Tagesarchiv für 30. April 2007

RTelenovela

Feueralarm!

Montag, den 30. April 2007
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Von draußen ertönte schon seit einiger Zeit ein Alarm. Bei offenem Fenster war er im Büro sehr gut zu hören. Trotzdem: Wo er genau herkam, war nicht zu lokalisieren.
Ich ging ans Fenster. Nichts zu sehen. Aber zu riechen: Ein ganz feiner rauchiger Duft lag in der Luft.
Hinten vom Toilettenfenster aus war auch nichts zu sehen.
Also mal raus vor die Tür. Um die Ecke. Und der Alarm – der war bei uns! Das rote Lämpchen neben dem Treppenaufgang leuchtete. Aus dem Schacht vor der Tür stieg Qualm auf.
Also zurück nach oben. “Der Alarm ist bei uns!”
Über den Hausflur zurück nach unten. Mit Heike ging ich in die Tiefgarage, in der ein ohrenbetäubender Lärm herrschte. Aber kein Brand, nichts.
Die Lösung: Irgendwer muss in den Schacht vor der Tür eine Zigarettenkippe geschmissen haben, die sich entzündet hat. Ganz toll! Wieder mal die Raucher. Feine Sache!
Der Qualm war mit einem Eimer Wasser erstickt, der Alarm konnte jedoch erst nach gut 90 (!) Minuten abgestellt werden. Was für ein Radau…

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ORA aktuell

Unglückspilot beigesetzt

Montag, den 30. April 2007

Der in der Schweiz bei einem Absturz eines Tornado-Flugzeuges getötete Christian Schawer ist heute auf dem Städtischen Friedhof in Oranienburg beigesetzt werden. Zuvor nahmen Freunde und Angehörige in der Nicolaikirche von ihm Abschied.

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RTelenovela

Bitte nicht ölen!

Montag, den 30. April 2007
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Der Filmgong! Wo gibt es ihn noch? Das Signal, nachdem im Kinosaal das Licht ausgeht und der Film beginnt. Am schönsten ist dieser Augenblick noch immer im Berliner Filmpalast am Kurfürstendamm. Die Sekunden, in denen völlige Dunkelheit im Saal herrscht.
Ganz anders im Kant-Kino. Im Saal 2 des Kant gibt es keinen Gong. Da gibt es nur einen Vorhang, der beim Aufgehen dermaßen quietscht, dass im Publikum lautes Gelächter einsetzt.
Bitte nicht ölen – könnte Kult werden!

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RT im Kino

Full Metal Village

Montag, den 30. April 2007

Wacken ist ein kleines beschauliches Dörfchen in der Nähe von Itzehoe in Schleswig-Holstein. Die 2000 Einwohner führen ein normales Leben, arbeiten in der Landwirtschaft, basteln an Motorrädern oder veranstalten Kaffeekränzchen.
Einmal im Jahr allerdings wird Wacken überströmt von harten Jungs und Mädchen. 40000 kommen zum Wacken Open Air, einer großen Heavy-Metal-Party.
Die Dokumentation “Full Metal Village” von der Koreanerin Sung Hyung Cho zeigt, wie dieses Open Air das Dorfleben durcheinanderwirbelt, den Gegensatz von Beschaulichkeit und Chaos.
Schade, denn aus der unterhaltsamen Doku hatte wesentlich mehr gemacht werden können. Die Autorin filmt das Geschehen einfach nur chronologisch ab. Zeigt uns das Geschehen im Dorf, das ganz normale Leben. Schon sehr piefig. Erst nach einer runden Stunde (!) geht es zum eigentlichen Thema. Da widerrum ist Cho so vom Festival fasziniert, dass wir fast schon in einen Konzertfilm abgleiten.
Die eigentlich spannenden Fragen werden nicht beantwortet: Was machen denn eigentlich die Bewohner von Wacken während des Konzertes? Wir sehen, was sie davor und danach machen, aber nicht währenddessen. Sitzen sie vor dem Fernseher? Stört sie die ferne Musik? Sind sie auch die ganze Zeit auf dem Festival – oder am Rande? Wir erfahren es nicht.
Stattdessen zeigt der Film gerade am Anfang die Koreanerin, wie sie sich vom Bauern den Unterschied zwischen einem Kalb und einer Kuh erklären lässt. Ganz nett, aber irgendwie wirkt es deplatziert.
Der Film ist langweilig komponiert. Besser wäre der Einstieg mit dem Einfall der Metalfans, um dann in Rückblicken das normale Leben zu zeigen.
Ein hochspannendes Thema, das sehr einfallslos umgesetzt wurde.

->> 2/5

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