Tagesarchiv für 23. März 2007

RTelenovela

Manchester (1): Die ignorierte Verspätung

Freitag, den 23. März 2007
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Fast hätte ich den Flug nach Manchester verpasst. Aber erstens habe ich mich in der Zeit verschätzt, die man von der Stuttgarter Innenstadt zum Flughafen nach Echterdingen braucht. Und zweitens dachte, die S-Bahn fährt öfter raus.
Nun ja. Ich habe es noch geschafft. Ich erreichte den Check-in genau zwei Minuten vor Annahmeschluss. Was mir der nette Herr am Schalter auch gleich mitteilte.
Mit Nico stiefelte ich dann in die Wartehalle. Um 14.50 Uhr sollte der Flug gehen, Boardingtime war 14.30 Uhr.
War. Denn die Zeit verstrich.
14.30 Uhr. 14.40 Uhr. Nichts tat sich. Die nette Frau am Einlass tat jedenfalls nicht so, als das demnächst etwas passieren würde.
Auf einem Monitor gab es die neuesten n-tv-Bilder von Eisbär Knut.
15 Uhr. Immer noch nichts.
Und niemand redete mit uns. Keine Ansage, nichts. Einfach nur warten.

Mit 40 Minuten Verspätung hoben wir dann doch noch in Echterdingen ab.
Der Wintereinbruch am Morgen sei schuld gewesen, dass sich alles verspätet habe, entschuldigte sich dann doch noch die Boardcrew.
Der Flug verlief reibungslos. Bisher habe ich da immer Glück gehabt – alles ruhig, alles schick.

Da wir am Abend gleich wieder in die Innenstadt zum Faithless-Konzert wollten, mussten wir natürlich erstmal schnellstens unsere Koffer ins Hotel bringen.
Das Trafford Hall Hotel liegt außerhalb des City Centre. Mit der Straßenbahn (Metrolink) nur einige Stationen bis nach Old Trafford.
Das Haus, das dieses Jahr 120 Jahre alt wird, haben wir zunächst gar nicht für voll genommen. Es liegt nur wenige Schritte vom Bahnhof entfernt, so dass ich es für irgendeinen alten Speicher hielt. Aber es war eben doch das Hotel.
Irgendwie … alt.
Drinnen angekommen konnten die inneren Alarmglocken wieder abgeschaltet werden. Das Zimmer sieht ordentlich aus. Zwei Betten, ein Bad, das ganz okay ist, einen Fernseher und auf dem Tisch ein Tablett mit Kakao und Tee zum Selberbrühen. Was will man mehr?

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RTZapper

n-tv-Nachrichten: Knut, der Eisbär

Freitag, den 23. März 2007
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FR 23.03.2007, 11.00 Uhr, n-tv

Och, wie süß! Man kann sich gar nicht sattsehen! Die Moderatorin der n-tv-Nachrichten kriegt sich kaum wieder ein und ist voll enttäuscht, als sie dann doch wieder so einen doofen Politikbeitrag ansagen muss.
Liveübertragung aus Berlin. Knut darf raus. Knut, der Eisbär. Knut, der Star unter den Tieren des Berliner Zoos. Lange durften wir ihn nur auf Fotos oder wenigen Fernsehbildern betrachten. Und heute der Showdown: Knut wurde erstmals in echt rumgezeigt. Vor den Kameras durfte er draußen spielen.
Was für ein Ereignis!
Er hatte es auch nicht einfach. Von der Mama verstoßen, vom Pfleger aufgezogen, unter Dauerbeobachtung von Medien und Menschen.
Tagebücher und Poster in den Boulevardzeitungen, Berichte in vielen Magazinen. Die Knutwelle ebbt nicht ab.
Frank Zander, alternder Schlagerfuzzi aus Berlin, hat sein “Hier kommt Kurt” ganz fix mal umgeschrieben und singt jetzt “Hier kommt Knut”. So hängt sich halt jeder an einen Hype dran.
Knut, lass dich nicht unterkriegen!

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RTZapper

bigFM-News

Freitag, den 23. März 2007
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FR 23.03.2007, 8.30 Uhr, bigFM

Das sind die bigFM-Topnews dieses Freitagmorgens – erste Meldung: Ansturm in Berlin auf die Playstation 3! Leute, die sich im SonyCenter bis auf die Unterhose auszogen, bekamen sie kostenlos. Schneechaos in Baden-Württemberg. Britney Spears verhängt Maulkorb für die Medien – die dürfen nicht mehr über ihren Entzug berichten. Und: Oli Kahn muss einmal aussetzen, wegen seines Ekltas bei der Dopingkontrolle.
Und das wars. Das sind die harten Fakten, die der Radiosender bigFM seinen offenbar ziemlich beschränkten Hörern am Morgen zumuten will. Für irgendetwas Politisches hat es nicht mehr gereicht.
Kein Wunder, dass die Menschen verdummen.

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RTelenovela

Bahnbekanntschaften (15): Ja, so isch des!

Freitag, den 23. März 2007
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“Soll es morgen eigentlich wieder wärmer werden? Haben Sie da was gehört?” Wie? Was? So ganz habe ich den Mann nicht verstanden, der sich hinter Frankfurt/M im ICE auf den Platz neben meinem setzte. Ich hörte gerade auf CD den “kleinen Nils” und hatte keine Ohren, für fremde Onkels, die von mir eine meteorologische Aussage haben wollten.
Mit dem ICE von Berlin nach Stuttgart. Durch das winterliche Deutschland. Das Schneetreiben erreichte in Göttingen seinen Höhepunkt.
Bis Hildesheim blieb der Platz neben mir frei. Bis eine junge Dame kam – in Begleitung eines großen Schäferhundes. Wegen der Witterung auch nicht gerade geruchsfrei. Aber das Hundchen fand die Situation offenbar auch nicht gerade toll und blieb die ganze Zeit ruhig – bis sich Frauchen ein besseres Plätzchen gesichert hatte.
Und dann kam er. Der in Frankfurt arbeitende Businessmann.
Dass er ja bis Mannheim fahre. Und überlege, wo denn heute sein Auto stehe. Und, ja, wie denn das Wetter morgen wird? Wo komme ich her? Berlin? War er auch schon mal, in der Sonnenallee. Wo kann man denn noch hin Berlin? Wo gibts die beste Currywurst? Ich rede ihm Konoppke aus, die wirklich beste Currywurst gibt es am Bahnhof Friedrichstraße..
Und in Berlin gäbe es ja noch so viele Bomben! Ach, in Oranienburg noch mehr? Wahnsinn!
Ja, so isch des.
Und Potsdam? Liegt das auch in der Nähe? Wo genau wohnt der Jauch eigentlich?
Sind wir schon in Biblis? Dann wären wir ja ziemlich pünktlich.
Ja, so isch des.
In Mannheim verließ mich der gute Mann wieder. Bis Stuttgart war ich wieder allein mit meinen Gedanken – und mit Nils.

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aRTikel

2559 Burger

Freitag, den 23. März 2007
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Trend aus dem Internet: Sturm auf McDonald’s / Massenbestellungen beim Schnellimbiss

MAZ Falkensee, 22.3.2007

ELSTAL
Er ist derzeit das große Thema im Internet – bei Youstube, in Foren und Blogs: der Sturm auf McDonald’s. An einem bestimmten Tag, in einer bestimmten Stadt, in einer bestimmten Filiale der Imbisskette treffen sich Hunderte Leute, um dann Burger zu bestellen. Nicht einen, nicht zwei – nein: 2211. So geschehen vor einigen Wochen in Braunschweig. Es soll getestet werden, wie die Burgerfirma mit so einem plötzlichen Ansturm fertig wird.
Bei McDonald’s in Elstal hat man von diesem neuen „Trend“ bisher noch nichts gehört. „Selbst wenn, wir dürften dazu nichts sagen“, sagt eine Sprecherin der Restaurantleitung.
Nachfrage in der Burgerzentrale in München. „Es gab an verschiedenen Orten derartige Aktionen“, weiß Matthias Mehlen, stellvertretender Unternehmenssprecher. „Das breitet sich momentan bundesweit aus.“ Für die Restaurants seien solche Megabestellungen eine logistische Herausforderung. „Aber wir verweigern uns dem nicht“, so Matthias Mehlen. Im Gegenteil: „Wir versuchen, alle Wünsche zu befriedigen. Falls doch mal eine Grenze erreicht ist, müssen wir eben sagen, dass alles ausverkauft ist.“ Der Rekord liegt aktuell bei 2559 Burgern, die bei McDonald’s in Ibbenbüren über den Tresen gingen.
Mehlen: „Wir haben mit dieser Aktion nichts zu tun, aber wir freuen uns, damit im Brennpunkt zu stehen. Es ist für uns auch eine Herausforderung.“ Bisher seien die Lagerkapazitäten kein Problem gewesen. Bei neuen Rekordversuchen würde man bei McDonald’s vorher sogar einen telefonischen Tipp bekommen. Und im Internet kursiert schon der nächste Sturmtermin: am 31. März an der Gedächtniskirche in Berlin.

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