Tagesarchiv für 8. November 2006

aRTikel

Rache gegen Tom

Mittwoch, den 8. November 2006
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“Mission: Impossible III” auf DVD

MAZ Willi, 8.11.2006 

So richtig gut läuft es nicht für Tom Cruise – rein beruflich jedenfalls. „Mission: Impossible III“ war zwar kein Totalflop, ein großer Erfolg aber auch nicht. Hinzu kommt sein privates Liebesglück mit Katie Holmes, das in Talkshows und Zeitungen durchgehechelt wurde. Folge: Toms Privatleben überstrahlte den gesamten Film. Das gefiel der Filmfirma nicht, Tom wurde gefeuert.
Es ist tatsächlich so: Tom Cruise kann rackern wie er will. In „Mission: Impossible III“ (oder auch: M:I:III) nimmt man ihm sein Actiongetue nicht mehr ab. Als ob in jeder Szene Katie Holmes gleich um die Ecke sieht und ihrem Tom zuflüstert: „Mach mal nicht so dolle und kommt lieber nach Hause.“ Selten hat sich ein Schauspieler sein Image dermaßen ruiniert wie Cruise.
Trotz Action, trotz Geschichte, die Spannung verspricht: Der neuerliche Aufguss der Mission ist eher öde, langatmig – ja, überflüssig.
Owen Davian (Philip Seymour Hoffman) plant nach seiner Verhaftung einen großen Rachefeldzug gegen seinen Erzfeind, dem Agenten Ethan Hunt (Tom Cruise). Hunt soll sterben. Und nicht nur er: Auch seine Freunde und Kollegen sollen dran glauben. Ebenso seine große Liebe.
So hetzt Tom von Szene zu Szene und immer weiter… Glücklicherweise lässt sich eine DVD abstellen. Vielleicht läuft ja was Nettes im Fernsehen?

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Harry Potter und Jurassic Park

Mittwoch, den 8. November 2006
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Henry Wilke (20) und Arne Lüthke (19) treten am Freitag im Stadtklubhaus auf

MAZ Oranienburg, 8.11.2006

HENNIGSDORF

An der Wand in seinem Zimmer hat Henry Wilke (20) lauter CDs mit Soundtracks. Viele der dazugehörigen Filme hat er allerdings gar nicht gesehen. Ihm geht es nur um die Musik. „John Williams ist mein Lieblingskomponist“, sagt er. Von ihm stammen die Kompositionen bei „Harry Potter“ und in „Jurassic Park“. Ganz sicher wird Williams auch im Repertoire des Konzertes sein, das Henry Wilke und Arne Lüthke am Freitag im Hennigsdorfer Stadtklubhaus geben.
„Wir spielen Klezmer und Filmmusik“, erzählt Arne. Der 19-Jährige besucht seit 1993 die Musikschule Hennigsdorf und spielt Klarinette. Henry musiziert seit 13 Jahren am Klavier, an der Musikschule ist er aber erst seit 2003. „Dort habe ich mir überlegt, dass ich auch ein Streichinstrument spielen möchte – und habe mich dann für den Kontrabass entschieden.“ Den spielt Henry auch im Afrikamusical „Yomo“, das im Oktober im Stadtklubhaus Premiere hatte.
Das Konzert am Freitag bestreiten Henry und Arne mit Klavier und Klarinette. „Durch das Orchester der Musikschule haben wir schon oft gemeinsam gespielt“, sagt Arne. Seit dem Frühjahr proben sie für diesen Abend: „Je nachdem, wie Zeit ist“, wie Henry bemerkt. Er studiert, nachdem er im Juni sein Abitur am Puschkin-Gymnasium ablegte, in Berlin öffentliche Verwaltungswirtschaft. „Mit der Musik möchte ich nicht mein Geld verdienen müssen“, begründet er seinen Schritt. Wobei die Betonung auf „müssen“ liegt. „Vielleicht müsste ich sonst Musik machen, die mir gar nicht gefällt.“ Sein Hobby abseits der Musik ist das Fotografieren: „Alles, was schön ist und mir auffällt.“. Arne hat sein Abitur 2007 noch vor sich. „Danach weiß ich noch nicht so genau“, sagt der begeisterte Hobbysegler. „Ich überlege, ob ich Musik und Bio oder Mathe auf Lehramt studiere.“
Ein Höhepunkt für beide waren in den vergangenen Wochen auf jeden Fall die „Yomo“-Aufführungen im Stadtklubhaus. Nun werden sie an gleicher Stelle mit ihrem eigenen Programm auftreten: am Freitag um 19Uhr. Der Eintritt ist frei, es darf aber etwas gespendet werden.

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