Tagesarchiv für 9. April 2007

RTelenovela

Versauter Ostermontag in Kremmen

Montag, den 9. April 2007
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Anmerkung 24.4.2008:
Der nachfolgende Text ist vom 9.4.2007 und bezieht sich auf eine Veranstaltung am Ostermontag 2007 und die vollmundige Ankündigung derselben im lokalen Radio. Die Veranstaltung war ziemlich missglückt, hat aber an sich nichts mit dem Restaurant Seelodge zu tun. Inzwischen ist der Umbau der Seelodge auch abgeschlossen und die Umgebung sicherlich in einem anderen Zustand.

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Schon seit Wochen lädt uns das Oldiestar Radio zu Ostern nach Kremmen ein. An der neuen Seelodge sollte ein großes Osterfeuerfest gefeiert werden. Mit Live-Musik, Biergarten, Seebrücke, Eiersuche, Schiffsmuseum und Strandbar.
Klingt interessant.
Hat uns aber tatsächlich den Ostermontagnachmittag komplett versaut.
Eigentlich hätten wir beim Begriff “Osterfeuerfest” schon stutzig werden müssen. Osterfeuer am Tage? Macht das Sinn? Nein.
Das Osterfeuer war ein kleines Häufchen mit einem Miniflämmchen. Die Strandbar war als solche nicht auszumachen. Vielleicht verstehen wir unter einem “Strand” auch etwas anders als die Veranstalter. Okay, die zertrampelte Wiese lag am Ufer eines Sees. Aber als Strand konnte man das nun wirklich nicht bezeichnen. Der Biergarten bestand aus diversen Reihen mit Holzbänken.
Das Schiffsmuseum – nun ja, also, das Museum bestand aus genau zwei alten Schiffen. Eines davon ein rumpliger Kahn und das andere ein kleines Boot. Toll. Museum ist was anderes.
Der größte Witz ist allerdings “Brandenburgs längste Seebrücke”. Okay, auch hier hätten wir vorher stutzig werden müssen, denn wie lang können Seebrücken in Brandenburg schon sein? Diese Seebrücke ist ein besserer Steg über einem ruhigen, größeren Tümpel, die vielleicht fünf Meter ins Wasser ragt und dann einen Rundkurs bildet. Schon die Bezeichnung “Seebrücke” ist eine Frechheit.
Dass das Wetter eher bescheiden war – dafür können die Kremmener Seelodger nichts. Trotzdem war die Veranstaltung ein müdes Event mit lauter leeren Versprechungen. Danke, Oldiestar, für die Einladung. Aber es war so richtig Scheiße in Kremmen! Knapp zehn Minuten dauerte unser Ausflug zur Seelodge (die übrigens noch im Umbau ist).

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RTZapper

Michel aus Lönneberga: Michel in der Suppenschüssel

Montag, den 9. April 2007
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SO 08.04.2007, 12.00 Uhr, ZDF

Es gibt Filme und Reihen, die könnte ich mir immer wieder ansehen: Michel aus Lönneberga gehört dazu. Er war schon immer meine Lieblingsfigur von Astrid Lindgren, noch vor Pippi Langstrumpf.
Der kleine Junge, der nach den Streichen immer vor seinem Vater in die Scheune flüchtet, um da Holzfiguren zu schnitzen. Gestern lief mal wieder ein Film aus der Reihe im ZDF – meistens zu Weihnachten und Ostern.
Alle filme gibt es auch auf DVD. Aber wozu sollte man die kaufen, wenn die Filme regelmäßig zu sehen sind?

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RT im Kino

Number 23

Montag, den 9. April 2007

In “Number 23” zeigt Jim Carrey, dass mehr in ihm steckt, als der Grimassenschneider, den man aus diversen Komödien kennt.
Der Film ist übrigens kein Remake des deutschen Streifens “23 – Nichts ist so, wie es scheint”.
Walter Sparrow (Carrey) bekommt von seiner Frau Agatha (Virginia Madsen) das Buch “Die Nummer 23” geschenkt.
Und je mehr Walter darin liest, muss er feststellen: In dem Buch geht es um ihn – kann es nur um ihn gehen. Und immer dreht es sich um die 23. Überall die 23. Geburstage. Hausnummern. Buchstabenfolgen. 23. Immer wieder 23. Es läuft alles auf eben diese 23 hinaus.
23.
Aus der Irritation wird eine handfeste Paranoia.
Ein sehr interessanter Stoff, der allerdings ab der Filmmitte irgendwie überstrapaziert wird. Die Geschichten werden immer abstruser, auch wenn sich am Ende natürlich alles zu einem Bild aufbaut, das einleuchtend ist. Dennoch ergibt sich daraus ein deutlicher Hänger.
Auch hätte der Umgang mit der 23 ein bisschen subtiler gestaltet werden können. Die Zuschauer hätten stellenweise auch mal alleine auf eben jene 23 kommen können, ohne dass es immer noch mal und noch mal erwähnt wird.
Aber mal davon abgesehen: Unheimlich ist das mit der 23 ja schon irgendwie, auch wenn da im deutschen “23”-Film noch deutlicher unterstrichen wurde.

->> 3/5

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RT im Kino

Freedom Writers

Montag, den 9. April 2007

Nein, so hat sich Erin Gruwell (Hilary Swank) ihren Dienstantritt an der Wilson High School in Long Beach nicht vorgestellt. Es interessiert die Klasse einen Scheiß, was sie da vorne am Lehrertisch veranstaltet. Mehr noch: Sie verachten sie, weil sie keinen blassen Schimmer hat, was eigentlich in ihrem Leben abgeht. Die Klasse ist in Gruppen, gewissermaßen in Rassen aufgeteilt. Jeden Tag erleben sie Gewalt – und Tod.
Die anderen Lehrer an der Schule haben längst resigniert, doch Erin will das nicht hinnehmen. Sie versucht, sich einen Weg in die Herzen der schüler zu bahnen. Es ist kein leichter Weg. Erst als sie vorschlägt, ihre Geschichten, ihr Leben in ein Heft zu notieren, scheinen die Schüler aufzutauen.
“Freedom Writers” ist, das muss man durchaus zugeben, ein Märchen. Wenn auch eines, das auf wahre Begebenheiten beruht. Trotzdem fesselt die Geschichte, macht betroffen und gegen Ende vielleicht Hoffnung – trotz des Gut-Böse-Schemas und trotz der Tränendrüsenszenen, die immer wieder eingestreut werden.
Und selbst wenn das Ganze märchenhaft erscheint – vielleicht nimmt sich die Geschichte ja trotzdem jemand zum Vorbild. Schaden kann es jedenfalls nicht.

-> 4/5

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RTelenovela

Osterhasi: (K)ein Geschenk

Montag, den 9. April 2007
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Nein, nein, nein, umsonst gäbe es die Schoko-Osterhasen an der Tankstelle nicht. Das muss der ältere Mann, der sehr als Alkohol roch, irgendwie falsch verstanden haben. Die liegen ja auch zu verführerisch an der Kasse in einem kleinen Körbchen. Und der Herr hatte auch schon zugegriffen und eigentlich nur im Rausgehen dafür danken wollen. Fast wollte er es auch gar nicht glauben, dass er für das Häschen zahlen müsse.
Tja, die Tankstelle hat eben nichts zu verschenken.
Anders die Bahn: Als der Fahrkartenkontrolleur auf einen Vater mit seinem kleinen Jungen stößt, holt er aus seiner Tasche ein kleines Osterpräsent hervor: einen kleinen Schoko-Osterhasen – völlig kostenlos.

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