Tagesarchiv für 13. Januar 2007

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Gernsehabend: Naturgewalten

Samstag, den 13. Januar 2007
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SA 13.01.2007, 20.15 Uhr, rbb

Na klar, Naturkatastrophen sind geil. Sehen wir doch immer wieder gern! Oder warum sonst gibt es heute beim rbb einen “Gernsehabend” zum Thema Naturgewalten?
“Tsunami – Alarm am Mittelmeer”. Jawohl, eine kuschlige Reportage am kuschligen Sonnabendabend. Sehen wir total gern. Ebenso “Das Ende der Gletscher – Pinguine und Robben in Gefahr”. Genau das Richtige für einen Gernsehabend.
Warum immer nur plumpe Unterhaltung, wenn es auch mal eine Spur härter geht?
Nun ja, beim rbb muss man sich dieser Tatsche zumindest ansatzweise bewusst sein. Denn im Internet firmiert dieser Gernsehabend unter “Fernsehabend”, ebenso im EPG. Im rbb selbst ists dann aber doch wieder der Gernsehabend.
Die Leute sollen eben mal nicht so zimperlich sein…

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Partyzeit

Samstag, den 13. Januar 2007
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SA 13.01.2007, 19.10 Uhr, Antenne Brandenburg

Ach, wie schön, es gibt es noch: die guten alten Gruß- und Wunschsendungen im Radio. Und die Stammhörer. Ein Gruselwort, das wahrscheinlich nie ausstirbt.
Als ich noch ein Kind war gab es beim damaligen Hundert,6 diverse Musikwunsch- und Grußsendungen. Und wenn dann der Stammhörer Klaus aus dem Grunewald mal wieder anrief, war die Freude groß. Stammhörer sind nämlich große Fans einer bestimmten Radiosendung oder eines bestimmten Moderators. Stammhörer sind die ganz treuen. Stammhörer grüßen auch mal gerne “das ganze Team” und ganz besonders x,y und z. Kurz gefasst. Denn die Grußliste von Stammhörern ist meist lang.
Gerade hat “Partyzeit”-Moderator Thomas Hehde einen seiner Stammhörer gekonnt abgewürgt, als er seine Grußliste – warum auch immer – noch mal von vorn vorlesen wollte.
Und ach ja: Schön ist es immer wieder, wenn dieser Satz fällt: “Ich hätte gern ‘nen Wunsch!” Wer hätte das nicht gern?!

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Après Ski Hits 2007

Samstag, den 13. Januar 2007
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SA 13.01.2007. 14.10 Uhr, RTL II

Ein alter Mann singt über ein Kaninchen mit einer Fliege auf der Nas’. Nein, das ist weder Kinder- noch Seniorenfernsehen, das ist eine hippe Musiksendung von RTL II – die “Après Ski Hits 2007”.
Und, ja, es ist seltsam: Irgendwie war das so schlecht, dass es schon wieder gut war. Schon nach wenigen Sekunden (Schrecksekunden) begann meine Hand, mitzuwippen. Mit ein bisschen Alk auf einer Party kommt das sicher gut an.
Na ja, fast. In der Hütte, in der RTL II die Show aufzeichnete, stehen die meisten Leute einfach nur rum. Das große Stimmengewirr in der Hütte sowie das Klatschen der “gut draufen” Leute wird auf dem Playback gleich mitgeliefert.
Ich frage mich allerdings: Warum heißt diese Art der Partymusik eigentlich “Après Ski”? Weil in den Skihütten am Abend immer kräftig gesoffen und gefeiert wird? So als Vorspiel für nachfolgende Aktivitäten?
So fragte die Gruppe K2 in ihrem Song “Was macht der Watzmann in der Nacht?”. Die Frage dürfte den meisten Partypeople völlig wurscht gewesen sein. Viel spannender war doch sicher, wann die Glocken der Dirndltante endlich aus dem engen Kleid platzen.
Saufen ist offenbar ein gutes Stichwort. Oder warum sonst waren zwischendurch die Macher von “Wissen macht schlau” zu Gast, um über ihr dienstliches Besäufnis erzählen zu dürfen? Die Folgen von Alkohol werden in der nächsten Sendung beleuchtet. Tja, endlich mal saufen für den guten Zweck.
Diese “Après-Ski-Welt” ist irgenwie ein Universum für sich…

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Das Aus für 1-2-play

Samstag, den 13. Januar 2007
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Gerade mal ein paar Wochen auf Sendung – am Montag schlägt für den Spielesender 1-2-play das letzte Stündlein. Zu wenige Mitspieler. Und das, obwohl doch hier alles so fair war. Jeder mitspielen konnte.
Aber es war eben nicht nur fair, sondern auch langweilig. Mit Gewinnen von 30 Euro lockt man eben keine Zuschauer hinterm Ofen hervor. Daran ist schon K1010 vor kurzem gescheitert. 30 Euro sind heutzutage ein schlechter Anreiz mitzumachen.
Und ich will hier jetzt nicht 9live loben – aber sie haben das richtige Konzept – und vor allem die richtige wirtschatliche Strategie. 9live schafft etwas, was man ein Event nennen könnte. Wenn es 30000 Euro zu gewinnen gibt, dann ist das irgendwie spannend. Dann ist der Anreiz mitzumachen – ja, leider, nun mal größer. Klar, die Moderatoren nerven, das Gebrüll ist kaum auszuhalten. Und doch bleiben wir öfter hängen und sehen zu. Knobeln mit bei den Rätseln. Schütteln den Kopf, dass es immer noch nicht gelöst wurde. Schalten um und nach einer Stunde wieder zurück – und immer noch das gleiche Spiel. Und ruft vielleicht doch mal an. Die Leute von 9live haben offenbar das richtige Rezept, um die Leute zu locken.
1-2-play hatte es nicht. Und deshalb ist Montag Sense.

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RT im Kino

Die Queen

Samstag, den 13. Januar 2007

Es gibt nicht viele Ereignisse auf der Welt, die die Menschen emotional bewegen. Einer davon war der Tod Prinzessin Dianas in Paris. Die große Trauerfeier. Eltons Johns “Candle In The Wind” – Wer da nicht geheult hat…
Der Schock war groß, als am frühen Morgen des 31. August 1997 die Nachricht kam, dass Prinzessin Diana tot ist. Und dass das britische Königshaus so gar nicht darauf reagiert hat – das konnte das Volk ganz und gar nicht nachvollziehen. Nicht das kleinste Zeichen der Trauer. Gar nichts. Nein, die Queen blieb hart. Schließlich war Diana nicht mehr Teil der königlichen Familie, mehr als ein privates Begräbnis sollte es nicht geben.
Stephen Frears’ Film über “Die Queen” zeigt sehr eindrucksvoll, was in dieser Woche Anfang September geschehen ist. Wie der Premierminister (Michael Sheen) versucht hat, Queen Elisabeth (Helen Mirren) umzustimmen, doch noch Flagge zu zeigen, im wahrsten Sinne des Wortes.
Der Film zeigt eine Königin, hingerissen zwischen der Tradition und dem heutigen Leben, den heutigen Geflogenheiten. Äußerlich hart, innerlich zweifelnd. Sich in der Pflicht fühlend, keine Gefühle zu zeigen, obwohl das Gegenteil gewünscht ist. Aber das muss selbst eine Frau wie die Queen eben noch lernen. So oder so – Helen Mirren zeigt ein grandioses Schauspiel.
“Die Queen” ist – inwiefern die Ereignisse der Wahrheit entsprechen, weiß ich nicht – ein hochinteressanter Film über eine extrem emotionale Woche. Und irgendwie heult man hier auch ständig mit, angesichts der Bilder von vor 10 Jahren.
Ganz nebenbei setzt Stephen Frears neben der Queen auch noch Diana, der Königin der Herzen, ein echtes Denkmal.

-> 5/5

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