Monatsarchiv für Februar 2007

RTZapper

Verstehen Sie Spaß?

Sonntag, den 25. Februar 2007
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SA 24.02.2007, 20.15 Uhr, Das Erste

Bitte haltet euch fest für die Humoroffensive der ARD! Frank Elstner fragt “Verstehen Sie Spaß?”! Und wir fragen uns verzweifelt: Welchen Spaß?
Lachen bis der Arzt kommt. Man könnte sich zerreißen vor Lachen, wenn man Ingo Oschmann und Isabell Varell dabei zusieht, wie die mit vergipsten Armen und Beinen in ein Taxi steigen wollen. Das ist so schweinelustig, dass der ARD-Zuschauer gröhlend vom Sessel kippt.
Nur die “Bild am Sonntag” – die versteht eindeutig Spaß. Sucht den mit Abstand unlustigen Kandidaten aus, der bei Frank Elstner den ältesten, abgestandesten, lausigsten, absolut pointenfreien Witz vorträgt und somit das ARD-Publikum vollends zum Schnarchen bringt. Gute Strategie, liebe BamS-Kollegen! Nur: Bei dem Showmüll ist die Witzschnarchnase gar nicht weiter aufgefallen.
Gegen “Verstehen Sie Spaß?” ist das parallel laufende “heute-journal” des ZDF ein wahres Comedyformat. Mit Spaß hat die lausige Show von Elstner jedenfalls nichts zu tun.

RTelenovela

Olympia ist verblasst

Samstag, den 24. Februar 2007
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Wer auf der B5 vom Berliner Ring in Richtung Falkensee unterwegs ist, fährt bei Elstal auch mitten durch das ehemalige olympische Dorf von 1936.
Ein trauriger, trostloser Anblick. Alte Häuser, die verrotten, verfallen und offenbar zu nichts mehr zu gebrauchen sind. Das Dorf scheint zwar noch hier und da als eine Art Museum zu dienen, aber große Teile scheinen vollkommen ungenutzt.
Am Rand des Dorfes stehen dann auch noch alte DDR-Wohnblocks. Völlig entkernt, nur noch die Hüllen sind zu sehen. Die Blöcke stehen im völligen Nichts.
Irgendwie gespenstisch.

In Elstal befinden sich übrigens auch die Fabrikverkäufe diverser Markenfirmen. Und wo billige Klamotten versprochen werden, sind natürlich die potenziellen Käufer nicht weit. Himmel und Menschen, die Hemden, Pullover und Schuhe anproben, wieder wegstellen oder dann doch kaufen.
Interessante Strategie: An einen Ständer wird ein Schild gehangen, auf dem Klamotten “ab 8 Euro” angeboten werden. Die gibt’s da auch tatsächlich – nur nicht so zahlreich. Der Rest kostet dann auch schon mal 40 oder 50 Euro. Aber bei einigen Kunden scheint das Lockangebot zu funktionieren – bei mir nicht.

RTelenovela

Döner bis zum Abwinken

Freitag, den 23. Februar 2007
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Nach den Pizzabringdiensten im Januar 2006 nun der nächste Test: Wir suchen den besten Döner in Oranienburg. Das heißt, dass Flo und ich bis Dienstag sechs verschiedene Döner kosten müssen. Sechs Dönerläden gilt es also bis zum Dienstag abzuklappern, vier haben wir schon hinter uns gebracht.
Erfreulich: Bisher gab es keinen einzigen Totalausfall. Trotzdem wird das Teil nach dem Test wohl für einige Wochen von meiner Speisekarte gestrichen.
Ein großes Problem ist allerdings die Kälte draußen: Während im Südwesten Deutschlands frühlingshafte Temperaturen herrschen, liegen wir momentan rund um den Gefrierpunkt – und da kühlt so ein Döner natürlich verdammt schnell aus.
Aber da müssen wir jetzt durch. Noch zweimal, dann ist es geschafft.

RTZapper

Phoenix vor Ort: Politischer Aschermittwoch der CDU

Mittwoch, den 21. Februar 2007
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MI 21.02.2007, 17.50 Uhr, Phoenix

Böse Demonstanten! Also das geht ja mal gar nichts, dass man sich hinstellt, um gegen irgendwas zu protestieren. Kommt doch dem Staat viel zu teuer. Und dann auch noch beim Onkel George aus dem Amiland.
Angela Merkel müsste es eigentlich besser wissen. Schließlich kommt sie aus einem Staat, in dem Demos (wenn sie nicht gerade Pro-SED waren) nicht sehr gern gesehen wurden. Beim Politischen Aschermittwoch der CDU in Demmin beschwerte sie sich über die Protestierenden beim Bush-Besuch in Stralsund und Trinwillershagen. So was sei doch völlig überflüssig und vor allem teuer. Schließlich muss man die Meute ja in Schach halten.
Der Teil in Merkels Rede hatte jedenfalls einen sehr schalen Beigeschmack!
Warum die CDU aus der Veranstaltung eigentlich eine peinliche Humtata-Karnevals-Sause macht, dürfte auch ein ewiges Rätsel bleiben. Mit einer lausigen Band (inclusive asthmakranken Trompete) im Hintergrund durfte irgendein Bauernpräsident dämliche Zoten in Reimform ablassen.
Und das live im Fernsehen – bei Phoenix. Hoffentlich haben das nicht allzu viele Leute gesehen…

RTZapper

Rosenmontag im SWR

Montag, den 19. Februar 2007
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MO 19.02.2007, ab 20.15 Uhr, SWR-Fernsehen

Der Rosenmontagabend im SWR-Fernsehen beginnt mit einer Anfrage: “Suche impotenten Mann fürs Leben”. Nach der gleichnamigen Komödie geht es lustig weiter mit “Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht”. Und gleich danach der DDR-Film “Coming Out” und zu guter Letzt noch “In aller Freundschaft”.
Eine interessante Mischung am Rosenmontagabend, aus der einige Schlüsse zu ziehen sind.
1. Karnevalssex steht hoch im Kurs. Und damit das Schäferstündchen folgenlos bleibt, wäre eine Prise Impotenz natürlich nicht schlecht. Macht ja trotzdem Spaß.
2. Bechern bis der Arzt kommt. Hauptsache lustig. Und wenn schon nicht lustig – und Prunksitzung sind meist alles andere als lustig – dann säuft man es sich wenigstens einigermaßen unterhaltsam.
3. Die sache mit den Funkenmariechen, mit den typen, sich sich beim Karneval sehr gern als Mädsche verkleiden – scheint wohl noch einen anderen Hintergrund zu haben. So mancher hat in der Narrenzeit sicher sein Coming out im Karnevalskostüm. Nur zu!
4. Egal, was kommt, egal, was bleibt – wir haben sie alle trotzdem lieb. Die Karnevalisten tun einem ja nichts. Und Aschermittwoch ist sowieso erst mal Ruhe.
Danke, SWR, für diese wichtige Erkenntnis! Helau! Und macht nicht so dolle!

RTelenovela

Die Rosenmontags-Such-den-Schlüssel-Parade

Montag, den 19. Februar 2007
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Bevor ich zu Marcel und Franzi nach Schmachtenhagen wollte, um sie dann zum Flieger zu bringen, wollte ich eigentlich noch ein paar Rosenmontagspfannkuchen am Bahnhof kaufen.
Ich hatte alles dabei. Die CD, die ich im Auto hören, ein Amazon-Paket, das ich im Büro öffnen wollte, meinen Rucksack, mein Handy. Aber – wo ist mein Autoschlüssel?
Im Flur hatte ich ihn noch. Ich war der festen Ansicht, dass sich an alles gedacht hatte. Und eben auch an den Schlüssel. Ich war mir ganz sicher: Ich hatte ihn heute schon mal in der Hand.
Und nun war er weg. In Hosen- und Jackentaschen war er nicht. Im Rucksack ebenso nicht. Auch nicht auf der Kofferraumklappe, auf die ich CD und Paket abgelegt hatte.
Zurück in den Kellerflur. Nichts. Auf dem Tisch bei mir. Auch nichts. Kein Schlüssel.
Wieder zum Auto. Kann ja alles nicht sein. Aber hier ist er immer noch nicht.
Zurück ins Haus. Im Flur nichts. Noch immer nicht. In der Küche? Da hatte ich kurz die Zeitung durchgeblättert. Aber auch hier kein Schlüssel.
Wieder zum Auto. Nochmal den Rucksack durchsucht. Immer noch nichts. Der Schlüssel blieb verschwunden.
Ins Büro. Obwohl er hier definitiv nicht sein konnte. Klar, dass mein Bruder auch nicht wusste, wo der Schlüssel war.
Totale Ratlosigkeit. Der Schlüssel war weg. Ich war kurz davor, Marcel eine SMS zu schreiben, dass ich ihn nicht fahren könne.
Ich greife noch mal in die Jackentasche … und in die Tasche meiner Jacke darunter…
Ganz schnell setzte ich mich ins Auto und fuhr los.

Gut acht Stunden später: Ich bin wieder auf dem Weg zur Garage – und wieder ist der Schlüssel nicht da. Diesmal habe ich ihn allerdings tatsächlich auf der Flurkommode liegen gelassen.
Ich werde alt.

RTelenovela

Oranienburgs Next Top-Linkshänder

Montag, den 19. Februar 2007
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Große Fotosession heute bei uns im Büro. Ralf hat zwar heute seine Story über Linkshänder abgeliefert, aber eben ohne Fotos. Wäre doch gar kein Problem, irgendwas würde uns schon einfallen, meinte er am Telefon.
Klar, es ist uns auch was eingefallen.
Linkshänder schreiben – wie sollte es anders sein – mit der linken Hand. Kann man locker fotografisch festhalten.
Zweite Idee: Linkshänder halten auch Messer und Gabel andersherum (Linkshänderin Karen allerdings nicht, aber egal). Könnte auch als Fotoidee herhalten.
Gesagt, getan. So gingen Karen, Steffen und ich mit Enrico im Schlepptau ins Sitzungszimmer. Vor uns stellten wir drei Teller und Gläser hin. Wir nahmen Besteck in die Hand und ließen uns fotografieren.
Und das sah ziemlich – na ja, jedenfalls nicht so doll aus. Im Hintergrund war das Fenster – geht gar nicht.
So wurde aus einer kleinen Fotoidee eine große Umräumaktion. Enrico holte aus seinem Auto noch eine gelbe Hintergrundwand sowie einen blauen Unterleger für den hellen Tisch. Ich musste mein T-Shirt aus farblichen Gründen wechseln. Basti und Matthias mussten vorübergehend als Hintergrundwandhalter fungieren.
Gleiche Szene also noch mal – nur eben in richtiger Kulisse. Und wenn Basti nicht irgendwelche Sprüche geklopft hätte, wäre das ganze auch schneller gegangen.
Was bei der Fotosession nach dem Motto “Oranienburgs Next Top-Linkshänder” raus kam, darf man dann am Mittwoch begutachten.
Aus einer Fotoidee wurde eine mehr als 30-minütige Megaaktion, die in die Bürogeschichte eingegangen ist…