Tagesarchiv für 22. April 2007

RTZapper

Ein Dorf wird gewinnen

Sonntag, den 22. April 2007
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SO 22.04.2007, 20.15 Uhr, MDR Fernsehen

Glückwunsch ins Sächsische Walddorf: Hier gehen die 500000 Euro für die Sanierung der Dorfkirche hin. In “Ein Dorf wird gewinnen”, einer Show von MDR und rbb, traten Dörfer aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg gegeneinander an.
An sich eine gute Sache. Wenn doch nur die Show nicht so unfassbar ätzend gewesen wäre.
Die Dörfler mussten in diversen Spielchen beweisen, dass sie am besten drauf sind: Ein Foto nachstellen, ein Paar finden, das in der Kirche geheiratet hat, ein Glockenspiel.
Spannend war das nicht. Auch, weil es in der Show gar nicht darum ging, Punkte zu bekommen. Einzig und allein die Zuschauer stimmten per Telefon über den Sieger ab. Öder geht’s ja wohl nicht!
Denn es ist ja wohl klar: In der Show kann passieren, was will: Die Zuschauer rufen für ihr Bundesland an. Und dann ist auch klar: Die Brandenburger in Alt Krüssow haben von vornherein keine Chance gehabt. Es ging auch überhaupt nicht darum, was in den Dörfern passiert, denn über das gesamte Wochenende konnte angerufen werden.
Viel spannender wäre es gewesen, wenn in den Spielen auch Punkte zu vergeben worden wären. Wenn sich die Dörfler die 500000 Euro hätten erspielen müssen. Das wäre für alle Beteiligten interessanter gewesen.
Warum diese Schnarchshow dann auch noch unglaubliche 40 Minuten überzieht – das wird das Geheimnis des MDR bleiben. Auch, warum eigentlich schöne Ideen beim MDR so grottig umgesetzt werden.

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RTelenovela

Bahnbekanntschaften (17): Martin muss pullern – und zwar DRINGEND!!

Sonntag, den 22. April 2007
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Martin, der mit seinem Freund Erik mir in der S-B ahn gegenüber saß, sorgte schon ab Schönholz in der S-Bahn nach Oranienburg für Erheiterung. Er hatte sich nämlich einen Finger in seiner Bierflasche eingeklemmt. Und ihn nicht mehr rausbekommen. Und, ja, so langsam müsste er auch mal aufs Klo.
Wittenau. Ist doch nicht mehr weit bis Lehnitz!
Der Finger sitzt definitiv fest. Die Bierflasche lässt sich mühelos in er Luft herumwirbeln. Martin hat das echt drauf. Aber… ist es nicht mehr lustig!
Und… also… langsam wird das Kloproblem dringend!
Hermsdorf. Plop! Der Finger ist frei! Einfach so! War doch ganz einfach. Aber… nein,. das Kloproblem hat sich nicht in Luft aufgelöst.
Frohnau. Es geht nicht mehr! Er muss hier raus! Schnell!! Schließlich dauert es dopch draußen in Brandenburg ewig, bis da die Stationen mal kommen! Doch Erik kann ihn vom Ausstieg abhalten. Schließlich kommt die nächste Bahn erst in 30 Minuten. Und nachts um halb 3 auf dem leeren Bahnhof? Nee.
Hohen Neuendorf. Es wird DRINGEND! Die Gesichtszüge von Martin werden immer angestrengter. Vielleicht doch hier mal raus? Nein! Mit Erik lässt sich nicht verhandeln.
Sind noch Damen im Waggon? Weil – ansonsten könnte doch Martin einfach mal in die Flasche pinkeln. Aber… nee, das scheint er sich dann doch nicht zu trauen.
Borgsdorf. Es geht nicht mehr!! Wie lange ist es bis Lehnitz? Das dauert doch bestimmt wieder ewig!
Und dann: Lehnitz. Ganz schnell raus!!
Ich vermute mal, dass sich das Blasenproblem von Martin Lehnitz gelöst hat. Alles andere wäre ja auch bitter gewesen, nachdem er so lange so tapfer durchgehalten hat.

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RTelenovela

Mit ‘nem Panda kacken jehn!

Sonntag, den 22. April 2007
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Als ich die Berliner Band Toulouse das erste Mal bei einem Auftritt sah, war ich durchaus angetan. Hat mir gut gefallen. Heute gab es im “Magnet” in Berlin ein Wiedersehen. So irgendwie.
Denn Toulouse hatte ehute ein Anhängsel. Alle Bandmitglieder sind auch in “Panda” vertreten. Nur, dass zu den Jungs auch noch die Sängerin Anna Fischer dazu kommt.
Und dit is ja mal ne totale Balina Jöre, wa? Is total cool druff und so! Mit ihrem Plappermaul lässt sie die Jungs kaum zu Wort kommen. Ey, voll heiß hier, wa? Die Songs sind ooch voll dufte! Handeln vom Kacken jehn und so. Also nich so richtig kacken jehn. Sacht man nur so, wa?! Wenn man jemanden doof findet und so. Jeh kacken, sacht man da. So sieht dit aues!
Die Toulouser, die ja hier nicht Toulouse, sondern das Anna-Panda-Hintergrunddingsbums sind (im Pressetext von Motor ist nur Anna namentlich erwähnt), wollen irgendwie so gar nicht zu dem kleinen Tunichtgut passen, die wie Mireille Mathieu auf Speed aussieht und wirkt.
Anna ist übrigens keine (ganz) Unbekannte. Spielte bereits in einigen Fernsehfilmen mit, bekam kürzlich die Nachwuchsehrung des Deutschen Fernsehpreises. Damit wir das alle auch wissen, steht das ebenfalls im Pressetext von Motor.
Das Schlimme ist: Das freche Girlie-Getue ist vielleicht noch nicht mal aufgesetzt. Wahrscheinlich ist sie tatsächlich so. Aber es nervt. Total.
Ich dachte erst: Ich bin einfach zu alt dafür. Aber da mir mein Begleiterteam uneingeschränkt zustimmte, wird es daran wohl nicht liegen.
Panda bringt “Jeh kacken!” noch im April als Single raus, das Album folgt demnächst. Ebenso die Tour mit Rosenstolz. Nee, also dann doch lieber Panda ohne Pandafrau – also Toulouse.
Und icke jehe jetzt erst ma kacken, ne?! So sieht dit aues!!

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RTelenovela

Ein Sonnabend in Berlin: Kino, Kneipe, Club

Sonntag, den 22. April 2007
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Die Bahn scheint einen neuen Service anzubieten: den Kuschelzug. Das Konzept ist denkbar einfach. Bei der Einfahrt in den Tunnel unter dem Berliner Stadtzentrum das Licht schlicht auslassen. So rauschte der RE5 in völliger Umnachtung in den Hauptbahnhof. Und wieder aus. Weiter zum Potsdamer Platz. Man sah die Hand vor Augen nicht. Die Leute trauten sich nicht, sich von ihren Plätzen zu erheben, um dann im Dunkeln die Treppe runter zu laufen.
Aber im Dunkeln ist gut munkeln…

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Stromausfall in Hamburg. Da scheint der Server des Cinemaxx zu stehen. Denn am Potsdamer Platz war das gesamte Karten- und Sitzplatzsystem abgeschmiert. Somit war freie Platzwahl. Die Tickets wurden handschriftlich ausgefüllt. K9, 17.15 Uhr. Und ab damit.

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Nachdem ich “Sunshine” gesehen habe, hier droht die Sonne zu verdunkeln, bot uns genau diese Sonne vor dem Kino ein nettes Schauspiel. Die stand genau zwischen den Häuserzeilen der Voxstraße, knallte genau in diese Häuserzeile, frontal rein. Während alle anderen Straßen schon im Schatten lagen, war es vorm Kino noch so richtig hell.

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Neue Runde im “Dicker Wirt Quiz”. In der kleinen Kneipe in Charlottenburg kommen (fast) jeden Sonnabendabend eine Handvoll Leute zusammen, um Fragen zu beantworten. Und wir waren gut! Wussten, dass Hans Meiser den Daily Talk nach Deutschland brachte, kannten vier Mottos der Love Parades der 90er und sieben der neun deutschen Hansestädte (Rateversuche gerne in den Kommentar!). Runde 2 des Quiz’ konnten wir für uns entscheiden, insgesamt lagen wir auf Platz 2.
Doch leider mussten die andern dann los – und alleine, nee, das wäre ja doof gewesen…

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Zurück mit U-und Straßenbahn vom Sophie-Charlotte-Platz zum “Magnet” in Prenzlauer Berg. Momentan fahren wieder die alten, keimigen Waggons durch die Hauptstadt. Die Neuen mussten wegen Mängel in die Wartung.
Spannend: In der Deutschen Oper scheint gerade eine Vorstellung zu Ende gegangen zu sein, das in die Bahn zugestiegene Publikum am gleichnamigen Bahnhof sah dementsprechend gekleidet aus. Am Nollendorfplatz wurde es dann erneut voll, diesmal mit ausschließlich jungen Leuten.

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Der Alexanderplatz ist kaum noch wiederzuerkennen. So ganz ohne Baustellenzäune. Irgendwie richtig leer…

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Zwei Livebands im “Magnet”. Zweimal eine Pleite. Herrenmagazin war ermüdend, und Panda… Siehe nächster Beitrag. Ein Desaster.

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Während die anderen mit der S-Bahn nach Hennigsdorf abdüsten, stieg ich in Schönholz aus, um auf meine Oranienburger Bahn zu warten. In Schönholz sei nichts los, hieß es. Ich soll froh sein, dass ich für die 15 Minuten Wartezeit etwas zu lesen dabei hätte.
Von wegen nichts los! Sabi hätte in Schönholz sogar noch nen Döber bekommen! Im Grillhaus direkt am Bahnhof kann man sogar länger verweilen und die Wiederholung des “Aktuellen Sportstudios” genießen…

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ORA aktuell

Runge beliebter als das LHG

Sonntag, den 22. April 2007

Die Zahlen sind eindeutig. In Oranienburg scheint offenbar das Runge-Gymnasium beliebter zu sein als das Louise-Henriette-Gymnasium.
Auf die nur 60 Plätze am gingen 109 Bewerbungen ein. Auf das LHG wollen nur 78 Schüler. Hier gibt es 112 Plätze zu vergeben.
Im Bildungsausschuss des Kreises Oberhavel wird nun über eine Dreizügigkeit des Runge-Gymnasiums diskutiert.

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RT im Kino

Sunshine

Sonntag, den 22. April 2007

Jahrhundertsommer? Nein, das ist bald vorbei. Die Sonne erlischt. Es wird duster auf der Erde, Dauerfrost. Sehr ungemütlich.
In “Sunshine” erfährt man das nur aus Erzählungen, denn in dem Film geht es mehr darum, wie eine achtköpfige Crew dem Desaster entgegenwirken will. Bei der Rettungsmission soll mit einer Nuklearwaffe die Sonne wieder in Gang gebracht werden.
Doch ein grober Fehler bringt nicht nur die Besatzung in Gefahr, sondern auch die gesamte Mission ins Wanken.

Ein hochspannender Stoff, der allerdings irgendwie nicht so richtig funktioniert. An der direkten Umsetzung liegt es nicht. Die Bilder sind beeindruckend, gehen hier und da unter die Haut. Der Soundtrack unterstützt die düstere Atmosphäre vortrefflich.
Und dennoch: Man bleibt seltsam unberührt, irgendwie außen vor. Das könnte auch daran liegen, dass man von den Geschehnissen, von der Dramatik auf der Erde nichts mitbekommt. Okay, darum geht’s es nicht vorrangig in diesem Film, wurde aber eventuell zum Verständnis beitragen oder den Zuschauer emotional stärker auf das Thema einstimmen.
Zudem hinkt an manchen Stellen die Logik hinterher, gegen Ende gibt es eine ziemlich dämliche Wendung in der Geschichte, die die Stimmung vollends zum (vorübergehenden) Tiefpunkt bringt.
Aus “Sunshine” hätte mehr gemacht werden können. Hier stimmt das Gesamtpaket nicht.

-> 2/5

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