Tagesarchiv für 18. September 2006

RTelenovela

Bahnbekanntschaften (7): Die Bahn rauscht durchs Funkloch

Montag, den 18. September 2006
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Mein Handy klingelt. Ich sitze im RE5, er hat gerade Oranienburg verlassen. Und ich weiß: Dieses Telefonat wird ein jähes Ende finden.
Und tatsächlich: Erst klingt mein Gesprächspartner abgehackt, dann ist er weg. Wir sind ins Funkloch gefahren. Hinter Lehnitz geht gar nichts mehr.
Kurzzeitig entspannt sich die Situation – ist aber noch nicht ausgestanden. Schon bei Bergfelde befinden wir uns im zweiten Funkloch. Müssen die Bergfelder nie telefonieren?
So ist das in der modernen Telekommunikationswelt.

Apropos Bahn: In der Zeitung stand heute eine Anzeige. Nach Leipzig in 1 1/4 Stunde. Toll! Und das nur für 18 Euro!
Mensch, das muss man sich ja echt mal überlegen.
Aber halt: Nur mit der Bahncard 50 gilt dieser Preis. Steht drunter.
Tja, somit ist die Leipzig-Fahrt wieder nicht ganz so günstig. Für einmal Messestadt lohnt sich eine Bahncard 50 wohl sicher nicht.
Jetzt weiß ich auch, warum die Bahn, obwohl günstige Preise versprochen, trotzdem so teuer ist, wenn ich mal fahren will…

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RTZapper

NDR aktuell: Der Norden hat gewählt

Montag, den 18. September 2006
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SO 17.09.2006, 20.20 Uhr, NDR-Fernsehen

So, nun ist also die NPD in Schwerin tatsächlich in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern eingezogen.
Stellt sich für die Medien natürlich die Frage: Wie soll man mit ihnen umgehen?
So dilletantisch wie die Reporter bei der Sachsen-Wahl, die hysterisch alles abgewürgt haben, was die NPDler zu sagen hatten.
Der NDR war heute nicht sehr viel besser. Da stand ein junger Mann, der es dem Herrn Pastörs von der NPD mal so richtig zeigen wollte. Ganz hart nachfragen. Und nachbohren. Und noch mal nachbohren. Nicht abweichen.
Bei den Vertretern der anderen Parteien wird das Gelaber zugelassen.
Nur: Das kann zum Bumerang werden. So lange die NPD-Vertreter keine Hetze über den Sender verbreiten, sollte auch mit ihnen ruhiger umgefangen werden. Sonst bekommt die NPD noch das Mitleid der Zuschauer. Und das will der NDR sicher nicht erreichen.
Nun gilt es: Nicht hysterisch das Mikro wegzerren und sich aufspielen. Sondern investigativ berichten. Aufklären. Die partei unter die Lupe nehmen. Die wahlversprechen überprüfen. Und die NPDler so bloßstellen.

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