Tagesarchiv für 12. April 2007

aRTikel

Kostenlos trinken, bis der Erste pullern muss

Donnerstag, den 12. April 2007
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Umstrittene „Flatratepartys“: Neue Variation in Stralsund / Ablehnung in Falkensee

MAZ Falkensee, 12.4.2007

FALKENSEE
Die neueste Partyidee wurde offenbar in Stralsund an der Ostsee geboren. In der Discothek FunWorld wird morgen Abend eine Pullerparty gefeiert. Dabei wird nicht die Frage erörtert, wer den Größten hat, sondern wer als Erster aufs Klo muss. Bis das geschieht, sind nämlich – für fünf Euro Eintritt – sämtliche Getränke an diesem Abend frei. Sobald der oder die Erste auf die Toilette geht und – ja, genau, pullern muss, gibt es nichts mehr umsonst. Aber bis dahin kann gebechert werden. Und wer weiß, welche besonderen Tricks die Stralsunder auf Lager haben, um den Gang zum Klo so lange wie möglich hinauszuzögern.
Das Stichwort „Flatrateparty“ geistert seit einiger Zeit in den Medien herum. Seit in Berlin ein Jugendlicher nach einem Besäufnis gestorben ist, bei dem er an einem Abend unter anderen rund 50 Tequilas getrunken hatte, wird groß darüber diskutiert. Im „FunWorld“ in Stralsund könnte man bei dieser Pullerparty, die laut Internetseite in Zukunft regelmäßig stattfinden soll, gewissermaßen von einer befristeten Flatrate sprechen.
Kai Lehmann, Geschäftsführer der Disco „Capitol“ im Falkenseer Ortsteil Finkenkrug, lehnt solche Partys ab. „So etwas haben wir bei uns noch nie gemacht“, sagt er. „Wir veranstalten mehr Mottopartys.“ Dass schon alkoholisierte Jugendliche am Eingang des Capitols auftauchen, komme wohl nicht so oft vor. „Die werden dann aber auch nicht reingelassen“, so der Discobetreiber. „Wir wollen in unserem Haus ja auch einen optischen Stil wahren.“ Wenn sich ein Besucher in der Disco selbst stark betrinken würde, würde an ihn auch kein Alkohol mehr ausgeschenkt. Kai Lehmann: „Die sollen sich ja bei uns nicht ins Koma saufen.“
Das „Capitol“ in Falkensee wird seit 1994 von Lehmann betrieben. Die Singlepartys haben seitdem den langlebigsten Bestand im Hause. „Das ist aber auch saisonabhängig. Unsere Feiern zu Weihnachten und Ostern sind ebenfalls Highlights.“

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RTelenovela

Schnitzel oder Schnipsel?

Donnerstag, den 12. April 2007
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Heißt es eigentlich “Schnitzeljagd” oder “Schnipseljagd”? Das war gestern eines der großen Themen bei uns im Büro.
Mit dem Begriff “Schnipseljagd” konnte Ralf jedenfalls nichts anfangen. Das Geländespiel heißt laut Google nur in Thüringen so. Was ich und Andrea vehement ablehnten. Auch in Sachsen-Anhalt sei die Schnipseljagd verbreitet – und wohl offenbar auch bei den Brandenburgern. Schließlich sind wir Brandenburger…
Das Google-Voting: Schnitzeljagd – 580000, Schnipseljagd – 9530.
Das Schnitzel liegt eindeutig vorn.
Aber warum denn bitte Schnitzel? Niemand sucht Schnitzel! Sondern Schnipsel mit irgendwelchen Hinweisen. Es sei denn Tiere sind im Spiel, die dürfen gerne auch Schnitzel suchen.
Im Duden gibt es das Wort “Schnipseljagd” nicht. Für Lydia der springende Punkt. Doofer Duden. Na toll.
Die “Schnitzeljagd” hat am Ende gewonnen.

Und genau diese Schnitzeljagd begegnete mir in der Nacht noch einmal: Das Wort kommt auch in dem Roman, den gerade lese (Stephen Fry: “Geschichte machen”) vor.
Okay, also Schnitzeljagd. Wenn ihr denn alle meint… Pah.

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RTZapper

Sport Clips: Festgefahren

Donnerstag, den 12. April 2007
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MI 11.04.2007, 1.40 Uhr (Do.), DSF

Geil. Eine Frau in hautengen Tittiklamotten fährt sich mit ihrem Geländewagen im Schlamm fest.
Heiß. Die Kamera gönnt uns, als sie aussteigt einen laaangen Blick auf ihre hohen, zugeschnürten Stiefel. Die eindeutige Aufforderung: Hose auf und bereit machen zum spielen!
Scharf. Die tante versucht, das Auto anzuschieben, die Beifahrerin sitzt am Steuer und gibt Gas. Natürlich umsonst.
Hammer. Das Auto bleibt stecken. Und irgendwie müssen sdie Verkehrstussen ja die Zeit totschlagen. Warum sich also nicht mal im Schlamm suhlen? Und so richtig einschleimen!
Holla. Dann staksen die Schlammpackungen in den nicht weniger dreckigen Fluss.
Und Schluss. Denn noch heißere Szenen bekommen wir nur aufs Handy, für 4,99 Euro.

Eine halbe Stunde später ein ähnliches Spiel. Andere Fahrerin, anderes Auto, Kies statt Schlamm.
Und wieder festgefahren. Wie dumm. Ach, menno! Aber noch mal ordentlich Gas geben. Den BMW bis an die Grenzen seiner Drehzahlen bringen. Ja, quäl dich, du Sau!
Aber das Tittigirl kann noch zu ruckeln, zuckeln und mit den Glocken wackeln, der BMW sitzt fest.
Doch das Steuerluder hoppelt weiter auf dem Sitz herum – und wird ganz heiß… also wegen der Anstrengung, ne?!
Männer, kommt! Das tut doch eher weh, oder? Dusslige Tanten, die im Auto rumhoppeln – ist das tatsächlich eine Wichsvorlage? Und überhaupt: Wer lädt sich denn solche Filme runter? Wo bitte sollte man sich das auf dem Handy ansehen? So für zwischendurch, in der S-Bahn? Verschämt hinter der “Bild”? Hose auf und hollahi?
Und, DSF: Wo ist genau bei den Clips der sportliche Aspekt?

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RTelenovela

Schreinemakers sei Dank

Donnerstag, den 12. April 2007
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Das war so nicht geplant! Aber Margarethe Schreinemakers hat es indirekt geschafft, dass diese kleine, schicke Seite am Mittwoch den bisher höchsten Zulauf ihrer Geschichte hatte.
Und das kam so:
Margarethe Schreinemakers ist unter die Blogger gegangen. Und hat ihre Spuren hinterlassen. Der Schreiber des Taxiblogs entdeckte ihre Adresse auf seiner Refererliste (also die Internetseiten, über die jemand auf die eigene Seite gelangt).
Der Taxiblogger notierte dies auf seiner Seite – und fand gleichzeitig einen Text von mir über die SAT.1-Abschaltung von “Schreinemakers live” (->23.8.1996).

Alles das beschrieb er auf dieser Seite:

Taxi-Blog.de

Und der Taxiblog wird offenbar stark frequentiert. Sehr viel stärker als meine kleine Seite. Wird RTiesler.de sonst täglich von etwa 150 Leuten rund 300-mal angeklickt, waren es am Mittwoch 562 Besucher und 2001 (!) Klicks.
Nicht übel!
Der Beitrag “Schreinemakers live: Die Abschaltung”, in den rund zehn Wochen, in denen er online ist, gerade mal zwölfmal angeklickt, wurde allein gestern 357-mal gelesen (oder zumindest angesehen). Der allererste Beitrag dieser Seite (“Frühstück auf dem Fernsehturm”, 1985) wurde 244-mal angesehen. Dabei ist der zwar alt, sehr alt sogar, aber auch nicht wirklich gut.
Und den ältesten Blog der Welt beinhaltet diese Seite auch nicht, wie bei Taxiblog vermutet. Der Fernsehturm-Text ist zwar original von 1985, in den Blog kam er aber erst Anfang 2007.

Mal sehen, wie sich das in der nächsten Zeit hier entwickelt.
Schöne, spannende Bloggerwelt.

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RTZapper

Das Sportquiz

Donnerstag, den 12. April 2007
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MI 11.04.2007, 23.00 Uhr, DSF

Jetzt ist mir klar, warum ein Sender wie das DSF immer wieder mit finanziellen Problemen zu kämpfen hat: Die heizen ihre Studios viel zu viel. Oder warum muss die Moderatorin des “Sportquiz'” im Bikini moderieren? Und dummes Zeug labern, was eindeutig auch nur an den Temperaturen im Studio liegen kann.
Ach, der Yvonne ist gar nicht warm? Die macht sich nackig, weil die DSF-Macher lauter sabbernde normalerweise Sport guckende Männer vor den Fernsehern vermuten?
Wie primitiv und dumm ist das denn?

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RT im Kino

Vollidiot

Donnerstag, den 12. April 2007

Am Ende! Total im Arsch! Simon (Oliver Pocher) wird 30 und ist Single. Und hasst es. Doch alle Gegenmaßnahmen scheitern kläglich. Ein Jahr lang dauert dieser Zustand schon, seit ihn seine Freundin verlasen hat. Als er allerdings in einem Café die schöne Marcia (Ellenie Salvo González) sieht, verliebt er sich sofort – und plant sein Familienleben. Jetzt muss er die Kaffeeverkäuferin nur noch ansprechen…
Nach seinem Serienausflug in “Sternenfänger” macht Oli Pocher mal wieder einen auf Schauspieler. Und die Rolle des Simon Peters scheint ihm wie auf den Leib geschrieben worden zu sein. Was nicht heißt, dass er die gleichen Probleme habe, wie er versichert.
“Vollidiot” ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Tommy Jaud. Und selbst wenn pocher hier und da an seine schauspielerischen Grenzen gelangt – er ist durchaus eine Idealbesetzung. Und selbst wenn sehr viel Pocher in diesem Simon Peters steckt: Man fiebert mit Peters, nicht mit Pocher. Und das ist ja durchaus schon eine Leistung.
“Vollidiot” überzeigt an vielen Stellen mit einem wunderbar trockenen Humor, mit Seitenhieben, Spott und (Selbst)ironie. Um alles mitzukriegen, muss man wohl mehrmals reingehen.
In Nebenrollen glänzen Anke Engelke und Herbert Feuerstein sowie n-tv-Moderator Lars Brandau – letzterer nimmt sich und seinen Sender herrlich selbst auf die Schippe.
“Vollidiot” ist nicht die deutsche Komödie des Jahres, klasse Unterhaltung aber allemal. Und Pocher-Fans sind Kritiken sowieso wurscht – denen gefällt’s auf jeden Fall!

->> 4/5

Hits: 105