Monatsarchiv für März 2007

RTelenovela

Pfund und Kronen

Dienstag, den 27. März 2007
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Ich glaube, die Frau hinter dem Bankschalter hat sich über die Abwechslung von ihrem Arbeitsalltag sehr gefreut. Vom Machester-Ausflug hatte ich noch 10 Pfund übrig. Die wollte ich zur Bank bringen.
Und dabei fiel mir ein, dass ich ja von der 2004er-Finnland-Reise auch noch Scheine aus Estland bei mir rumzuliegen habe. Damals sind wir für einen Tag nach Tallinn gedüst.
Also nahm ich auch noch die 82 estnischen Kronen in Scheinen mit zur Bank.
Eine schwierige Prozedur. Die Scheine aus Estland waren den Bankiers unbekannt, also mussten sie erstmal im PC gefunden werden. Und irgendwohin nachtelefoniert, weil sich nicht alle anfanden.
Aber ich glaube, auch die Bankfrau fand das mal ganz spannend.
Für 82 estnische Kronen bekam ich 4,64 Euro, für die 10 Pfund immerhin 14,22 Euro.

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RTZapper

104.6 RTL Hit-Nacht: Die Claudi-PC-Panne

Dienstag, den 27. März 2007
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MO 26.03.2007, 3.03 Uhr (Di.), 104.6 RTL

Na, wieder mal keiner zu Hause bei 104.6 RTL? Eine leere Redaktion? Nur ein rumpliger Computer? Und niemand, der den Sender hört und Störungen beheben könnte?
Tja, dann muss Nachtschwester Claudi eben noch zigmal sagen, dass es jetzt ja kurz nach 1 sei (inzwischen ist es nach 3 Uhr) und dass jetzt “Love Generation” käme. Woraufhin immer ein anderer Song kommt – nur nicht “Love Generation”.
Und im schönen Abstand von rund einer Viertelstunde bricht der Song mittendrin ab, Stille – und die computerisierte Nachtschwester darf ihren Texte nochmal aufsagen. Und nochmal und nochmal und nochmal und nochmal. Ich kann inzwischen mitsprechen. Bis mal jemand den Computer wieder zum Laufen bringt und die richtigen vorproduzierten Moderationen startet – und nicht immer nur die eine.
Fakt ist: Die Nachtschester Claudi ist gar keine Nachtschwester. In Wirklichkeit pennt sie um diese Uhrzeit und hört ihren doofen Sender dementsprechend bestimmt nicht mal.

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RTelenovela

Manchester (4): Schuhe aus!

Montag, den 26. März 2007
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-> 25.3.2007

Ebenfalls außerhalb des Stadtzentrums von Manchester liegt die Hafencity. Gut zu erreichen mit der Metrolink. Das Wochenendticket dazu hatten wir ja. Auch hier gibt es wieder eine Art Einkaufszentrum, meist mit Fabrikverkäufen mit Billigpreisen.
Aber was heißt schon billig in England? England ist teuer. Alles ist teurer als bei uns.
Das Essen und Trinken in Kneipen übersteigt preislich alles, was man aus Deutschland kennt. Ein Glas Cola kann so schon mal rund 6 Euro kosten. Ein Kakao bei Starbucks gute 5 Euro. Ein Menü bei Burger King (ja ja) gut 6 Euro. Das Geld fließt unter den Händen dahin.

Da der Zug von Manchester Picadilly zum Airport ausfiel, blieb uns nur der Bus. In dem wir auch wieder die ersten Schwaben antrafen, denn der Flug nach Stuttgart stand an.

Die Deutschen bringen sich in der Gastfreundlichkeit ja fast um. Die Engländer natürlich auch. Aber eines ist mir aufgefallen. An Flughäfen und Bahnhöfen bekommt man Zeitungen und Zeitschriften aus aller Welt. In England eher nicht. Wenn man Glück hat den “Spiegel” oder die “Brigitte” – dann hörts aber fast schon auf.
In Deutschland werden die Flugreisen auf Deutsch und Englisch begrüßt. Schließlich geht der Flug ja auch von Deutschland nach England. Die Engländer am Schalter der deutschen Fluggesellschaft lassen das mit dem Deutsch lieber weg. Englisch kann schließlich jeder. Na ja, egal. Es ging ja auch so.

Getränke im Handgepäck sind neuerdings tabu. Also alles in den Koffer.
Jacke aus und Rucksack aufs Band, um alles durchleuchten zu lassen. Bei mir hat auch nichts gepiept. Aber der freundliche Beamte will es trotzdem genauer wissen: Schuhe aus!
Also mussten auch noch meine stinkenden Botten dran glauben. Nase zu und durch…

Und nach einem ausgesprochen sanften Start in Manchester , einem ruhigen Flug und einer sauberen Landung in Echterdingen, hat uns Deutschland wieder.
Danke, England! God save the Queen!

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RTelenovela

Briefmarkennotstandsgebiet (3): Manchester

Sonntag, den 25. März 2007
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-> 10.12.2006

Machester (rt). Die Stadt Manchester im Nordwesten Englands wurde am Sonnabendnachmittag offiziell zum Briefmarkennotstandgebiet erklärt. Damit reiht sich die Stadt in ähnliche Krisenherde wie Heidelberg und Karlsruhe in Deutschland ein.
Ein Augenzeuge: “Es gibt Briefmarken zu kaufen in Manchester. Das ist an sich nicht das Problem. Ein Problem ist es allerdings, Briefmarken zu bekommen, die man auf Karten nach Deutschland kleben kann.”
Auf die Frage “Do you have stamps?” bekomme man zunächst eine positive Antwort. Wenn dann aber weiter nachhakt werde, würde nur noch mit dem Kopf geschüttelt und auf andere Geschäfte verwiesen.
Selbst im Trafford Centre mit seinen vielen Touristen, muss der Mitarbeiter im Post Office passen. Ein Besucher aus Deutschland: “Ärgerlich! Wieso denkt da schon wieder niemand mit??”
Im gesamte Zentrum von Manchester ist von der schweren Krise betroffen. Touristen bekommen immer das gleiche zu hören: “Not in the Moment.” “Was sicherlich heißt: nie”, so ein verärgerter Kunde.
Nur der Flughafen von Manchester ist von der Briefmarkenkrise ausgenommen. Entsprechendes Material ist hier vorhanden.
Wie lange die Krise anhält, kann momentan nicht vorhergesagt werden.

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RTelenovela

Traumtagebuch (14): Zu hoch

Sonntag, den 25. März 2007
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-> 22.3.2007

In einer größeren Gruppe (Schulklasse?) beschließen wir, in eine Gaststätte zu gehen. Während alle anderen ganz normal durch die Tür gehen und schnell drin sind, beschließen ich und noch einige andere (weiß nicht mehr genau, wer), einen anderen Weg zu laufen.
Gesagt, getan. Ist auch ganz einfach, völlig ohne Probleme. Fast.
Denn in die Kneipe selbst kommen wir nicht, denn plötzlich stehen wir auf einer Art Balkon ohne Geländer und sehen in die Tiefe. Es ist seehr tief – und es gibt keine Möglichkeit, da runter zu kommen,
Also zurück.
Doch auch da stoßen wir an eine ähnliche Grenze. Um zurück zur Straße zu kommen, müssen wir erneut eine meterhohe Mauer runter. Viel zu hoch, um runter zu springen.
Ich überlege noch, den Ticketautomaten zu nutzen, der an der Wand steht. Doch selbst der ist zu tief. Und einen Sprung darauf würde das Ding auch nicht verkraften.
Wir sind in der Sackgasse.
Doch Rettung naht. Die Feuerwehr kommt! Plötzlich steht schon jemand neben mir. Er erklärt, ich würde jetzt mit einer Trage da runter gebracht. Wie genau weiß ich nicht mehr. Und ich würde eine Betäubung bekommen, dass ich da alles nicht so genau mitbekomme.
Ich bekomme eine Spritze in den Bauch und döse recht schnell weg.
Schnitt.
Ich sehe, wie ich auf der Trage an einer Seilwinde nach unten gehievt werde. Danach die anderen beiden.

Dann wache ich auf und in Manchester geht gerade die Sonne auf. Zu früh zum Aufstehen…

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Six Feet Under – Gestorben wird immer: Alle warten

Sonntag, den 25. März 2007
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SA 24.03.2007, 23.45 Uhr, VOX

Nein, neue Folgen von “Six Feet Under”, dieser wirklich großartigen Serie wird es nicht geben. Serien-Erfinder Alan Ball hat sein Epos mit einem hochgradig beeindruckenden Ende beerdigt.
Die Geschichte der Fishers, der Familie mit dem Beerdigungsinstitut ist zu Ende erzählt. Alles ist gesagt. In einer großen “Vorschau” sahen wir Claire einen Highway entlangfahren – und das weitere Leben – und Sterben – der Fishers vorüberziehen – bis zu Claires Tod, im Jahr 2085. Mit 102 Jahren.
Großes Gänsehautfernsehen.

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Fernsehen in England

Sonntag, den 25. März 2007
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SA 24.03.2007, BBC One / Sky One / ITV1 / magic

Ein später Sonnabendabend im englischen Fernsehen.
Sky One zeigt vor dem Schlafengehen seltsame Polizeivideos. Eine Überwachungskamera filmt, wie eine Kassiererin brutal von einer Flasche getroffen wird, die ein Kunde nach ihr wirft. Ein Schwarzer. Ganz böse. So böse, dass das nochmal in Zeitlupe und im Bildausschnitt geziegt werden muss. Wie gesagt, ein böser Schwarzer. Ein anderer böser Schwarzer nutzt den Augenblick und klaut aus einem Regal in dieser Zeit ein Getränk. Natürlich auch nochmal groß in einem Bildausschnitt gezeigt. Böse Welt. Billiges Reality-TV von der ganz fiesen Sorte.

In der öffentlich-rechtlichen BBC läuft unterdessen ein Late-Night-Versuch. BBC One versucht es mit einem billigen Schreibtisch, einem verdammt schlecht gekleideten Moderator und einer abgewrackten Band. Grausam.

Oft muss man übrigens eine Weile warten oder den Videotext einschalten, um herauszufinden, welchen Sender man sieht. Die BBC und einige andere sender verzichten auf die Einblendung von Logos im Bild.

Spieler werden bei ITV1 bedient. Und man fühlt sich stark an 9live aus Deutschland erinnert. Genau das gleiche Konzept. Minutenlang wird ein Wort gesucht. Oder eine Art Kreuzworträtsel. Und weil es dafür 10000 Pfund gibt (ca 20000 Euro) wird das “Spiel” gleich mal schön in die Länge gezogen. Haben sie ja schließlich in good old Germany so gelernt. Dabei muss man gerade das nicht von uns lernen.

Ein ähnliches Konzept wie bei VIVA hat der Musiksender magic. Per SMS dürfen sich die Zuschauer ihre nächsten Clips aussuchen. Nur, dass das in England noch sehrviel teurer ist: 1,99 Pfund pro SMS. Was für ein Wucher.

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