Tagesarchiv für 25. Januar 2007

RTelenovela

Der Zechpreller

Donnerstag, den 25. Januar 2007
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Der Typ war mir von Anfang an suspekt. Als ich mir heute Mittag etwas zu Essen aus einem Bistro im Stadtzentrum holen wollte, kam er gerade aus dem hinteren Raum zum Tresen. Und er störte.
Das Tolle in dem Bistro ist nämlich: Während ich aufs Essen zum Mitnehmen warte, kann ich fix mal diverse Zeitungen durchblättern, die auf dem tresen rumliegen.
Aber nun saß er bräsig auf einem der Hocker und zündete sich ein Zigarettchen an.
Hab ich schon mal erwähnt, dass ich für absolutes Rauchverbot in der Öffentlichkeit bin?
Wie gesagt, der Typ störte. Er bestellte sich noch ein Bier, was er auch gleich bekam. Die Verkäuferin fragte, ob er auch gleich zahlen wolle. “Nein, lieber später”, antwortete er.
Dann begann er, ein Kreuzworträtsel aus einer der Zeitungen zu lesen. Ich entfernte mich vom Tresen, weil mir der Zigarettenqualm in die Nase stieg.
Dann ging alles ganz schnell. Als die Verkäuferin in der Küche verschwand, blickte er sich kurz um, stand langsam auf, drehte sich zur Tür gleich hinter dem Hocker, öffnete sie – und rannte raus und weg.
Natürlich ohne zu bezahlen.
Das ging so fix, dass man nur mit offenem Mund hinterstarren konnte.
Als die Verkäuferin wieder kam, war ihre gute Laune wohl erstmal dahin…

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aRTikel

Ein Traum: Vorband bei U 2

Donnerstag, den 25. Januar 2007
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Crushed Ice aus Spandau gibt es seit einem Jahr / Einmal pro Woche Probe im „Quader“

MAZ Falkensee, 25.1.2007

SPANDAU
„Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt Stefan, wenn er an sein erstes Zusammentreffen mit der Band Crushed Ice zurückdenkt. „Bassist sucht Band“ – so stand es auf seinem Aushang. Und der 21-jährige Spandauer hatte Glück. „Das war so, wie ich es mir vorstellte“, erzählt er. Das ist jetzt ein Jahr her.
Crushed Ice probt einmal in der Woche im Spandauer Jugendzentrum „Quader“. Zur Band gehören außerdem Sängerin Sophia (16) aus Falkensee, Martin (19) aus Spandau spielt Gitarre. Am Schlagzeug sitzt Julian (15) aus Kladow. „Wir spielen Hardrock“, sagt Stefan über den Musikstil der Band. „Das trifft’s in der Mitte ganz gut.“
Von Anfang an probt Crushed Ice im „Quader“. „Das Jugendzentrum stellt uns den Raum hier zur Verfügung“, erzählt Julian. „Außerdem wohnt Stefan gleich um die Ecke.“ Jeden Freitag drei bis vier Stunden wird geprobt, in den Ferien auch schon mal länger.
Bassist Stefan schreibt die meisten Texte, einige kommen von Sophia. „Oft geht es um Schmerz und Trauer, Liebe und Hass“, sagt sie. „Auch je nachdem, wie ich mich fühle. Langsam kommen aber auch fröhlichere Texte. Sie entstehen aus der Laune heraus.“ Getextet wird auf Englisch. „Das ist auch ein Problem der Medienkultur“, findet Stefan. „Das meiste wird auf Englisch gesungen. Das ist auch eine Gewohnheitssache, ich bin von klein an damit aufgewachsen. Ich finde es auch einfacher, englische Texte zu verfassen.“ Inspiriert wird Crushed Ice vor allem von Limp Bizkit, Linkin Park und Metallica. „Sechs oder sieben Auftritte hatten wir im vergangenen Jahr“, erinnert sich Sophia. „Die letzten beiden waren auch öffentlich.“
Die große Live-Premiere feierte Crushed Ice im März des vergangenen Jahres. Damals spielte die Band im Keller bei Sophia zu Hause in Falkensee. „Auf meiner Geburtstagsparty“, ergänzt sie. „Der Keller ist recht klein. 20 bis 25 Leute haben uns zugehört. Das waren alles Freunde, die uns auch mal hören wollten – und es dann auch ganz gut fanden.“ Stefan grinst: „Ein Wort – toll!“ Die Unterstützung im „Quader“ sei hervorragend. „Wir bekommen hier einen kostenlosen Proberaum, können CD-Aufnahmen machen und werden fachkundig beraten“, lobt Stefan das Engagement. „Wir lernen immer etwas Neues dazu.“ Insgesamt vier Bands proben über die Woche verteilt in dem Raum.
Und wo soll’s mal hingehen? Richtig berühmt zu werden, kann sich Bassist Stefan jedenfalls nicht so richtig vorstellen. „Ich glaube, da habe ich nicht das Zeug zu.“ Als Student habe er sowieso ziemlich wenig Zeit. Julian, der Schlagzeuger, sagt: „Ich habe weder Lust auf MTV, noch auf Bravo oder Bild.“ Ein wenig anders sieht es bei Sophia aus: „Ich hätte schon Lust, mehr zu machen, aber ich lasse es auf mich zukommen. Auf einen Erfolg zuzustreben funktioniert sowieso nicht.“ Ein Dasein als Vorband könnte sich Gitarrist Martin allerdings vorstellen. „Bei U 2 zum Beispiel.“ Stefan meint: „Ich fände es auch mal toll, im Knaack oder im SO 36 zu spielen.“
Momentan ist eine Demo-CD in Arbeit. Sieben Songs werden drauf sein. „Sicherlich werden wir das Demo auch mal an Fritz schicken“, meint Stefan. „Auf jeden Fall werden wir es als Bewerbung für Auftritte nutzen. Außerdem werden wir auch öfter gefragt, ob es unsere Songs auch auf CD gibt. Und es ist ja auch schön, mal die eigene Musik hören zu können.“
Den nächsten Auftritt hat Crushed Ice am 17. Februar im „Pirate Cove“ am Tempelhofer Ufer 1 in Berlin.
Und warum eigentlich der Name „Crushed Ice“? Stefan: „Ich habe mal so eine Eiszerkleinerungsmaschine zum Geburtstag bekommen. Und wir suchten eben einen knackigen Namen. Da ist dann eben Crushed Ice herausgekommen.“

Die Band im Internet:
www.crushed-ice.de.ms

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RT im Kino

Arthur und die Minimoys

Donnerstag, den 25. Januar 2007

Arthur (Freddie Highmore) und seine Oma (Mia Farrow) in Not. Ein Immobilienhai will ihr Grundstück. Beiden hilft nur noch, den Schatz des Opas wiederzufinden. Er soll tief im Garten, in einer anderen Welt, vergraben sein. Arthur muss in die Welt der Minimoys eindringen. Dazu schrumpft er auf 2 Millimeter.
Monimoy-Prinzessin Selenia und ihr Bruder wollen Arthur helfen.
“Arthur und die Minimoys” ist eine Mischung aus Real- und Animationsfilm. Klar – das wichtigste über diesen Film: Arthur (in beiden Versionen) wird von Tokio-Hotel-Sänger Bill Kaulitz gesprochen. Was allerdings beim 12-jährigen Arthur ganz und gar nicht passen will (die Stimme klingt einfach zu alt), zum animierten Arthur jedoch ganz gut hinhaut. Die Prinzessin wird von Nena gesprochen, was überraschenderweise nicht nervt.
Der Film selbst, Regie: Luc Besson, ist eine nette Kinder- und Jugendunterhaltung, die nicht wehtut, nicht langweilig ist, aber auch keinen Meilenstein des Films darstellt.

-> 3/5

Hits: 20

RT im Kino

Paris, je t’aime

Donnerstag, den 25. Januar 2007

Paris gilt als die Stadt der Liebe. Da scheint es nur passend zu sein, kleine Liebesfilme in eben dieser Stadt zu drehen. “Paris, je t’aime” beeinhaltet sogar 18 Filme – Kurzfilme.
Das werk zeigt sich dabei sehr vielfältig. 18 Filme, 18 Themen, 18 Geschichten – und vor allem 18 Regisseure. Von den Coen-Brüdern bis zu Tom Tykwer sind viele bekannte Namen dabei. Auch viele Darsteller dürften bekannt sein: Elijah Wood, Natalie Portman, Gerard Depardieu und viele weitere sind in den je funfminütigen Filmchen zu sehen, die das ganze Spektrum der französischen Metropole zeigen.
Nicht jeder dieser 18 Filme macht Sinn, nicht jeder von ihnen wird Begeisterungsstürme auslösen. Der Höhepunkt kommt – wie sollte es anders sein – zum Schluss. Ein US-Amerikanerin erzählt in gebrochenem Französisch von ihrem Paris-Urlaub. Wirklich witzig!
Ansonsten gibt es eine Mischung aus Vergänglichem, Belanglosem. Auch Lustiges, Trauriges, Berührendes ist in “Paris, je t’aime” zu finden. Und selbst, wenn es mal langweilig wird – bald kommt das nächste Filmchen.

-> 3/5

Hits: 17