Tagesarchiv für 2. April 2007

RTZapper

10 Jahre Herman & Tietjen

Montag, den 2. April 2007
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SO 01.04.2007, 1.35 Uhr (Mo.), NDR fernsehen

Eine Talkshow, bei dem man den Talk nicht hören kann, ist ziemlich überflüssig. Der NDR hielt in der Nacht zum Montag trotzdem tapfer durch.
Es war ziemlich ruhig während der nächtlichen Wiederholung von “10 Jahre Herman & Tietjen”. Eva Herman und Bettina Tietjen redeten, lachten und sprachen mit vielen Gästen. Das heißt: Eigentlich bewegten alle nur ihre Lippen.
Kein Ton! Völlige Stille.
An meinem Receiver lag es nicht, denn nach nur 20 (!) Minuten wurde der Schriftzug “Tonstörung” eingeblendet.
Nach einer Stunde. Immer noch kein Ton. Immer noch Tonstörung. Was bei einer Talkshow tödlich ist. Der NDR beließ es allerdings beim Tonstörungsschriftzug. Die 150 Minuten lange Sendung wegen völliger Sinnlosigkeit abzubrechen – das kam allerdings auch nicht infrage. Bis zum bitteren Ende wurde die tonlose Talkshow durchgesendet.
Zumindest auch zwei Stunden nach Beginn (also ca. 3.30 Uhr) immer noch die wohl niocht behebbare Tonstörung.
Was ist da bloß passiert? Rauschte Désirée Nick ins Hamburger NDR-Haus, knebelte den Zuständigen für den Sendeablauf und drehte ihrer Lieblingsfeindin Eva Herman den Saft ab? Wäre jedenfalls mal eine gelungene Maßnahme, schließlich ist eine sprachlose Eva Herman noch ganz gut zu ertragen. Motto: Einfach mal die Fresse Mund halten!
Den Quoten tat die Panne übrigens gar nicht gut: eine nicht messbare Zuschauerzahl (also weit unter 10000 und ein Marktanteil) von 0,6 Prozent.

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RTZapper

Lindenstraße: Schrittfolgen

Montag, den 2. April 2007
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SO 01.04.2007, 18.50 Uhr, Das Erste

Fritz Pleitgen ist nicht mehr Intendant des WDR. Zum Abschied gab es ein ganz besonderes Geschenk: ein Gastauftritt in der “Lindenstraße”. Leider hat fritze nicht dankend abgelehnt.
Hätte er mal. Denn wirklich einen Gefallen tat er sich und dem Publikum mit diesem seltsamen Auftritt nicht.
Völlig aus dem Zusammenhang gerissen gab es in der Folge “Schrittfolgen” plötzlich einen Schnitt ins “Ehrlich”-Reisebüro. Mutter Beimer und ihr Erich begrüßten Pleitgen, als ob er jeden tag mal vorbeischaut. Fritz buchte eine Reise und leierte alle Stationen seines journalistischen Lebens auf.
Tja. Ganz nett, wenn man gewusst hat, was das sollte. Aber alle Nichtwissenden werden in dieser Minute ziemlich blöd aus der Wäsche geguckt haben. Denn mit dieser Szene war das ganze auch erledigt und Mutter Beimer tauchte in der ganzen folge nicht wieder auf.
Gastauftritte von Promis in der “Lindenstraße” sind ja ganz nett! Aber, bitte liebe Macher: Gebt ihnen auch eine Geschichte! Und nicht so einen zusammenhanglosen Müll! Dann lasst es lieber bleiben!

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RT im Kino

Mr. Bean macht Ferien

Montag, den 2. April 2007

Zehn Jahre hat es gedauert, bis Mr. Bean auf die Kinoleinwand zurückkehrte. Und die Erwartungen waren nach dem “Ultimativen Katastrophenfilm” auch nicht allzu hoch. Zu unrecht.
Mr. Bean (Rowan Atkinson) hat eine Reise nach Cannes gewonnen. Doch, wie sollte es anders sein, seine Reise dorthin verläuft nicht ganz so, wie es zu erwarten war. Schon in Paris gibt es Probleme.
Eigentlich wäre der Titel “Mr. Bean reist ans Meer” treffender, denn wirklich Ferien macht der in dem Film nicht. Dazu treten zu viele Katastrophen ein.
Was den Film so gut macht: Bean redet wieder weniger. Während er in der TV-Serie fast komplett schwieg, redete er im ersten Film stellenweise wie ein Wasserfall. Nicht so in Teil 2.
Was soll er auch groß sagen? Die Franzosen verstehen ihn sowieso nicht. Und sein kindlicher Begleiter spricht nur Russisch.
Ein wundervoller, witziger und doch sehr warmherziger Film voller skurriler Situationen.

-> 5/5

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RTelenovela

Blut vorm Kinderfilm

Montag, den 2. April 2007
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Kleiner Skandal heute Nachmittag im Berliner CinemaxX am Potsdamer Platz. Im Kino 10 stand um 17.30 Uhr der Kinder- und Familienfilm “Hände weg von Mississippi” auf dem Programm.
Mit Getränken und Popcorn in der Hand saßen Kinder mit ihren Eltern in den Sitzen und warteten, was da auf der Leinwand geschehen sollte.
Mit dem obligatorischen Eisspot endete der Werbeblock und begann die Filmvorschau. Auch ich war schon gespannt, was vor einem Kinderfilm für Trailer laufen werden.
Sagen wir mal so: Die Auswahl war… überraschend. Es begann mit einem düsteren Trailer. Männer mit Schwertern, böse guckend. Es fließt Blut. Viel Blut. Dazu laute, schwere Musik: “300” läuft demnächst an. Gerade das richtige für die Kinderchen im Saal.
Einige Eltern schütteln den Kopf und halten den Kleinen die Hand vor die Augen. Weiter geht’s: Bald startet auch ein weiterer Teil von “Resident Evil”. Auch das können sich die lieben Kleinen ja schon mal vormerken.
Und weitere schicke Thriller. Wie nett. Und das vor einem harmlosen Kinderfilm. Da habe ich echt was anderes erwartet.
Die Eltern im Saal beschweren sich lauthals. Die Kinder sind unruhig.
Ich laufe in die Zwischenetage und frage einen der CinemaxX-Leute, ob es hier üblich sei, vor einem Kinderfilm Werbung für Blut- und Gewaltfilme zu zeigen. sei es nicht – und es werde sich drum gekümmert.
Weitere Eltern stürmen aus dem Saal, um ihre Meinung zu der Vorschau zu verkünden. Anmdere verlassen samt Kinder gleich den Saal.
Irgendwann, nach fünf oder sechs Vorschauen wird die Rolle gestoppt, das Licht geht an.
Minuten später kommt ein Verantwortlicher in den Saal, um sich für die Panne zu entschuldigen. Es sei eine falsche Rolle eingelegt worden. Ah ja. Das könne ja mal passieren. So so.
Darf aber nicht. Und wenn doch, muss es schneller bemerkt werden – und schneller gehandelt werden.
Zur Belohnung durften wir uns dann noch die Filmtrailer für die Familienfilme (“Shrek der Dritte”, “Lissi und der wilde Kaiser” etc) ansehen.
Die Kinder werden heute Nacht hoffentlich gut schlafen! Und nicht on Gewaltorgien a la “300” träumen…

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