Tagesarchiv für 12. November 2006

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EinsExtra unkommentiert: NPD

Sonntag, den 12. November 2006
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SA 11.11.2006, 3.05 Uhr (So.), EinsExtra

Die NPD. Was für ekelhafte Zeitgenossen. Während sie im Berliner Fontane-Haus im Märkischen Viertel ihren Parteitag abhalten dürfen (in der “Reichshauptstadt”), demonstrieren ihre Gegner auf der Straße. Die NPDler zeigen ihnen ganz frech den Stinkefinger.
Ich könnte kotzen.
Solche Bilder zeigt ExtraExtra in seinem Nachtprogramm unkommentiert – so heißt auch die Sendung. Diese unkommentierten Bilder von der NPD-Veranstaltung machen das Ganze noch viel Gespenstischer.

Mal abgesehen von der Thematik: Schade, dass die Sendung so unbeachtet im ARD-Digitalprogramm läuft. denn sie bietet nochmal einen ganz anderen Eindruck vom Nachrichtengeschehen. Nachrichtenbilder pur.
Sehenswert!

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Werbung: Turm-Erlebniscity

Sonntag, den 12. November 2006
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SA 11.11.2006, 23.13 Uhr, DSF

“Täglich Urlaub Riesen Möglichkeiten”. Selbst in Oranienburg wissen die wenigsten, was das Kürzel “T.U.R.M.” der Erlebniscity eigentlich bedeutet. Und wahrscheinlich erlebten wir heute eine Premiere: Ein Werbespot der Oranienburger Turm-Erlebniscity im bundesweiten Fernsehen, beim DSF. In der Box-Werbepause.
Obwohl das Lied, das in dem Spot geträllert wird, voll ätzend ist und dem Medienkonsumenten schon im lokalen Oldiestar-Radio voll auf den Keks geht, schon ein kleiner denkwürdiger Augenblick.
Und an dem dusseligen Werbesong kann man ja noch arbeiten…

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Boxen live: Schulze – Miyeyusho

Sonntag, den 12. November 2006
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SA 11.11.2006, 22.15 Uhr, DSF

Willkommen in der TURM-City Erlebniswelt.
Wann lernen es die DSF-Moderatoren endlich? Schließlich sendet das Sportfernsehen nicht das erste Mal aus Oranienburg. Und so kompliziert ist der Name “TURM-Erlebniscity” doch auch nicht, oder? Zumal es auf einem Plaket groß in der Halle steht.
Marco “Schulle” Schulze aus Velten kämpfte mal wieder um einen Sieg, nachdem er im Frühjahr in Oranienburg verloren hatte.
Sein Gegner: Ramadhan Miyeyusho aus Tansania.
Wo wir uns sonst zum Badminton umziehen, wartete also Schulle auf seinen Kampf – in den Umkleindekabinen des TURMs.
Die DSF-Übertragung wurde gesponsert von einer Flirt-Hotline. Wa nicht gerade für das Image des DSF spricht. Hat das DSF überhaupt ein Image? Wenn der Kommentator lieber das Gewinnspiel anpreist, als den Kampf zu kommentieren, sollte man sich schon mal Gedanken machen.
Egal. Der Kampf war eher öde, weil einseitig. Schulle siegte mit dem K.O. in Runde 3. Und vorbei war’s. Die total sympathischen “Hau ihn weg”-Rufe im TURM scheinen was gebracht zu haben. Und Miyeyusho scheint nicht viel drauf gehabt zu haben.
Aber warum sah Schulles Siegesring um seinen Hals eigentlich aus wie Grabschmuck?

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Willkommen bei Carmen Nebel

Sonntag, den 12. November 2006
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SA 11.11.2006, 20.15 Uhr, ZDF

Ach, liebes ZDF. Hast du deine Zuschauer am Sonnabendabend mal wieder so richtig schön gelangweilt, ja? Hast den GEZ-Zahlern schaurige, haarsträubend schlechte Unterhaltung geboten.
Hast Spannung vorgegaukelt, weil irgend so ein Schlagerheini in der Show (Wahnsinn!! In der Show!!!) heiraten wollte. Und ein Geheimnis daraus gemacht, wer das denn sein könnte. Als ob das irgend jemanden interessiert hat.
Stefan Mross und Stefanie Hertel durften sich anschmachten. Und ein Liebeslied playbacken. Wie überhaupt alle Künstler in diesem Showversuch nur die Lippen bewegen mussten. Was eben billiger ist.
Ja, und immer wieder die spannende (gähn) Frage, wer heute noch heiraten wird.
Oh, Wolfgang Ziegler war ja auch da! Der Typ, der in der DDR mit “Verdammt” einen Hit hatte. Jetzt nicht mehr. Und mit “Verrückt” einen Nachfolger in den Markt schmiss. Klingt zwar fast wie “Verdammt” aber fällt ja nicht weiter auf. Wie billig. Die ZDF-Show als Ramschmarkt.
Mensch, das Fernsehballett hatte auch Zeit, vorbeizukommen. Wie schön! Sind die eigentlich nur dazu da, beim Tanzen ihr Kleid zu heben, um ihren Schritt und ihren Hintern zu zeigen?
Und dann noch die Hochzeit, auf die niemand gewartet hat. Bernhard Hirtreiter (wer?) heirate vor den Fernsehkameras seine Beata. Na ja, wenn einen die Presse sonst ignoriert – dann macht man schon mal so einen verzweifelten Schritt, um die Öffentlichkeit zu belästigen. Wenn das ZDF die Trauungszeremonie mit grässlicher Plingplangmusik versaut, dann geschieht dem kamerageilen Paar das aber auch zurecht.
Mensch, ZDF! Du schaffst es aber auch immer wieder, die Zuschauer zu… hat das wirklich jemand von Anfang bis Ende durchgesehen??

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Deutschland wählt das Traumpaar

Sonntag, den 12. November 2006
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SA 11.11.2006, 20.15 Uhr, Das Erste

Der Einstieg ist den ARD-Showmachern schon mal gründlich in die Hose gegangen. Eine gewisse Prinzseein Maja sang ein Duett mit den Wildecker Herzbuben. Wie kann man denn eine Show, mit der man nicht nur Ältere erreichen will, mit Volksmusik beginnen?
Bei “Deutschland wählt das Traumpaar” sang je ein Profisänger mit einem Promi, der eigentlich nicht als Sänger unterwegs ist.
Fragt sich nur: Prinzessin Maja? Hä? Sollte ich doch öfter die Klatschpresse studieren?
Aber man muss sagen: An sich war die Show besser als befürchtet – unterhaltsam auf jeden Fall (im Gegensatz zur ZDF-Konkurrenz).
Wo Gesangslaien rumlaufen, da ist Mutter Beimer nicht weit. Marie-Luise Marjan singt immer wieder gern – obwohl sie es nicht besonders gut kann. Hier sang sie mit einem gewissen Johannes Kalpers. Und bot nach dem Herzbuben-Gedöns leider schon wieder einen Anschaltgrund.
Jürgen Hingsen. Treibt der sich eigentlich nur noch in dieser Art von Shows herum? Erst “Let’s Dance” bei RTL und nun die Gesangsschose im Ersten.
Birgit Schrowange sang bisher immer nur in der Badewanne. Und sie wird schon gewusst haben, warum. Die ARD blendete den Schriftzug “LIVE GESUNGEN!” ein. Nein, der Hinweis war nicht nötig. Das hat man bei Birgit auch so gehört.
“Das Schlimmste kommt noch”, meinte Moderator Frank Elstner danach. Eine Drohung? Er meinte zwar die Abstimmung der Zuschauer über den bisher besten Beitrag. Aber es sollte tatsächlich schlimmer kommen.
Okay, es ist immer wieder beeindruckend, wenn Johannes Heesters auf die Bühne kommt und singt. Der Mann ist 102 und hat es drauf. Seine Frau Simone Rethel dafür so gar nicht. Sie kann nun überhaupt gar nicht singen. Trifft keinen Ton. Heesters singt für sie einfach mit und meint: “Schön hast du gesungen!” Ja, mit 102 hört man das vielleicht nicht mehr so gut. Und der Liebsten sagt man sowieso nicht, dass sie sch… schlecht war. Standing Ovations gab es trotzdem. Weniger für Simone, mehr für Joopi.
Wirklich rührend und durchaus ein Höhepunkt: Das Duett von Paola und Kurt Felix. Da man weiß, dass Kurt Felix ein perfektionist ist, konnte es gar nicht schlecht werden. Ansonsten wäre Felix nicht in die Show gekommen. Der Lohn: Ein verdienter Sieg für das schweizer Paar.
Eine Show mit tiefen Tiefen und wenigen Höhen. Es gab schon schlimmere Fernsehabende. Das ZDF hat zur gleichen Zeit eindrucksvoll vorgemacht, wie viel schlimmer es geht.

PS: Ist es eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, dass Tagesschau-Sprecher Marc Bator aussieht wie Daniel Radcliff (“Harry Potter”)?

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