Tagesarchiv für 27. Januar 2007

RTelenovela

Der Rasierklingenklau

Samstag, den 27. Januar 2007
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Immer mal wieder was Neues im Kaufland. Als ich vor dem Regal mit den Rasierklingen stand, dachte ich schon, es gäbe meine Sorte nicht mehr.
Bei genauerem Hinsehen entdeckte ich jedoch kleine Papptäfelchen, auf der die gesuchte Sorte zu sehen war. Mit dem Ding müsse man nun zur Kasse gehen und bezahlen. Die Packung selbst bekommt man dann erst an der Information.
Tja, bei Kaufland in Oranienburg scheint der Rasierklingenklau umzugehen. Deshalb diese seltsame Maßnahme.

Vor dem Kaufland schob ich meinen Einkaufswagen durch den Schnee. Ja, jetzt scheint der Winter doch noch gekommen zu sein. Schon auf dem Friedhof in Wensickendorf schneite es heftig, auf dem Weg nach Oranienburg wehte es mich fast in den weißen Straßengraben. Gleich mehrmals musste ich mein Auto vom Schnee befreien. Mal sehen, wie lange das kühle Wetter nun anhält.

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RTZapper

Schillerstraße – 100

Samstag, den 27. Januar 2007
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FR 26.01.2007, 20.15 Uhr, Sat.1

100-mal “Schillerstraße”, ein großes Jubiläum einer einstmals innovativen Idee. Leider auch einer, die droht, bald total ausgelutscht zu sein. Denn mit der “Schillerstraße” gehts bergab. Die Quoten sind seit Monaten eher mau, der neue Sendeplatz am Freitag soll die Show retten. Dabei begann das Elend, als die Sendezeit verdoppelt wurde. Die Sendung ist zu lang gezogen, hat zu viele Hänger.
Und Maike Tatzig. Die flüstert den Schauspielern ins Ohr, was sie denn bitte tun sollen. Das aber so dröge, so bräsig, als ob sie einfach nur ihren Zettel abliest. Georg Uecker wirkte da schon viel sympathischer.
Georg Uecker? Wer ist denn Georg Uecker? Tja, das war der ursprünglicher “Flüsterer” der “Schillerstraße”. Maike Tatzig übernahm erst später. Davon will man bei Sat.1 heute nichts mehr wissen. Sind Uecker und Sat.1 im Streit auseinander gegangen? Oder warum wird Uecker totgeschwiegen?
Eigentlich eine Frechheit: In der 100. Sendung wurde Uecker nicht einmal erwähnt. Stattdessen wurde so getan, als habe die langweilige Frau Tatzig schon immer in der “Schillerstraße” geflüstert. Dreist wurde in die alten Ausschnitte einfach die dröge Maike eingeblendet, obwohl Uecker damals noch am Zuge war. Auf der Internetseite belügt Sat.1 ganz plump die Zuschauer. Da heißt es: “Seit dem 3.9.04 werden Cordula Stratmann & Co. von Spielleiterin Maike Tatzig aberwitzige und scheinbar unlösbare Improvisationsaufgaben eingeflüstert.” Was schlicht gelogen ist. Georg Uecker war es, der am besagten 3.9.04 eingeflüstert hat. Oder haben die bei Sat.1 etwa schon Gedächtnislücken? Peinlich, peinlich!

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RTelenovela

Trost in der Trauer

Samstag, den 27. Januar 2007
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Mann kann über die Kirche denken, was man will. Aber in einer Zeit der Trauer kann sie offensichtlich sehr großen Trost spenden. Die Kirche – oder besser gesagt: der Glaube an Gott.
Eine Trauerfeier ist gleichzeitig eine Dankesfeier – ein Dank dafür, dass man Zeit mit dem Menschen verbringen konnte, der nicht mehr da ist. Dank dafür, dass Gott den Menschen nun zu sich geholt hat, irgendwo anders weiterleben kann – im Jenseits.
In dieser Hinsicht hat der Glaube an Gott ganz sicher auch ewas Beruhigendes. Das Wissen, dass mit dem Tod eben nicht alles vorbei ist – ein interessanter Gedanke. Ein schöner Gedanke.
Zu sterben in der Aussicht in eine Welt zu kommen, in der es einem gut gehen wird, nimmt einem die Angst vor allem. Zu sterben im Kreis der Leute, die einen lieben, die einem wichtig sind – wenn man das so sagen kann: ein schöner Tod. Einschlafen in der Gewissheit, dass alles in Ordnung ist. In aller Ruhe, mit Gottes Segen.
Den Tod der Mutter, wie diese Woche bei einem meiner Freunde, halte ich für ein außerordentlich einschneidendes Erlebnis. Und dennoch habe ich das Gefühl, dass die Zeremonie heute Nachmittag auf dem Wensickendorfer Friedhof zumindest ansatzweise Trost spenden konnte. Trotz des immerwährenden Verlustes.

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RTZapper

Expedition ins Gehirn

Samstag, den 27. Januar 2007
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DO 25.01.2007, 20.15 Uhr, EinsFestival

Der blanke Wahnsinn: Es gibt einen Mann, der braucht ganze 8 Sekunden, um sich 2 Seiten eines Buches… nicht, nicht durchzulesen, sondern, um sich den Inhalt zu merken. Merken! 2 Seiten! In 8 Sekunden! Dieser Mann hat in seinem Gehirn den Inhalt Zehntausender Bücher gespeichert. Er kann Telefonbücher auswendig, nennt Geschichtsdaten aus allen Epochen völlig ohne Anstrengung. Wenn unsereins noch überlegt, wo er dieses oder jenes finden kann – er weiß Bescheid.
Um Superleistungen des Gehirn ging es Donnerstagabend in einer Doku von Radio Bremen, die EinsFestival noch einmal gezeigt hat. Die preisgekrönte Dokureihe “Expedition ins Gehirn” bringt wirklich Erstaunliches zutage.
Einen Mann, der 5000 Stellen der Primzahl aufsagen kann. Bei mir beginnt es schon bei der dritten Stelle schwierig zu werden. Ich habe schon Schwierigkeiten, mir neue Gesichter zu merken (also nicht wundern, falls ich auf der Straße mal wieder nicht grüße). Geschweige denn 5000 Stellen der Primzahl. Ich wüsste auch nicht, welche Zahl bei “93 hoch 20” rauskommt – irgendwas mit Sextillarden. Ich kenne nicht mal das Wort!
Schon toll, was unser Gehirn so kann. Und auch toll, was uns das Fernsehen manchmal für packende Sendungen liefert!

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