Monatsarchiv für Mai 2007

RT im Kino

GG 19

Donnerstag, den 31. Mai 2007

19 kleine Filme über die 19 Grundrechte in Deutschland: “GG 19″ – ein ambitioniertes Projekt.
Was genau hat es mit der Menschenwürde auf sich? Presse- und Meinungsfreiheit. Recht auf Bildung. Religion. Aysl. Gleichheit. Brief- und Postgeheimnis. Und so weiter. 19 Regisseure liefen 19 kurze Filme bei, die die Grundrechte mehr oder weniger symbolhaft darstellen. Das gelingt insgesamt erstaunlich gut.
So gibt es eine Episode über einen Journalisten, der gefälschte Beitrage an Nachrichtenmagazine verkauft hat und nun vor Gericht sitzt. Durchaus beeidnruckend, zumal es ja einen ähnlichen Fall in Deutschland gab. Sehr schön dargestellt wird auch der Kampf gegen die Gerichtsinstanzen, gleich in der erste Geschichte.
Es gibt nur zwei oder drei Teile, die ein wenig seltsam sind. So wird das Thema Bildung mit dem Kopftuchstreit erklärt – und das auch auf merkwürdig polemische Art.
“GG 19″ ist mit fast zweieinhalb Stunden ziemlich lang. Und dennoch recht kurzweilig.
Ein Film über das Grundgesetz, der sicherlich an Schulen gezeigt werden könnte, vielleicht sogar gezeigt werden sollte.
Die Anfangssequenz sollte man jedoch überspringen…

-> 3/5

RTelenovela

Am Vormittag in die Disse

Mittwoch, den 30. Mai 2007
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Wie es in einer Disco aussieht, wenn am Wochenende mehrere hundert Leute zur Musik tanzen, feiern, trinken – das wissen wir. Wie aber sieht es danach in der Disco aus, wenn alle nach Hause gegangen sind?
Vormittäglicher Termin in einem Nauener Tanztempel. In die Schlagzeilen geraten wegen diverser unschöner Geschichten, die sich vor dem Hause abgespielt haben sollen.
Wahnsinn dieser Dreck, dieser Müll! Überall stehen Plastebecher rum, liegen Papierchen auf der Erde. Die Fliesen der Tanzfläche kleben, überall sind Flecke auf der Auslegeware. Dazu der Geruch von kaltem Rauch. Bevor Freitag wieder gefeiert wird, muss da noch der Reinigungsdienst durch. Und das jede Woche neu.
Wie, als wenn man nach einer gelungenen Party mit einem Kater aufwacht…

RTelenovela

Was mein Handy nicht alles kann! (2)

Mittwoch, den 30. Mai 2007
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-> 21.8.2006

Nachdem Sabi mir bereits beigebracht hatte, dass ich mit meinem Handy auch Filme drehen kann, erfuhr ich heute von ihr eine weitere Innovation. Man kann die Fotos und Filmchen mittels eines Chaips runterladen. Ja, tatsächlich! Und, ja, ich habe das zwei Jahre nicht gewusst! Ich Depp!
In dem Handy befindet sich die gleiche Sorte eines Chips, mit dem auch meine Fotokamera funktioniert. Ich muss ihn nur raus nehmen und an den PC anschließen.
Wahnsinn, diese Technik! Muss ich morgen gleich mal ausprobieren!

Update: Wenn ich wüsste, wie ich ans Handyinnenleben rankomme, würde ich das glatt probieren. Aber ich bin zu doof und ungeschickt dafür!

RTelenovela

Starkregenpanik

Mittwoch, den 30. Mai 2007
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-> 8.7.2006

Das Bild werden wir nie vergessen, als während des Unwetters am 7. Juli 2006, am 65. Geburtstag meines Vaters, von einer Sekunde zur anderen das Regenwasser in den Keller floss. In einem reißenden Bächlein durch die Tür. Der ganze Kellerflur stand unter Wasser.
Die Tür wurde danach ausgewechselt, die Spalte unten am Türrahmen ist nur noch winzig, viel kann da nicht mehr passieren.
Das Bild bleibt trotzdem. Und kommt wieder wieder. Bei jedem starken Regen.
Zuletzt vergangene Nacht. Völlig aufgelöst stapelt meine Mutter nun bei jeder dieser wettererscheinung hastig Kissen und decken vor die Kellertür. Es könnte ja wieder passieren.
In der Nacht um kurz vor 1 prasselte es mal wieder heftig auf Oranienburg nieder. Und wieder wurde die Tür verbarrikadiert.
Das wird wohl jetzt immer so sein: Starkregenpanik.

RTZapper

Kebab Connection

Montag, den 28. Mai 2007
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MO 28.05.2007, 20.40 Uhr, arte

Nora Tschirner ist einfach toll! Das muss an dieser Stelle unbedingt mal wieder erwähnt werden. Sie ist vielleicht nicht das, was man eine Traumfrau schlechthin nennt, aber sie hat eine Art, die einfach göttlich ist. Sie spielt so natürlich, dass man meinen könnte, sie schüttelt sich ihren Text aus den Ärmeln. So wirkt sie auch in „Kebab Connection“ in ihrer Rolle als Titzi sehr glaubhaft.
Überhaupt macht der Film, der heute bei arte lief, einen sehr warmherzigen Eindruck. Die türkisch-griechische Szene scheint recht gut beobachtet worden zu sein. Irgendwo zwischen Tradition und modernem Leben. Ibo, der von Dennis Moschitto dargestellte junge Mann, der sich zwischen seiner Freundin, dem Kind, der Karriere und seiner eigenen Familie entscheiden soll.
Dabei bietet der Film eine schöne, gelungene Mischung aus Humor und einer Prise Herz-Schmerz.

RTelenovela

Traumtagebuch (19): Nass und leer

Sonntag, den 27. Mai 2007
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-> 12.5.2007

Als ich die Treppe in den Keller runterlaufe, zeigt sich ein seltsames Bild. Auf dem Fußboden ist eine dünne Wasserschicht zu sehen. Der Keller ist überflutet. Aber nicht nur das. Der Keller ist auch noch leergeräumt.
Da, wo sonst der kleine Raum mit der Waschmaschine ist, ist nichts. Auch das Bad daghhinter ist leer. Auch die Wände sind weg. Fast jedenfalls, eine Art Fundament ist noch zu sehen. Aber ansonsten ist die Fläche leer.
Und auch in meinem Raum: Leere. Im Traum ist es auch gar nicht mein Raum, sondern mein altes Zimmer zwei Stockwerke darüber, in dem ich bis 1993 gewohnt habe. Hinten stehen nur der Schrank, sonst ist auch hier alles nass und leer.
Ich gehe zurück nach oben.
(Hier habe ich Erinnerungslücken, was dann geschah.)
Als ich das nächste Mal die Treppe runterlaufe, ist alles wieder normal. Alles trocken. Und alles wieder da, wo es hingehört.
Mein Bruder taucht auf und erklärt, die Toilette sei übergelaufen, als ich das letzte Mal gespült habe. Dadurch habe der Keller voll Wasser gestanden, alles musste raus.

Hintergrund: Bei uns gibt es hin und wieder tatsächlich ein problem mit dem Abfluss, zuletzt vor etwa zwei Wochen. Und die Sache mit den Fundamenten: -> 20.5.2007

RTZapper

Das Inferno – Flammen über Berlin

Sonntag, den 27. Mai 2007
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SA 26.05.2007, 1.05 Uhr (So.), ProSieben

Dicker Qualm dringt aus der Kugel des Berliner Fernsehturms. Eine Katastrophe über den Dächern der Hauptstadt. Glücklicherweise aber nur einer der Eventmovies bei ProSieben. Heute Nacht wurde “Das Inferno – Flammen über Berlin” wiederholt.
Bei der Kritik kam der Film weniger gut an. Zwar sei der Brand, die Katastrophe, gut umgesetzt worden, aber die Handlung – oh mein Gott! Das sei ganz schwach gewesen.
Wir wollen doch mal die Kirche im Dorf lassen! Das Desaster an sich nahm so viel Platz im Film ein, dass die Rahmenhandlung im Grunde genommen völlig wurscht war. Das Ganze war auch so spannend, alles andere stand im Hintergrund.
Was haben die Fernsehkritiker eigentlich erwartet? Eine hochintellektuelle Studie über die Kellner im Turmrestaurant? Ein Feature über die Berliner Feuerwehr? Im Porno erwartet auch niemand eine schlüssige Handlung. Da gibt’s auch nur ein kurzes Vorgeplänkel und los geht’s. Genauso im Katastrophenfilm.
Wir dürfen gespannt sein, was ProSieben demnächst in Berlin noch alles explodieren lässt.