Tagesarchiv für 4. März 2007

RT im Kino

Letters From Iwo Jima

Sonntag, den 4. März 2007

Erschreckend realistisch und unglaublich deprimierend: Das ist Clint Eastwoods “Letters Form Iwo Jima”.
2.Weltkrieg: Auf der Insel Iwo Jima rüstet Kuribayashi (Ken Watanabe) seine japanischen Truppen vor dem Einmarsch der US-Armee. Doch die Soldaten sind den Amerikanern weit unterlegen. Sie können gar keine Chance haben. Doch dem Kaiser dienen heißt auch, für ihn einen heldenhaften Tod zu sterben.
Wer in diesen Film geht, weiß was passiert. Das Grauen. Das Ende. Über den gesamten Film (im Original mit Untertiteln) hinweg, überwiegt ein ungutes Gefühl. Wir sehen den Irrsinn. Wir sehen die absolute Chancenlosigkeit. Viel Blut, noch mehr Gewalt.
Und manchmal denkt man sich: Muss man sich diesen erschütternden Film eigentlich antun?

-> 3/5

Hits: 19

RTelenovela

Traumtagebuch (11): Die Umweltkatastrophe

Sonntag, den 4. März 2007
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-> 7.2.2007

Mein heutiger Traum passt quasi zur aktuell viel besprochenen Klimakatastrophe.
Ich fahre mit dem Auto meiner Eltern durch Oranienburg. Über der Stadt liegt ein dichter, bläulicher Nebel. Irgendeine Fabrik oder irgendein Haus scheint zu brennen. Ich schalte die Klimaanlage auf Umluft, damit nichts von draußen reindringt.
Der Qualm wird dichter. Je weiter ich über die Berliner Straße in die Innenstadt komme, umso mehr sehe ich auch, woher der Rauch kommt. Dicker Qualm steigt aus einem der Gebäude. Es ist keines, was tatsächlich in Oranienburg steht. Scheint eine Fabrik zu sein.
In Höhe Havelstraße liegt auf der rechten Seite eine Art Polizeistand. Dahinter liegen fünf Polizisten mit Maschinenpistolen, die in meine Richtung zielen. Aber sie schießen nicht.
Ich fahre weiter. An der Krezung vor dem Schloss stoppe ich an der Ampel. Ein Auto, das aus der Breiten Straße kommt, beginnt mitten auf der Kreuzung zu brennen.
Eine Polizistin regelt den Verkehr, sie hat einen Mundschutz im Gesicht und hält sich zusätzlich ein Hand davor.
Ich fahre wieder los. Auf der Schlossbrücke sehe ich, dass plötzlich auch aus meinem Motorraum Flammen schießen. Ich kann noch bis zum Fischerparkplatz fahren. Ich halte an, springe aus dem Auto, das mehr und mehr brennt.
Leute kommen, um zu löschen. Ich höre Stimmen, die rufen: “Es sind Ausländer! Es sind Ausländer!” Ja, ich wurde von Ausländern gerettet. Ich sind solche Typen, wie ich sie damals beim Verkauf meines BMW kennengelernt habe (-> 8.5.2006).
Mein Auto, inzwischen ist es nicht mehr das meiner Eltern, sondern mein blauer Mazda, hat nur noch drei Räder. Eins ist völlig weggebrannt.
Ich frage, wieso das alles passiert.
Einer sagt, es sei irgendein Stoff ausgetreten, der die Brände auslöst.
Es beginnt zu regnen. Aus dem strömenden Regen wird Hagel. Kleine weiße Körner fallen vom Himmel.
Wir, die beiden Helfer und ich, springen in mein Auto. Bei einem kligelt das Handy. Irgendwer soll irgendwem gratulieren. Aber der eine meint: “Nee, den grüße ich nicht.”
Es war etwa 7.15 Uhr, als ich plötzlich erwachte.

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RTZapper

Wetten, dass…?

Sonntag, den 4. März 2007
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SA 03.03.2007, 20.15 Uhr, ZDF

“Wetten, dass…?” gibt es seit 1981, seit 26 Jahren. Und noch immer sind keine Alterseerscheinungen zu erkennen. Ganz im Gegenteil: Gestern bewies uns das ZDF, warum die Show noch immer so gut funktioniert.
Thomas Gottschalk war gut drauf, sah mit seinem (später abgesetzten) Hut wieder mal seltsam aus und machte Witzchen.
Die Gäste bildeten eine gute Mischung. Höhepunkt: der Auftritt von Blacky Fuchsberger und Bastian Pastewka. Fuchsberger ist noch immer ein großer Unterhalter. Als ihre Wette verloren zu gehen droht, beginnen die beiden, sich schon mal auszuziehen. Ihr Wetteinsatz war ein Auftritt im Nachthemd.
Die Wetten: Bis auf die Kinderwette ging diesmal alle Wetten verloren. Was aber der Stimmung und Spannung keinen Abbruch tat. Warum sollen Wetten nicht auf mal verloren gehen? Die Jungs mit ihrem Eisen scheiterten allerdings grandios, so was sieht man selten bei “Wetten, dass…?”. Auffallend: Das abwechslungsreiche Sounddesign baut eine große Spannung auf.
Dazu die Musikgäste, die eine breite Palette bildeten. Von Klassik bis Pop war alles dabei.
Rundum eine gelungene Sendung. Und dass Gottschalk 40 Minuten überzog – na ja, mein Gott, das ist heutzutage normal. Und von den fast drei Stunden waren die wenigsten Minuten langweilig.
Respekt!

Hits: 23

RTelenovela

Kein Mond über Wensickendorf

Sonntag, den 4. März 2007
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Die einzige totale Mondfinsternis dieses Jahres. Für Minuten sollte der Erdtrabant in rotem Licht erstrahlen. Ein echtes Naturschauspiel.
Ein Naturschauspiel das leider ohne uns stattfand. Als wir in Wensickendorf ankamen, war nichts vom Mond zu sehen. Die gesamte Region liegt unter eine dichten Wolkendecke.
Die Mondfinsternis fällt leider aus.

Hits: 23

RT im Kino

Fast Food Nation

Sonntag, den 4. März 2007

Sagen wir’s so, wie es ist: In den Burgern von Mickey’s ist Scheiße drin. Kuhdung. Kolibakterien.
Marketingchef Don Henderson (Greg Kinnear) muss handeln. Er reist nach Texas, um sich die dortige Fleischverarbeitungsanlage anzusehen. Dort arbeiten illegale Einwanderer aus Mexiko unter nicht sehr schönen Bedingungen.
“Fast Food Nation” ist keine Dokumentation, auch wenn hier sicherlich sehr viel Wahres erzählt wird. Unklar bleibt das Genre: Für eine Satire fehlt der wirkliche Biss. Für einen “Enthüllungsfilm” verliert sich Richard Linklaters Streifen in teilweise uninteressanten Randgeschichten oder Dialogen für die Ewigkeit.
Klar, was mit den Tieren gemacht wird, kann sehr grausam sein. Und ob das in Deutschland alles besser ist – wer weiß das schon?! Aber nur allein auf Fast Food ist das nicht zu schieben.
Diese Thematik wäre in einer eindringlichen Doku sehr viel besser aufgehoben gewesen.

-> 2/5

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