch nicht. Sonst hätte Kim Frank ganz sicher eine größere Veranstaltungsstätte als das Frannz füllen können. In den kleinen Club in Prenzlauer Berg passen vielleicht 120 Leute. Nicht viel.
Und so gut das Konzert auch war, ich kannte ja alle Lieder, es war irgendwie auch ein wenig traurig. Da rackert sich eine Band ab, der Sänger müht sich – und es ist eben doch nur ein Miniclub. Die Szenerie wirkte manchmal wie eine alternde Schlagercombo, die zu einer Supermarkteröffnung spielt. Diese Art der Popmusik (ja, man kann fast Schlager sagen) hat es nicht verdient, in so kleinen Läden zu verenden.
In der lauen Frühlingsnacht liefen wir dann von der Kulturbrauerei zurück zum Bahnhof Schönhauser Allee. Was schöner ist, als den sicher stickigen Schienenersatzverkehr zu nutzen…

Hits: 79

aRTikel

Willi macht den Pommestest

Donnerstag, den 24. Mai 2007
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Zwölfmal in Oranienburg gekostet / Am besten schnitt das “Spatzennest” ab

MAZ Oranienburg, 23.5.2007

In den vergangenen Wochen nahm MAZ-Mitarbeiter Robert Tiesler in Oranienburg zwölfmal in Bistros und Imbissläden die Pommes frites unter die Lupe. Wie teuer und wie groß sind die Portionen? Alle Preise beziehen sich auf eine Portion Pommes mit Ketchup. Wurde gut gewürzt und sind die Stangen gut durch? Gestern der “Showdown”: “Willi”-Schreiber Sebastian Jannasch stieß zum Stechen zwischen dem Erst- und Zweitplatzierten hinzu. Das “Spatzennest” und der Imbiss am S-Bahnsteig lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Duell. Alle Testergebnisse auf dieser Seite.

Spatzennest
Das “Spatzennest” liegt etwas abseits des Zentrums an der Stralsunder/Lindenstraße, am ehemaligen Busbahnhof.
Preis: 1,50 Euro
Die Portion ist reichhaltig, davon wird jeder satt. Angeboten werden dicke, knusprig braune Pommesstangen. Meistens auch gut gewürzt. Großer Pluspunkt: der Geschmack nach echten Kartoffeln. Wo erlebt man das noch? Wirklich lecker!
Note: 1-
Testsieger

S-Bahnsteig
Im kleinen Imbiss am S-Bahnsteig war neulich eine Aktion plakatiert: neunmal Pommes kaufen, die zehnte Portion gab es dann kostenlos. Leider war der Aktionszeitraum aber nur zwei Wochen lang. Zehnmal Pommes in zwei Wochen?
Preis: 1,15 Euro
Knusprig, krossig, braun, ohne verbrannt zu sein. Dazu ein Gewürz mit Salz und Curry. Die Portionen sind reichhaltig.
Note: 1-

Hotdog- und Donutexpress
Der “Hotdog- und Donut-Express” steht seit noch nicht allzu langer Zeit im Oranienpark vor dem Eingang zum Kaufland.
Preis: 1,10 Euro
Die Pommes sind schön knusprig und sehr dünn, eine Sorte, die eher selten an Imbissen verkauft wird. Allerdings könnten die Stangen ein wenig mehr gewürzt sein. Salz und Co. sind zudem ein wenig unregelmäßig verteilt. Der Preis kann sich sehen lassen!
Note: 2+

Oranienburger City-Snack
Der “Oranienburger City-Snack” befindet sich in der Bernauer Straße, gegenüber der Liebigstraße. Leider ist der Laden oft sehr verqualmt.
Preis: 1,30 Euro
Goldbraun und knusprig – so müssen Pommes frites sein! Perfekt wären sie allerdings, wenn sie sehr viel besser gewürzt wären. Nur ein kleines bisschen Salz war in der Testportion zu finden. Das kostet leider den Testsieg.
Note: 2-

Grill Centrum 2
An der Kreuzung Bernauer/Straße der Einheit befindet sich das “Grill Centrum 2” (Hatten wir eigentlich schon mal gefragt, wo das “Grill Centrum 1” ist?).
Preis: 1,50 Euro
Das alte Problem: Die Stangen sind zwar goldbraun und knusprig, doch auch in diesem Geschäft viel zu lasch gewürzt. Aber der Ansatz ist gut. Der Ketchup ist ziemlich cremig, ein wenig gewöhnungsbedürftig.
Note: 2-

Ugur Imbiss
Relativ “bedrängt” von einem Blumenhandel steht der “Ugur Imbiss” links neben dem Südcenter an der Berliner Straße.
Preis: 1,20 Euro
Der Tester ist hin- und hergerissen: Einerseits sind die Pommes frites bräunlich und zumindest ansatzweise knusprig, man schmeckt sogar das Kartoffelige heraus. Dennoch sind sie andererseits ziemlich fad. Irgendwas fehlt – mehr Würze?
Note: 2-

Oranienburg Broiler-Ecke
Die Endung “er” fehlt bei der “Oranienburg Broiler-Ecke” an der Lehnitz-/Saarlandstraße noch immer.
Preis: 1,50 Euro
Die dünnen, goldbraunen Stangen schmecken anfangs noch sehr nach dem Fritieröl, in dem sie gerade noch lagen. Auch hier gelangt zu wenig Salz an die Pommes. Nach der Mahlzeit hält leider der ölige Nachgeschmack im Mund noch ziemlich lange an. Auch dafür gibt es Abzüge.
Note: 3+

Oranienburger Dönerland
Der junge Mann im “Oranienburger Dönerland” an der Bernauer/Sachsenhausener Straße ist sehr geschäftstüchtig: Er fragt erst, ob man lieber eine große Portion Pommes für 2,40 Euro wolle. Nein, danke.
Preis: 1,20 Euro
Die Fritten sind relativ knusprig. Hier gibt’s zur Abwechslung mal kein Salz, dafür aber Currypulver. Dennoch: Der Ketchup kaschiert den eher laschen Geschmack.
Note: 3+

McDöner 3
Gegen Mittag sitzt der Kunde von “McDöner 3”, gleich hinter der Eden-Brücke, in der prallen Sonne. Am Verkaufsfenster steht ein großes Schild: “McDöner 1” – ja, was denn nun?! Und wo ist “McDöner 2”?
Preis: 1,30 Euro
An sich ganz okay, auch wenn die Pommes gut und gerne eine halbe Minute länger im Fritieröl hätten baden können. Teilweise waren sie noch ein wenig weich. Dafür aber gut gewürzt!
Note: 3+

Carolli’s
Carolli’s in der Breiten Straße leidet ein wenig unter der Baustelle vor der Tür. Die Dönerexperten haben auf dem Pommes-Gebiet noch Nachholbedarf. Ein Testsieg ist hier nicht drin.
Preis: 1,20 Euro
Die Portion war durchschnittlich. Teilweise waren die Stangen gerade mal so durch. Kross so gut wie gar nicht. Ohne Ketchup schmecken sie sehr fad, da sie so gut wie nicht gesalzen waren.
Note: 3-

McDonald’s
Bei “McDonald’s” auf dem Bahnhofsplatz müssen die Mitarbeiter einen schlechten Tag erwischt haben.
Preis: 1,75 Euro (für die mittlere Portion)
Die dünnen Stangen waren beim Testbesuch zwar relativ nusprig, einige wenige jedoch noch nicht ganz so kross. Sie schmecken sehr nach Öl, und sind fast ohne Salz fad. Die (mittlere!) Portion ist für diesen Preis viel zu klein. Da gibt es anderswo mehr.
Note: 3-

Le petit Bistro
“Le petit Bistro” befindet sich an der Stralsunder Straße.
Preis: 2 Euro
Für den relativ hohen Preis waren die Pommes dann doch eher enttäuschend. Die dicken, kartoffeligen Stangen waren zwar gesalzen, irgendwie nahmen sie das Gewürz jedoch nicht an. Das Ganze schmeckte insgesamt sehr nach nichts. Außerdem sollte die Ketchupmarke gewechselt werden, sie schmeckte wunderlich.
Note: 3-

Hits: 104